Donnerstag, 2. August 2012

Abschied von Thailand

Es bot sich wieder dasselbe Bild, als sich die Fähre dem Festland näherte, wie auf der Hinfahrt, es war schon wieder eine Unruhe auf dem Boot und die Leute liefen hinunter, um ja wieder bei den Ersten zu sein. Wir waren auch hier wieder bei den Letzten, was wieder nicht von Vorteil war, wieder nur zwei Taxen. Ein Typ fragte uns wo wir hin wollten, wir sagten nur hier in die Stadt nach Trat, er meinte ja geht noch auf das andere Taxi da drauf, dieser Fahrer sah das allerdings anders und wollte uns nicht, das andere Taxi war schon über alle Berge. Mit uns verblieb noch ein junges Pärchen aus der Schweiz, sie wollten auch nach Trat an die Busstation, doch der Pier war mittlerweile ziemlich leer gefegt, wir setzten uns in den Schatten, dort lungerten zwei Einheimische rum. Sie meinten es kommt gleich ein Taxi, so war es, also zu viert rauf auf den Pick Up wir fuhren 300 Meter, dann hielten wir an, es hieß bitte steigt da drüben in das Taxi, dieses fährt euch weiter. Ja tat es, nur weiter waren so 500 Meter, dann ein erneuter Wechsel, diesmal durften wir sitzen bleiben, bezahlten und fuhren tatsächlich in die Stadt. 

Wir haben uns dann einfach an einem Hotel direkt in der Stadt rauswerfen lassen. Inspizierten wieder einige Zimmer, das dritte sagte uns, dann zumindest für eine Nacht zu. Wir liefen etwas durch die Stadt und mussten feststellen, dass es hier keine Restaurants gibt, zumindest keine für Europäer erkennbaren, zudem waren eh sehr sehr wenige von diesen in der Stadt zu sehen. Wir fanden einen KFC, die Asiaten stehen ja so auf Hühnchen, dort hatte Lukas wenigstens sein Abendessen, ich suchte mir ein paar Kleinigkeiten in einem Supermarkt zusammen. Wir deckten uns noch in einer Apotheke mit Vorräten an gängigen Tabletten gegen verschieden Wehwehchen ein, da die Apotheke

Man muss wirklich mal sagen, dass einem in dieser Stadt, die von den meisten Touristen wirklich nur als Umsteigestation genutzt wird, bewusst wurde, dass so ein bisschen Tourismus gar nicht schlecht ist. Es muss sich natürlich in Maßen halten.

Am nächsten Morgen fuhren wir mit einem Taxi, an die etwas außerhalb gelegene Busstation. Unser Pick Up Bus stand da, war noch leer, der Fahrer meinte, dauert aber noch 30 Minuten bis wir los fahren. In dieser Zeit sammelten sich noch eine ältere Oma und ein junger Typ an. Es ging wieder auf die Ladefläche und wir fuhren los, wieder zurück in die Stadt, an eine Haltestelle, die um die Ecke unseres Hotels lag, dies wussten wir natürlich vorher nicht. Dort hatten wir auch wieder 15 Minuten Aufenthalt und die Ladefläche füllte sich. 9 Personen und unsere zwei riesen Rucksäcke befanden sich also hintendrauf, eine ältere Frau saß auf dem Beifahrersitz, hinten hatte das Auto noch eine kleine Pritsche aus Metall, auf dieser standen auch noch zwei Männer, nachdem noch ein riesen Sack Reis verstaut war konnte es losgehen. Fast 70 km jetzt so über die Landstraße schaukeln, das konnte ja was werden.

Wir hielten einige Male an, Leute stiegen aus, aber es kamen auch immer wieder neue Fahrgäste ins Auto gestiegen. Nach über einer Stunde hatten wir unsere Endstation Khlong Yai erreicht, dies war die vorletzte Stadt in Thailand im dünnen Grenzstreifen Richtung Kambodscha. Wir hatten in einem Info Heft gelesen, dass es hier mehrere Resorts gibt, die an sehr schönen Stränden liegen sollen, allerdings noch nicht ganz so bei den Europäischen Touristen bekannt, bei den Einheimischen jedoch schon. 

Wir hatten noch 4 Tage Visum so entschieden wir noch in eines dieser Resorts zu fahren, bevor man nach Kambodscha weiterreisen würde. Schnell suchten wir uns aus dem Heft ein Resort nicht allzu weit von der Stadt, welches aber direkt am Meer liegt raus, zeigten dies dem Pick Up Fahrer und schon konnten wir auf die Ladefläche klettern. Das Auto war schon wieder ganz gut besetzt, trotz allem fuhren wir noch nicht los, mal wieder warten. Nach weiteren 20 Minuten sollte es tatsächlich losgehen, es drückte sich noch eine Mutter mit ihren 2 Kindern ins Auto, dann fuhren wir los. Glücklicherweise erreichten wir nach 15 Minuten schon unser Hotel, also die Abzweigung dahin. Es stand ein Schild an der Straße mit dem Namen des Resorts, wir liefen den Weg entlang und nach 5 Minuten erreichten wir die Anlage, diese wirkte ziemlich tot. Wir gingen zur Rezeption, kein Mensch, dann liefen wir etwas durch die Anlage und riefen, da sah man ein jüngeres Mädchen ein Zimmer reinigen. Wir fragten sie, ob sie Zimmer hätten und wie viel es kosten würde? Sie sah uns mit großen Augen an, Antworten bekam man keine, nur ein Lächeln, aber eine ältere Frau kam gelaufen, ihre Englischkenntnisse gleich null, so versuchten wir mit Händen und Füßen mit ihr zu reden. Irgendwie schafften wir es ihr zu zeigen, dass wir uns gerne mal ein Zimmer anschauen würden, sie schickte die Kleine mit uns an ein Zimmer. 

Es war auch wieder nicht groß und anstatt einer Bettdecke oder einem Laken, was hier ansonsten so üblich ist, gab es hier zwei große Baumwolle Handtücher zum zu decken. Wir nahmen es, dann wollten wir erst mal irgendwo was Essen gehen, nur wo? Wir fragten die Frau vom Resort sie zeigte auf einen kleinen Laden, auf der gegenüberliegenden Straßenseite, ok, also gingen wir dort hin, es standen auch 3 Plastikstühle und ein Tisch dort. Die Inhaberin verstand uns auch wieder nicht, so beschlossen wir weiter zu laufen, nach ca. 15 Minuten, wir hatten die Hoffnung ja fast schon aufgegeben, kam ein kleines „ Restaurant“. Wir setzten uns einfach mal hin, dann wurde uns eine Speisekarte mit 5 Gerichten hingelegt, es gab sogar Bildchen, ansonsten hätten wir echt verloren gehabt, doch so konnten wir was zum Essen bestellen. Wir aßen und danach liefen wir die Straße noch ein Stück weiter, es gab nichts außer kleinen Hütten von Einheimischen und neugierige Blicke, Touristen gibt’s hier wohl wirklich kaum, wir haben in der ganzen Zeit dort keinen Einzigen gesehen.
Es ging zurück ans Resort, von da liefen wir etwas am Strand spazieren, es gab merkwürdig viele tote Seegurken sowie tote Fische zu sehen, sogar einige Tintenfische sahen wir liegen. Gegen Nachmittag setzten wir uns in eine Holz Hollywoodschaukel von dieser konnten wir direkt aufs Meer schauen, dann wurde es dunkel und wir gingen wegen den vielen Stechmücken ins Zimmer. Dort brühten wir uns zwei bereits nachmittags gekaufte Fertig Suppen auf, damit wir zumindest irgendwas als Abendessen hatten, dann gings schlafen. Eigentlich wären wir gerne länger in diesem Resort geblieben, doch die Abgeschiedenheit und das doch stark eingeschränkte Angebot an Essen oder Restaurants, ließ uns davon abkommen, man hatte es sich schon etwas lebhafter vorgestellt, denn die Asiatischen Touris müssen ja auch irgendwo Essen gehen.
Wir liefen also am nächsten Morgen einfach auf die Hauptstraße, suchten uns ein schattiges Plätzchen und warteten auf ein vorbeikommendes Pick Up Taxi. Wir hatten Glück und nach 15 Minuten hielt auch schon eines an, die etwa 60 Jährige Fahrerin stieg aus und meinte Hat Lek? Ja genau da wollten wir hin, das ist die Grenzstadt, das Auto war voll, so stopfte Lukas die Rucksäcke aufs Dach, es wurde zusammengerutscht, aber der Platz langte nicht ganz, so quetschte ich mich auf die Sitzbank, Lukas suchte sich einen Stehplatz auf der Pritsche am Auto, weiter gings. Nach 15 Minuten waren wir wieder nach Khlong Yai gedüst, dort stiegen die meisten aus, so dass Lukas dann auch wieder auf der Bank Platz nehmen konnte. Es war schon merkwürdig mit diesen ganzen Asiaten in dem Taxi zu sitzen, man merkt schon die neugierigen Blicke und ab und an konnte man auch das Wort Farang, was Ausländer heißt, raus hören. 

Wir fuhren nach 3 Minuten Wartezeit weiter Richtung Grenze. Es stiegen unterwegs 3 Personen ein, die hatten fast ihre komplette Küche dabei, Töpfe, Eimer mit Gemüse und riesen Plastikschüsseln in denen noch irgendwelche Hähnchenfetzen drin hingen und schon wurde es wieder kuschlig. Nach weiteren 40 Minuten hatten wir die Endstation und somit die Grenze erreicht. Wir gingen an die Grenzhütte der Thailändischen Seite, dort wurde unser Ausreiseformular aus dem Pass entfernt, der Ausreisestempel reingedrückt, dann wurde noch ein kurzes Foto geschossen und man war ausgereist.

Wir liefen ein paar Minuten durchs Niemandsland, dann betraten wir Kambodschanischen Boden. An einem Gebäude erhielt man sein Einreiseformular, dies füllten wir aus. Da wir gelesen hatten, dass das Grenzgebiet gerne für Drogenschmuggel benutzt wird, kümmerte sich Lukas um die Visas, ich wartete mit dem Gepäck davor. Ich saß kaum, kam schon der Erste an und laberte mich zu, er hat ein Auto und könnte uns ja günstig in die Stadt fahren. Dann kam Lukas zurück und ich musste noch zu dem einen Beamten, Foto machen, Fingerabdrücke abgeben, dann wurde das Einreisevisa in die Reisepässe geklebt und wir dürfen jetzt für 30 Tage in Kambodscha reisen.

Wir hatten ein paar Bedenken, wegen dem Kambodschanischen Visum, man konnte da einige komische Geschichten im Internet nachlesen, zumindest für diesen Grenzübergang. Hier wird wohl gerne mal bis zu den doppelten 25 US Dollars abkassiert, da die netten Beamten meinen, sie nehmen nur Baht an und du als Tourist sitzt da natürlich erst mal am kürzeren Hebel und willst ja in das Land rein, doch bei uns hat wirklich alles gut geklappt. Ein Passbild muss man zu seinem Visaantrag, genau wie die 25 US Dollar immer dazu abgeben, für was fragen sich allerdings viele, da man ja eh nochmals direkt von den Beamten fotografiert wird, egal wir waren also offiziell in Kambodscha eingereist.

2 Kommentare:

  1. Man was sind das alles für Bilder? Das ist sicher für Euch kaum auszuhalten. ;-)
    Bekommt ihr da nicht bei sowas wieder Heimweh nach Deutschland?

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  2. Grüßee PAUL und SANDY

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