Montag, 29. Oktober 2012
Mittwoch, 17. Oktober 2012
Alles hat ein Ende
Die 2
Stunden Flug gingen sehr schnell um und man fragt sich wirklich, warum man sich
manchmal bis zu 10 Stunden im Auto rüber nach Polen gequält hat. Da ein Teil
der Familie in der Nähe von Krakau wohnt und der andere Teil mehr oben in der
Nähe von Bromberg entschieden wir uns, für einen kleinen Abstecher ans Meer,
zwischen den Familienbesuchen.
Wir bekamen
ein Auto und die Straßen führten uns quer durch Polen, bis hoch an die Ostsee
nach Sopot. Auf dem Weg dorthin fuhren wir über eine Autobahn, die man zwar
bezahlen musste, dass auch nicht billig, aber man hatte dadurch fast die ganze
Strecke für sich alleine und eine 1 A Straße.
Gegen
Nachmittag erreichten wir den beliebten Ferienort, checkten in unser Hotel ein
und gingen als erstes natürlich ans Meer. Dieses lag nur 100 Meter von unserem
Hotel entfernt, es war sehr schön, diese Meeres Luft zu atmen, die Möwen
kreischen zu hören und einfach nur das
Meer zu sehen. Die Sonne schien und wir spazierten über einen ewig langen
Holzsteg über die Ostsee, da so viel frische Luft bekanntlich hungrig macht,
wollten wir uns ein leckeres Fischbrötchen auf die Hand kaufen, so wie es in
Deutschland am Meer in jeder Ecke möglich ist. Doch hier ist kein Deutschland
und so fanden wir nirgends einen Stand mit Fischbrötchen, wir kauften uns dann
eine warme Waffel mit Nutella und Sahne, war auch lecker und ist hier wohl eine
Spezialität.
Danach ging
es noch ein bisschen in der Stadt spazieren, da es abends echt frisch wurde und
wir auch etwas kaputt waren, ging es dann nur noch ins Hotel zurück.
Am nächsten
Morgen gab es ein super leckeres, reichhaltiges Frühstücksbüfett, danach ging
es nochmal kurz an den Strand. Diesmal sahen wir sogar einige bunte
Fischerboote am Strand liegen und dadurch tummelten sich unzählige Möwen am
Strand und im Meer.
Später
fuhren wir eine halbe Stunde weiter bis nach Danzig, dieses Städtchen lag auf
dem Weg, so parkten wir und schauten uns im Schnelldurchlauf die schöne
Altstadt und den Fluss an.
Dann ging es
wieder etwas ins Landesinnere zur Familie nach Bydgoszcz. Auch dort verbrachten
wir ein paar Tage, dann neigte sich auch unsere Polenreise langsam dem Ende zu.
Wir fuhren wieder nach Zabrze, zu der anderen Familie, da unser Flug von Krakau
nach Warschau ging.
In Warschau
hatten wir einige Stunden Aufenthalt und es war geplant in die Stadt
reinzufahren, allerdings ließ das Wetter ziemlich zu wünschen übrig und so
saßen wir die Zeit einfach am Flughafen ab. Ein letztes Mal in den Flieger, mit
dem Ziel Frankfurt.
Wie oben
geschrieben, alles hat irgendwann mal ein Ende und dieses ist unseres. Wir
haben unser Jahr Auszeit sehr genossen, viele neue Erfahrungen sammeln können,
auch wenn Sie nicht immer schön waren, aber das gehört ja auch dazu. Wir würden
es sofort wieder machen, doch jetzt müssen wir erst mal wieder etwas in den
„normalen“ Arbeitsalltag zurückkehren und uns irgendwo eine neue Bleibe suchen,
diesmal nicht auf 4 Rädern und wenn möglich etwas größer und komfortabler als
unser Van und unsere ständig wechselnden Hotels. Wir werden sehen wohin uns der
Wind diesmal treibt…….
Wir bedanken
uns bei allen unseren fleißigen und treuen Lesern, macht’s gut.
In den
nächsten Tagen wird es hier noch ein Abschlussvideo zu sehen geben, in dem
nochmal die schönsten oder prägendsten Augenblicke zu sehen sind, viel Spaß.
Sonntag, 14. Oktober 2012
Frankreich, Frankreich
Der Zug
legte die Strecke nach Paris zügig zurück und umso näher wir der Stadt kamen,
umso besser wurde das Wetter. Bei strahlendem Sonnenschein stiegen wir am
Nordbahnhof aus und suchten eine Metro oder eine Straßenbahn an unser Hotel.
Wir mussten durch den kompletten Bahnhof laufen, dort fuhr dann die Metro ab,
die wir brauchten. Nach 25 Minuten Fahrt erreichten wir unsere Station und
hatten gerade Mal noch 3 Minuten zu dem Hotel zu laufen.
Es war ein
kleines Hotel, mit einem noch kleineren Zimmer und Badezimmer, aber es war
sauber und modern eingerichtet, wir waren zufrieden, außerdem lag es im 5.
Stock und so hatten wir einen schönen Blick über einige Dächer von Paris. Da es
gerade mal 14 Uhr war, entschieden wir uns, einfach hier bei uns im Viertel
etwas spazieren zu gehen. Wir kamen nach einiger Zeit in einen riesen Park,
dort machten wir ein paar Bilder, schauten uns etwas um und genossen die
wärmenden Sonnenstrahlen. Mittlerweile waren wir so weit vom Hotel entfernt,
sogar bis an die Seine gelaufen, dass wir die nächste Metro Station suchten.
Das ist in Paris ziemlich einfach, da alle 500 Meter so eine in die Untergründe
führt. Wir kauften zwei Tickets und liefen bestimmt 10 Minuten durch die ewig
langen Schächte, bis wir an der richtigen Haltestelle waren, rein in die volle
Metro und erst mal wieder zurück aufs Zimmer.
Am nächsten
Morgen hatten wir leider nicht so schönes Wetter und gingen erst etwas später
los und fuhren mit der Metro fast bis an den Notre Dame, dort war eine ewig
lange Warteschlange, darauf hatten wir natürlich keine Lust, zudem es auch
wieder etwas anfing zu regnen und die Sicht von oben dann sowieso nicht so
dolle wäre. Wir liefen weiter am Fluss entlang, vorbei am berühmten Hotel de
Ville, unterwegs kauften wir uns noch ein lecker belegtes Baguette und als
Nachtisch gab es noch einen originalen Crêpe mit Nutella. Wir saßen dann vor
dem Louvre an einem Brunnen und überlegten uns, ob wir die 11 Euro Eintritt
zahlen sollten, nur um die Mona Lisa zu sehen, sind ja jetzt nicht so die
Kunstkenner und deswegen entschieden wir uns dagegen. Ein Mann nahm neben uns
Platz und hatte einen Starbucks Café in der Hand, diesem waren wir auch nicht
abgeneigt, konnten aber in der Nähe kein großen grünen Kopf sehen, so fragten
wir den Mann, wo er denn den Kaffee gekauft hatte. Er meinte unten im Louvre
ist eine Filiale, ihr müsst nur da vorne reinlaufen und hinunter gehen, wir
reihten uns also in die Schlange ohne Eintrittskarte ein. Wir standen da eine
Minute, dann sprach mich eine Frau an, meinte Entschuldigen Sie und drückte mir
zwei Scheine in die Hand. Zuerst wusste ich gar nicht was los ist, dann sah ich
mir diese Scheine genauer an und es waren zwei Eintrittskarten in den Louvre
für heute, also raus aus der Schlange und schön in die Reihe mit Karte
gegangen, da konnten wir direkt durchlaufen. Nach einem kurzen Security Check
ging es mit der Rolltreppe in den Keller, jetzt waren wir schon umsonst drin,
da wollten wir dann doch zur Mona Lisa. Im Louvre war einiges los, lag evtl.
auch an dem schlechten Wetter, viele der Bilder waren echt schräg z.B. sahen
wir eines mit einer Frau die völlig nackt gemalt wurde, eine Schlange in der
Hand hält und diese beißt ihr in den Nippel, danach kamen wir zur Mona Lisa.
Dieser Raum war noch voller als die anderen und ganz hinten, wo eine riesen
Menschentraube stand sah man die ML, wir hatten uns das Bild irgendwie größer
vorgestellt, aber wir haben es gesehen. Dann ging es noch etwas weiter durch
das Museum bis wir zum Starbucks kamen, holten uns dort einen Kaffee und dann
gings raus. Es schüttete ordentlich, wir gingen nochmal an den Eingang vom
Louvre, aus dem gerade ein deutsches Pärchen kam und da es dort eigentlich
keinen Ausgang gibt, fragten wir sie, ob sie rein wollen? Klar meinte der Mann,
ihr nicht? Wir sagten ihm dann, dass wir schon drin waren, sie aber mit unseren
Tickets nochmal reingehen könnten. Er schaute uns etwas blöd an, bis er
verstand was wir meinten, wir drückten ihm dann einfach die Tickets in die Hand
und liefen in den riesen Park, gegenüber vom Louvre.
Von dort sah
ich zum ersten Mal kurz den Eifelturm aus der Ferne in die Luft ragen, dann
ging es runter in die Metroschächte. An der Musik Akademie vorbei, von wo wir
direkt in das bekannte La Fayette Kaufhaus liefen, preislich jetzt nicht so
unseres, aber sehr schön anzusehen, wir schauten aus dem 6. Stock aus den
Fenstern und sahen dass die Kirche Sacre Coeur nicht mehr weit wäre. Da der
Regen nachgelassen hatte, liefen wir durch das Montmatre Viertel, mit seinen
vielen Künstlern, bis an die Kirche hoch, von dort hatten wir einen guten Blick
über einen Teil der Stadt, mit einer kleinen Seilbahn ging es danach wieder
runter in die Stadt und mit der Metro zurück ins Hotel.
Für den
nächsten Tag hatten wir uns entschieden, dass die Stadt zum Laufen einfach zu
riesig ist und in der Metro sieht man leider nicht viel, so kam uns die Idee
mit einem dieser Touri Busse durch die Stadt zu fahren. Wir liefen zum
Nordbahnhof und stiegen von dort in einen dieser Busse ein, kauften uns zwei
Tickets, für zwei Tage, eine Bootsfahrt war auch noch dabei und Kopfhörer. Wir
stiegen hoch auf das offene Deck, setzten uns, stöpselten die Kopfhörer ein und
los ging die Fahrt, es war frisch, aber die Sonne schien.
Wir genossen
die Fahrt, vorbei an schicken, modernen Bürogebäuden, alten Häusern, Kirchen,
an dem Platz de la Concorde, der völlig im üblichen Pariser Verkehrschaos
verschwand, über die Champs Elysees an den Triumphbogen und dann noch an den
Eifelturm. Es war super entspannt bei Sonnenschein, luftig in diesem Bus zu
sitzen, etwas Musik zu hören und ab und zu was über die Sehenswürdigkeiten
erzählt zu bekommen, so dass wir einfach
sitzen blieben und einige Stationen später, in eine anders farbige Buslinie
wechselten. Dieser fuhr an der Oper, dem Louvre, Pont Neuf und dem Pantheon
vorbei, dann wurde es auch schon wieder dunkel und wir wollten noch einen Blick
auf das Moulin Rouge werfen, denn dies ist ja auch eine Sehenswürdigkeit. Als
wir auf dem Weg dorthin, durch einen Park liefen, wurden wir gleich
angesprochen, ob wir Koks oder Hasch kaufen wollen würden, da wusste man dann gleich
in welchem Viertel man war, wobei es neben den zahlreichen Sexshops keine
Nutten auf der Straße gab.
Der nächste
Tag führte uns auf den Friedhof, Pere Lachaise, auf dem lauter bekannte
Persönlichkeiten liegen, am Eingang kauften wir einen Lageplan, da wir das Grab
von James Morrison und Chopin sehen, aber nicht Ewigkeiten suchen wollten. Das
Grab von Morrison war großräumig abgesperrt, wegen zu vieler Fans, das Grab von
Chopin war frisch mit Blumen geschmückt, außerdem sahen wir das Grab von Allan
Kardec, einem bedeutenden französischen Spiritist. Der Friedhof ist wirklich
schön angelegt, mit seinen vielen Bäumen und urigen Gräbern, danach stiegen wir
in die nächste Metro und fuhren an eine Station dieser „Steig ein und Steig aus“
Busse. Lange mussten wir nicht warten und konnten oben auf dem offenen Deck
Platz nehmen, diesmal fuhren wir durch das Bastille Bercy Viertel, entlang der
Seine, sahen den Gare de Lyon und den Gare D`Austerlitz, dann ging es durch das
Montparnasse Viertel in dem viele Künstler, Cafés und Theater zu sehen sind. Es
gab den Ost- und Nordbahnhof zu sehen, sowie viele schöne Häuser mit ihren
kleinen französischen Balkonen.
Später
stiegen wir am Eifelturm aus und wollten wie die tausend anderen auch hinauf,
doch diese Schlange hier, war noch länger und schlängelte sich über den
kompletten Platz, also 2 Stunden hätten wir bestimmt nur mit Warten verbracht,
nichts für uns Ungeduldige, so liefen wir am Fluss, etwas Stadtauswärts bis zu
einer der 4 Freiheitsstatuen. Im Anschluss fuhren wir noch mit unserem
Bootticket, eine halbe Stunde auf der Seine entlang. Damit ging leider auch unser
letzter Tag in dieser super schönen Stadt zu Ende.
Am nächsten
Morgen fuhren wir mit dem Taxi an den Charles de Gaulle Flughafen und hoben
gegen 12.30 Uhr ab Richtung Krakau, noch etwas die Verwandtschaft in Polen
besuchen.
Paris hat
uns sehr gut gefallen und wir werden auf jeden Fall nochmal wieder kommen,
evtl. schon nächsten Sommer, wenn es etwas wärmer ist.
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Brüssel – die Hauptstadt Europas
Der Flug war
mal wieder ziemlich ätzend und irgendwann denkt man, die Zeit geht ja überhaupt
nicht vorbei. Da wir diesen günstigen Flug erwischt hatten, allerdings ohne
jegliches Entertainment Programm buchten wir im Voraus für jeden von uns, ein
solches Paket dazu. Im Flieger verteilte die Stewardess dann diese Systeme an
die Leute, allerdings musste man einen Coupon dafür abgeben, so einen hatten
wir nicht, da wir das Ganze über das Telefon gebucht hatten und man da ja
schlecht einen bekommen kann. Als wir das dann der Dame mitteilten, sagte diese,
sie könne uns ein Tablett geben, das zweite erst, wenn die anderen verteilt
sind und eines übrig bleibt. Lukas wurde dann mal kurz etwas lauter und meinte
das könne ja jetzt nicht sein, denn wir hatten ja für beide bezahlt, kurz
danach hatten wir beide ein Tablett in der Hand und konnten ein paar Filme
anschauen.
Etwas eher
als ursprünglich geplant und berechnet, landete die Maschine trotz der ganzen
Verzögerungen sicher und ohne Zwischenfälle in Brüssel. Da es 20 Uhr abends war
und wir einen langen Tag hinter uns hatten, beschlossen wir uns die Arbeit zu
sparen nach einem Bus ans Hotel zu suchen und liefen gleich zum Taxistand. Als
die Tür vom Flughafen sich öffnete, atmeten wir seit Monaten, zum ersten Mal wieder
diese kalte, aber dennoch frische Luft ein. Es war wirklich ganz schön kühl,
zumindest empfanden wir das so, es waren aber immerhin noch 18 Grad und regnete
nicht.
Wir stiegen
in ein Taxi und der Marokkanische Fahrer sprach perfekt Englisch und erzählte
uns während der Fahrt einiges über Brüssel und die Gebäude an denen wir vorbei
fuhren. Es war total ungewohnt in einem Mercedes Taxi zu sitzen, nicht in einem
total runtergehurten, kleinen Toyota oder ähnlichem, was etwas erschreckend
war, die Taximeter Uhr, sie schnellte nur so in die Höhe, wenn man einmal kurz
blinzelte waren schon wieder 10 Cent mehr auf der Uhr. Nach 30 Minuten
erreichten wir das Hotel, die Lage war premium, sehr zentral zur Innenstadt und
nicht weit zur Metrostation.
Im Hotel
wurden wir von einem Mann empfangen, auch er sprach gutes Englisch und gab uns
den Schlüssel für unser Zimmer. Da dieses im 6. Stock lag, waren wir dankbar
für den kleinen, aber zuverlässigen Aufzug, wir quetschten uns hinein, konnten
uns kaum drehen aber erreichten den 6 Stock. Es wurde schnell klar, dass dieses
Hotel die besten Zeiten schon lange hinter sich hatte, aber es wäre ja nur für
2 Nächte.
Das Zimmer
sehr spartanisch und alt eingerichtet aber sauber, leider wohnte hier vor uns
wohl jemand, der gerne im Zimmer mal eine gepafft hatte und so roch alles nach
kaltem Rauch, nicht so angenehm. Wir wollten das Zimmer tauschen, doch der
Vermieter meinte, sind alles Nichtraucherzimmer und das es ihm leid tut, aber
wir in diesem Zimmer bleiben müssen, wir kippten die Fenster und liefen noch
etwas durch die Straßen.
In der Nacht
war uns so kalt, dass wir beide öfter wach wurden und richtig froren, wir zogen
dann noch einen Pulli und Socken an und konnten so wieder einschlafen. Wir
wachten ziemlich früh, gegen 8 Uhr auf und dachten uns, wenn wir schon so früh
wach sind, dann können wir auch zum Frühstück hier gehen. Dieses fand in einem
kleinen Raum hinter der Rezeption statt, es gab ein kleines Büfett und viele
afrikanische Gäste, die dieses Hotel wohl gerne buchen.
Gut gestärkt
ging es dann bei strahlendem Sonnenschein raus um etwas die Stadt zu erkunden.
Wir sahen viele alte, aber sehr schöne renovierte Gebäude. Wir liefen an der
Oper, verschiedenen Kathedralen, dem Palast der Nation und dem Königlichen
Palast vorbei in viele Parkanlagen wie den Park de Bruxelles oder den
Jubelpark. Wir sahen das Europäische Parlamentsgebäude, das Museum für
Kriegsgeschichte, den Hallepoort Turm und den Grote Mart (Markplatz).
Irgendwann mussten wir mal auf Toilette, das gestaltete sich dann etwas
schwerer als gedacht, da es in Brüssel kaum öffentliche Toiletten gibt, die
Restaurants diese nur ihren Gästen zur Verfügung stellen und die Dixi Klos in
der Seitenstraße waren dann auch nicht so einladend. Wir fanden eine Toilette
in einem Parkhaus, doch Zugang da rein nur mit irgendeiner Karte, wir fragten
das Wachpersonal nach einer Toilette und der eine meinte dann, geht hier raus
auf die Straße, auf der anderen Seite ist der Justizpalast da gibt es welche.
Wir liefen also in dieses Gebäude rein und es war gigantisch, wir immer noch auf der Suche nach
den Toiletten. Da weder in Französisch, Holländisch oder Englisch davon was zu
lesen war, fragten wir dann einfach einen Polizisten der mit geladener
Maschinenpistole hinter einer Absperrung vor einem Gerichtssaal stand. Er und
seine Kollegen erklärten uns dann den Weg und wir fanden endlich eine Toilette.
Danach ging
es raus direkt auf den Place Poelart von diesem hatten wir einen guten Blick über
die Stadt und sahen sogar das bekannte Atom Modell in der Ferne. Wir liefen
noch etwas durch die Fußgängerzone und shoppten, im Anschluss daran aßen wir
bei einem Türkenimbiss einen Döner, das war seit fast einem Jahr auch mal
wieder sehr lecker.
Am nächsten
Morgen ging es wieder in die Metroschächte hinunter und wir fuhren an den
Südbahnhof. Dort stiegen wir in den Thalys ein und dieser sollte uns in nur
einer Stunde und 20 Minuten direkt nach Paris an den Nordbahnhof fahren.
Mittwoch, 3. Oktober 2012
Ein letztes Mal Thailand
An der
Grenze wurden wir von dem Beamten mit einem „guten Morgen“ begrüßt, dann wieder
einen Stempel mehr im Pass und erst mal auf die Suche nach einer Bank gemacht.
Wir fanden auf die Schnelle keine und mussten ja auch irgendwann wieder zurück
zu unserem Bus, so liefen wir schnell bei der Touri Polizei rein und fragten
nach einer Bank. Sie meinten heute sind alle geschlossen, da Sonntag, also
eigentlich keine Chance unsere restlichen Kip zu tauschen, doch dann kamen wir
mit einem älteren Europäer ins Gespräch, der auch bei uns im Bus saß und auch
noch sein Geld tauschen wollte, aber leider genauso erfolglos war wie wir. Er
meinte allerdings, dass es im Grenzgebiet immer Typen mit Bauchtaschen gibt,
welche einem dann auch tauschen können, diese fanden wir nicht, so sprachen wir
einfach mal ein paar Typen an. Einer meinte dann, folgt mir mal, wir liefen an
einen Essenstand, an dem eine ältere Frau kochte, er sagte irgendwas zu ihr und
sie fragte uns wie viel wir tauschen wollen würden? Wir kramten alle Kip
zusammen, bekamen einen miesen Kurs, aber hatten wenigstens keine überflüssigen
mehr einstecken, dann schnell zurück zum Bus. Die warteten schon alle nur auf
uns drei, dann konnte die Fahrt weitergehen.
Nach 2 Stunden
waren wir in Ubon Ratchathani am Busbahnhof angekommen, schnappten uns ein Taxi
und fuhren zu einem Hotel, welches wir uns anschauen wollten. Die Lage war
super, aber das Zimmer alt, muffig und dunkel, so ging es weiter zu einem alternativ
Hotel, das war super, neu, sauber und günstig, also wurde eingecheckt. Wir
liefen etwas durch die Stadt und waren abends auf einem Markt was futtern, später
liefen wir noch durch einen Park, indem unzählige Menschen Sport trieben,
Fußball spielten oder einen Tanzkurs besuchten.
Am nächsten
Tag ging es zum Flughafen in Ubon, die Stadt an sich ist nicht gerade klein,
aber der Flughafen war es. Da wir einige Zeit dort verbringen mussten, bis
unser Flug abging, bekam man das besonders zu spüren, als wir eintrafen war noch
etwas los. Wir aßen erst mal etwas, da wir noch nicht mal die Rucksäcke
aufgeben konnten und eine Stunde später schlossen sogar einige Geschäfte und
die Beleuchtung wurde gedimmt, auch der Check Inn war zwischenzeitlich komplett
geschlossen, sowie die Gepäckdurchleuchtung.
Irgendwann
machten sie dann wieder auf, wir checkten das Gepäck ein und warteten bis der
Security Check öffnete. Eine halbe Stunde später saßen wir im Flieger und ihr
dürft raten wohin? Ja mal wieder Bangkok, das ist einfach in Asien ein riesen
Drehkreuz, wir blieben nur eine Nacht und am nächsten Morgen ging es ans
Victory Monument. Von dort fahren alle paar Minuten irgendwelche Mini Vans in alle
möglichen Richtungen raus, wir wollten Richtung Südwesten nach Samut Songkhram.
In diesem
Ort gibt es eine Bahn, die ein paar Mal am Tag durchfährt und an den Schienen
befindet sich direkt ein Markt, wenn dann der Zug kommt werden die Markisen
weggeklappt, das Obst oder Gemüse was über die Schienen ragt, auf den Boden
verteilt und dann kann die Bahn kommen. Sobald der Zug durch ist, werden die
Markisen wieder ausgefahren, das Obst gestapelt und man kann wieder auf den
Schienen laufen und einkaufen. Der ein oder andere hat bestimmt schon so ein
Video gesehen, wir haben auch nochmal eines gemacht.
In dem Ort
verbrachten wir eine Nacht und am nächsten Morgen ging es mit dem Van wieder
direkt nach Bangkok ans Victory Monument. Von dort wollten wir mit einem
anderen Van runter ans Meer fahren, doch ein Mädchen sagte uns, dass von hier
keine in diese Richtung abfahren. Sie sagte dann einem Taxifahrer den Weg nicht
weit von hier, von wo welche abfahren sollten und wir fuhren da hin, kaum aus
dem Taxi raus kam ein Typ und meinte Koh Samed, jaja, hab ich kommt mit. Wir
folgten ihm und kauften 2 Tickets für einen Mini Van, Abfahrt in 60 Minuten,
das war perfekt, direkt um die Ecke war ein Einkaufscenter, dort aßen wir noch
gemütlich was und dann ging es zurück an den Stand von dem Typen.
Der Van
wartete schon und wir stiegen ein, waren die einzigen Europäer und hatten die
Rückbank komplett für uns. Nach ungefähr 3 Stunden Fahrzeit und einem kleinen
Stopp an einer super modernen Raststätte mit Apotheke, Restaurants und
Souvenirläden waren wir in Ban Phe, die letzte Ortschaft auf dem Festland,
angekommen. Wir liefen an einen Schalter kauften 2 Tickets für irgendein Boot,
liefen den Steg entlang und hatten echt Glück, da das Boot bereits ziemlich
voll war, fuhr es mit uns an Bord direkt ab.
Das Meer war
wellig, aber die Fahrt auf diesem Kutter dauerte nur ca. 40 Minuten und wir
kletterten über 2 andere, bereits ankernde Boote an Land. Dort nahmen wir ein
Sammeltaxi, zahlten den Eintritt in den Nationalpark und wurden an einer Anlage
abgesetzt, wir sagten zu dem Taxifahrer, dass dies aber nicht unser Hotel sei,
da meinte er, ihr müsst ein Stück durch die anderen Anlagen laufen, dann kommt
eures, aber weiter reinfahren kann ich euch nicht.
In unserem
Hotel angelangt, fragte die Frau ob wir reserviert hätten, wir sagten ja hatten
gestern eine E-Mail über die Hotelseite rausgeschickt, darauf sie, oh das ist
schlecht, diese Seite benutzt keiner, hättet ihr anrufen müssen. Woher sollten
wir das denn vorher wissen? Wir machten etwas Druck, denn eigentlich hatten wir
uns einen Bungalow mit direktem Meerblick reserviert, doch so einer war
natürlich nicht mehr frei. Wir bekamen dann für die erste Nacht ein anderes
Zimmer in der Anlage und am nächsten Tag gegen 13 Uhr konnten wir dann endlich
in das Meerblick Zimmer einziehen.
Wir wollten
hier einfach nochmal ein paar Tage relaxen, entspannen und etwas faul in der
Sonne liegen.
Ein kleines
Highlight war für uns jeden Morgen das Frühstück, denn es gab ein Büfett mit
Brot, Salat, Obst, Wurst, Eiern nach Wunsch zubereitet und asiatisches Essen
und das Ganze nahm man dann mit direktem Blick aufs Meer ein.
Wir liefen
ein paar Mal am Strand entlang, wo man zu wirklich schönen kleinen Buchten
gelangte, einen anderen Tag mieteten wir ein Kanu und fuhren an der Küste
entlang, das war ganz schön anstrengend und am nächsten Tag spürten wir dies
gewaltig in den Armen.
Mit dem
Wetter hatten wir Glück, es gewitterte häufig nachts und am nächsten Morgen kam
dann meistens wieder die Sonne raus, die Tage vergingen mal wieder viel zu
schnell und die Abreise rückte näher.
Wir nahmen
ein Taxi zurück an den Pier, hatten auch hier wieder einen guten Zeitpunkt
erwischt und konnten noch auf ein Boot drauf, welches eine Minute später dann
Richtung Festland fuhr. Dort am Pier suchten wir jemanden der Transporte anbot,
es war schnell jemand gefunden und nach einigem hin und her, kauften wir dort
zwei Tickets zurück nach Bangkok.
Nach 3
Stunden erreichten wir die quirlige Hauptstadt, in dieser musste es die letzten
Stunden oder Tage heftig geregnet haben, denn teilweise standen ganze Teile der
Straßen unter Wasser und einige Leute liefen mit Gummistiefeln durch die Stadt.
Diesmal
hatten wir uns ein Hotel, etwas mehr im Touri Zentrum gebucht, als wir es
gefunden hatten und ein quecken wollten, hätte man meinen können dort gibt es was
umsonst. Ein riesen Andrang, das änderte sich auch die nächsten Tage nicht, jedes
Mal wenn wir an der Rezeption vorbei liefen, herrschte dort reger Betrieb. Das
Hotel war in Ordnung und hatte sogar auf beiden Gebäudeteilen einen Pool auf
dem Dach, diese nutzten wir leider gar nicht, da sie bereits um 18 Uhr schon
geschlossen wurden.
Da waren
jetzt unsere letzten Tage in Thailand gekommen, wir waren nochmal etwas einkaufen
im MBK Center, spazierten durch die Stadt, sahen uns das bunte Treiben in
unserem Backpacker Viertel an und hatten auch noch ein paar Termine bei einem
Schneider wahrzunehmen, also Lukas, ich weniger:-).
Dann kam der
letzte Abend, wir misteten unsere Rucksäcke komplett aus, die abgetragenen,
kurzen Sachen wanderten hier in den Mülleimer, die Putzfrau hat sich bestimmt
tierisch über einige neue Stücke gefreut. Die paar dickeren Klamotten, die ganz
unten im Rucksack schlummerten kamen nach oben und irgendwie mussten ja auch
die neuen Einkäufe verstaut werden, doch es passte alles super rein, aber der
Bereich um den Mülleimer herum sah wirklich heiß aus.
Die letzte
Nacht war ziemlich kurz und am Morgen hieß es früh raus, ins Taxi und an den
Flughafen, diesmal leider nicht an den „ Billigflughafen“ und schön eine
Kurzstrecke mit einer oder zwei Stunden hinter sich bringen, nein, diesmal war
es wirklich die letzte Fahrt in Bangkok.
Wir checkten
die Rucksäcke ein und waren gespannt auf das Gewicht, aber alles im grünen
Bereich, dann Passkontrolle, noch etwas shoppen und die letzten Baht unter die
Leute bringen.
Eigentlich
wäre dann um 10.40 Boarding gewesen, es war dann eine gute halbe Stunde, warum?
Die Antwort vom Bodenpersonal, die Maschine kam verspätet aus Phuket, na toll
das würde sich ja jetzt dann auf den ganzen Tag ziehen, aber was solls. Wir stiegen
dann in den Flieger, der die besten Zeiten auch schon hinter sich hatte, aber
so ist das, wenn man nicht mit Thai oder ähnlichem fliegt, sondern mit
Jetairfly, einem Urlaubsflieger.
Das Gute war
die Bestuhlung, es gab am Fenster nur 2 Sitze und in der Mitte der Maschine
eine dreier Reihe, wir hatten natürlich vorher schon unsere 2 Sitze am Fenster
reserviert. Immer mehr Leute stiegen ein und es wurde voller und voller,
eigentlich saßen dann alle angeschnallt da und warteten das es los ging, denn
die ursprüngliche Abflugzeit von 11.20 Uhr hatten wir ja schon lange
überschritten. Wir saßen und warteten und nichts passierte, bis auf einmal der
Pilot, ein Stewart und 2 Sicherheitsbeamte vom Flughafen, zielstrebig in unseren
Teil der Maschine schritten. Alle Augen blickten sie erwartungsvoll an, dann 3
Reihen vor uns wurden 4 Typen angesprochen, die aussahen wie wenn sie aus
Atzenhausen persönlich wären, leider auf Französisch, so dass wir nicht viel
verstehen konnten. Die Worte wurden dann auch lauter und der Kapitän immer
bestimmender und was wir verstanden war: Das ist nicht mein Problem, sondern
eures, raus hier!
Nach
längeren Diskussionen verließen dann die 4 mit den Sicherheitsbeamten den
Flieger, kurz darauf wackelte das Flugzeug und man merkte, dass jemand im
Gepäckraum war, die würden also wohl nicht mitfliegen! Da wir natürlich wissen
wollten was abging, fragten wir mal bei dem Pärchen vor uns nach, der Mann
erzählte dann, dass die 4 wohl gerne im Flieger etwas lauter werden und schon
auf dem Hinflug Sachen demoliert hätten, Flugzeug Hooligans.
Ohne diese
Typen konnten wir dann endlich um 12.30 auf die Rollbahn raus und hoben kurze
Zeit später ab Richtung Brüssel.
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