Mittwoch, 17. Oktober 2012

Alles hat ein Ende



Die 2 Stunden Flug gingen sehr schnell um und man fragt sich wirklich, warum man sich manchmal bis zu 10 Stunden im Auto rüber nach Polen gequält hat. Da ein Teil der Familie in der Nähe von Krakau wohnt und der andere Teil mehr oben in der Nähe von Bromberg entschieden wir uns, für einen kleinen Abstecher ans Meer, zwischen den Familienbesuchen.

Wir bekamen ein Auto und die Straßen führten uns quer durch Polen, bis hoch an die Ostsee nach Sopot. Auf dem Weg dorthin fuhren wir über eine Autobahn, die man zwar bezahlen musste, dass auch nicht billig, aber man hatte dadurch fast die ganze Strecke für sich alleine und eine 1 A Straße. 

Gegen Nachmittag erreichten wir den beliebten Ferienort, checkten in unser Hotel ein und gingen als erstes natürlich ans Meer. Dieses lag nur 100 Meter von unserem Hotel entfernt, es war sehr schön, diese Meeres Luft zu atmen, die Möwen kreischen zu hören und einfach  nur das Meer zu sehen. Die Sonne schien und wir spazierten über einen ewig langen Holzsteg über die Ostsee, da so viel frische Luft bekanntlich hungrig macht, wollten wir uns ein leckeres Fischbrötchen auf die Hand kaufen, so wie es in Deutschland am Meer in jeder Ecke möglich ist. Doch hier ist kein Deutschland und so fanden wir nirgends einen Stand mit Fischbrötchen, wir kauften uns dann eine warme Waffel mit Nutella und Sahne, war auch lecker und ist hier wohl eine Spezialität. 

Danach ging es noch ein bisschen in der Stadt spazieren, da es abends echt frisch wurde und wir auch etwas kaputt waren, ging es dann nur noch ins Hotel zurück.

Am nächsten Morgen gab es ein super leckeres, reichhaltiges Frühstücksbüfett, danach ging es nochmal kurz an den Strand. Diesmal sahen wir sogar einige bunte Fischerboote am Strand liegen und dadurch tummelten sich unzählige Möwen am Strand und im Meer. 

Später fuhren wir eine halbe Stunde weiter bis nach Danzig, dieses Städtchen lag auf dem Weg, so parkten wir und schauten uns im Schnelldurchlauf die schöne Altstadt und den Fluss an.  

Dann ging es wieder etwas ins Landesinnere zur Familie nach Bydgoszcz. Auch dort verbrachten wir ein paar Tage, dann neigte sich auch unsere Polenreise langsam dem Ende zu. Wir fuhren wieder nach Zabrze, zu der anderen Familie, da unser Flug von Krakau nach Warschau ging. 

In Warschau hatten wir einige Stunden Aufenthalt und es war geplant in die Stadt reinzufahren, allerdings ließ das Wetter ziemlich zu wünschen übrig und so saßen wir die Zeit einfach am Flughafen ab. Ein letztes Mal in den Flieger, mit dem Ziel Frankfurt. 

Wie oben geschrieben, alles hat irgendwann mal ein Ende und dieses ist unseres. Wir haben unser Jahr Auszeit sehr genossen, viele neue Erfahrungen sammeln können, auch wenn Sie nicht immer schön waren, aber das gehört ja auch dazu. Wir würden es sofort wieder machen, doch jetzt müssen wir erst mal wieder etwas in den „normalen“ Arbeitsalltag zurückkehren und uns irgendwo eine neue Bleibe suchen, diesmal nicht auf 4 Rädern und wenn möglich etwas größer und komfortabler als unser Van und unsere ständig wechselnden Hotels. Wir werden sehen wohin uns der Wind diesmal treibt…….

Wir bedanken uns bei allen unseren fleißigen und treuen Lesern, macht’s gut.

In den nächsten Tagen wird es hier noch ein Abschlussvideo zu sehen geben, in dem nochmal die schönsten oder prägendsten Augenblicke zu sehen sind, viel Spaß.

Sonntag, 14. Oktober 2012

Frankreich, Frankreich



Der Zug legte die Strecke nach Paris zügig zurück und umso näher wir der Stadt kamen, umso besser wurde das Wetter. Bei strahlendem Sonnenschein stiegen wir am Nordbahnhof aus und suchten eine Metro oder eine Straßenbahn an unser Hotel. Wir mussten durch den kompletten Bahnhof laufen, dort fuhr dann die Metro ab, die wir brauchten. Nach 25 Minuten Fahrt erreichten wir unsere Station und hatten gerade Mal noch 3 Minuten zu dem Hotel zu laufen.

Es war ein kleines Hotel, mit einem noch kleineren Zimmer und Badezimmer, aber es war sauber und modern eingerichtet, wir waren zufrieden, außerdem lag es im 5. Stock und so hatten wir einen schönen Blick über einige Dächer von Paris. Da es gerade mal 14 Uhr war, entschieden wir uns, einfach hier bei uns im Viertel etwas spazieren zu gehen. Wir kamen nach einiger Zeit in einen riesen Park, dort machten wir ein paar Bilder, schauten uns etwas um und genossen die wärmenden Sonnenstrahlen. Mittlerweile waren wir so weit vom Hotel entfernt, sogar bis an die Seine gelaufen, dass wir die nächste Metro Station suchten. Das ist in Paris ziemlich einfach, da alle 500 Meter so eine in die Untergründe führt. Wir kauften zwei Tickets und liefen bestimmt 10 Minuten durch die ewig langen Schächte, bis wir an der richtigen Haltestelle waren, rein in die volle Metro und erst mal wieder zurück aufs Zimmer.

Am nächsten Morgen hatten wir leider nicht so schönes Wetter und gingen erst etwas später los und fuhren mit der Metro fast bis an den Notre Dame, dort war eine ewig lange Warteschlange, darauf hatten wir natürlich keine Lust, zudem es auch wieder etwas anfing zu regnen und die Sicht von oben dann sowieso nicht so dolle wäre. Wir liefen weiter am Fluss entlang, vorbei am berühmten Hotel de Ville, unterwegs kauften wir uns noch ein lecker belegtes Baguette und als Nachtisch gab es noch einen originalen Crêpe mit Nutella. Wir saßen dann vor dem Louvre an einem Brunnen und überlegten uns, ob wir die 11 Euro Eintritt zahlen sollten, nur um die Mona Lisa zu sehen, sind ja jetzt nicht so die Kunstkenner und deswegen entschieden wir uns dagegen. Ein Mann nahm neben uns Platz und hatte einen Starbucks Café in der Hand, diesem waren wir auch nicht abgeneigt, konnten aber in der Nähe kein großen grünen Kopf sehen, so fragten wir den Mann, wo er denn den Kaffee gekauft hatte. Er meinte unten im Louvre ist eine Filiale, ihr müsst nur da vorne reinlaufen und hinunter gehen, wir reihten uns also in die Schlange ohne Eintrittskarte ein. Wir standen da eine Minute, dann sprach mich eine Frau an, meinte Entschuldigen Sie und drückte mir zwei Scheine in die Hand. Zuerst wusste ich gar nicht was los ist, dann sah ich mir diese Scheine genauer an und es waren zwei Eintrittskarten in den Louvre für heute, also raus aus der Schlange und schön in die Reihe mit Karte gegangen, da konnten wir direkt durchlaufen. Nach einem kurzen Security Check ging es mit der Rolltreppe in den Keller, jetzt waren wir schon umsonst drin, da wollten wir dann doch zur Mona Lisa. Im Louvre war einiges los, lag evtl. auch an dem schlechten Wetter, viele der Bilder waren echt schräg z.B. sahen wir eines mit einer Frau die völlig nackt gemalt wurde, eine Schlange in der Hand hält und diese beißt ihr in den Nippel, danach kamen wir zur Mona Lisa. Dieser Raum war noch voller als die anderen und ganz hinten, wo eine riesen Menschentraube stand sah man die ML, wir hatten uns das Bild irgendwie größer vorgestellt, aber wir haben es gesehen. Dann ging es noch etwas weiter durch das Museum bis wir zum Starbucks kamen, holten uns dort einen Kaffee und dann gings raus. Es schüttete ordentlich, wir gingen nochmal an den Eingang vom Louvre, aus dem gerade ein deutsches Pärchen kam und da es dort eigentlich keinen Ausgang gibt, fragten wir sie, ob sie rein wollen? Klar meinte der Mann, ihr nicht? Wir sagten ihm dann, dass wir schon drin waren, sie aber mit unseren Tickets nochmal reingehen könnten. Er schaute uns etwas blöd an, bis er verstand was wir meinten, wir drückten ihm dann einfach die Tickets in die Hand und liefen in den riesen Park, gegenüber vom Louvre. 

Von dort sah ich zum ersten Mal kurz den Eifelturm aus der Ferne in die Luft ragen, dann ging es runter in die Metroschächte. An der Musik Akademie vorbei, von wo wir direkt in das bekannte La Fayette Kaufhaus liefen, preislich jetzt nicht so unseres, aber sehr schön anzusehen, wir schauten aus dem 6. Stock aus den Fenstern und sahen dass die Kirche Sacre Coeur nicht mehr weit wäre. Da der Regen nachgelassen hatte, liefen wir durch das Montmatre Viertel, mit seinen vielen Künstlern, bis an die Kirche hoch, von dort hatten wir einen guten Blick über einen Teil der Stadt, mit einer kleinen Seilbahn ging es danach wieder runter in die Stadt und mit der Metro zurück ins Hotel.

Für den nächsten Tag hatten wir uns entschieden, dass die Stadt zum Laufen einfach zu riesig ist und in der Metro sieht man leider nicht viel, so kam uns die Idee mit einem dieser Touri Busse durch die Stadt zu fahren. Wir liefen zum Nordbahnhof und stiegen von dort in einen dieser Busse ein, kauften uns zwei Tickets, für zwei Tage, eine Bootsfahrt war auch noch dabei und Kopfhörer. Wir stiegen hoch auf das offene Deck, setzten uns, stöpselten die Kopfhörer ein und los ging die Fahrt, es war frisch, aber die Sonne schien.
Wir genossen die Fahrt, vorbei an schicken, modernen Bürogebäuden, alten Häusern, Kirchen, an dem Platz de la Concorde, der völlig im üblichen Pariser Verkehrschaos verschwand, über die Champs Elysees an den Triumphbogen und dann noch an den Eifelturm. Es war super entspannt bei Sonnenschein, luftig in diesem Bus zu sitzen, etwas Musik zu hören und ab und zu was über die Sehenswürdigkeiten erzählt zu bekommen, so  dass wir einfach sitzen blieben und einige Stationen später, in eine anders farbige Buslinie wechselten. Dieser fuhr an der Oper, dem Louvre, Pont Neuf und dem Pantheon vorbei, dann wurde es auch schon wieder dunkel und wir wollten noch einen Blick auf das Moulin Rouge werfen, denn dies ist ja auch eine Sehenswürdigkeit. Als wir auf dem Weg dorthin, durch einen Park liefen, wurden wir gleich angesprochen, ob wir Koks oder Hasch kaufen wollen würden, da wusste man dann gleich in welchem Viertel man war, wobei es neben den zahlreichen Sexshops keine Nutten auf der Straße gab. 

Der nächste Tag führte uns auf den Friedhof, Pere Lachaise, auf dem lauter bekannte Persönlichkeiten liegen, am Eingang kauften wir einen Lageplan, da wir das Grab von James Morrison und Chopin sehen, aber nicht Ewigkeiten suchen wollten. Das Grab von Morrison war großräumig abgesperrt, wegen zu vieler Fans, das Grab von Chopin war frisch mit Blumen geschmückt, außerdem sahen wir das Grab von Allan Kardec, einem bedeutenden französischen Spiritist. Der Friedhof ist wirklich schön angelegt, mit seinen vielen Bäumen und urigen Gräbern, danach stiegen wir in die nächste Metro und fuhren an eine Station dieser „Steig ein und Steig aus“ Busse. Lange mussten wir nicht warten und konnten oben auf dem offenen Deck Platz nehmen, diesmal fuhren wir durch das Bastille Bercy Viertel, entlang der Seine, sahen den Gare de Lyon und den Gare D`Austerlitz, dann ging es durch das Montparnasse Viertel in dem viele Künstler, Cafés und Theater zu sehen sind. Es gab den Ost- und Nordbahnhof zu sehen, sowie viele schöne Häuser mit ihren kleinen französischen Balkonen. 

Später stiegen wir am Eifelturm aus und wollten wie die tausend anderen auch hinauf, doch diese Schlange hier, war noch länger und schlängelte sich über den kompletten Platz, also 2 Stunden hätten wir bestimmt nur mit Warten verbracht, nichts für uns Ungeduldige, so liefen wir am Fluss, etwas Stadtauswärts bis zu einer der 4 Freiheitsstatuen. Im Anschluss fuhren wir noch mit unserem Bootticket, eine halbe Stunde auf der Seine entlang. Damit ging leider auch unser letzter Tag in dieser super schönen Stadt zu Ende.
Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Taxi an den Charles de Gaulle Flughafen und hoben gegen 12.30 Uhr ab Richtung Krakau, noch etwas die Verwandtschaft in Polen besuchen.

Paris hat uns sehr gut gefallen und wir werden auf jeden Fall nochmal wieder kommen, evtl. schon nächsten Sommer, wenn es etwas wärmer ist.

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Brüssel – die Hauptstadt Europas



Der Flug war mal wieder ziemlich ätzend und irgendwann denkt man, die Zeit geht ja überhaupt nicht vorbei. Da wir diesen günstigen Flug erwischt hatten, allerdings ohne jegliches Entertainment Programm buchten wir im Voraus für jeden von uns, ein solches Paket dazu. Im Flieger verteilte die Stewardess dann diese Systeme an die Leute, allerdings musste man einen Coupon dafür abgeben, so einen hatten wir nicht, da wir das Ganze über das Telefon gebucht hatten und man da ja schlecht einen bekommen kann. Als wir das dann der Dame mitteilten, sagte diese, sie könne uns ein Tablett geben, das zweite erst, wenn die anderen verteilt sind und eines übrig bleibt. Lukas wurde dann mal kurz etwas lauter und meinte das könne ja jetzt nicht sein, denn wir hatten ja für beide bezahlt, kurz danach hatten wir beide ein Tablett in der Hand und konnten ein paar Filme anschauen.

Etwas eher als ursprünglich geplant und berechnet, landete die Maschine trotz der ganzen Verzögerungen sicher und ohne Zwischenfälle in Brüssel. Da es 20 Uhr abends war und wir einen langen Tag hinter uns hatten, beschlossen wir uns die Arbeit zu sparen nach einem Bus ans Hotel zu suchen und liefen gleich zum Taxistand. Als die Tür vom Flughafen sich öffnete, atmeten wir seit Monaten, zum ersten Mal wieder diese kalte, aber dennoch frische Luft ein. Es war wirklich ganz schön kühl, zumindest empfanden wir das so, es waren aber immerhin noch 18 Grad und regnete nicht. 

Wir stiegen in ein Taxi und der Marokkanische Fahrer sprach perfekt Englisch und erzählte uns während der Fahrt einiges über Brüssel und die Gebäude an denen wir vorbei fuhren. Es war total ungewohnt in einem Mercedes Taxi zu sitzen, nicht in einem total runtergehurten, kleinen Toyota oder ähnlichem, was etwas erschreckend war, die Taximeter Uhr, sie schnellte nur so in die Höhe, wenn man einmal kurz blinzelte waren schon wieder 10 Cent mehr auf der Uhr. Nach 30 Minuten erreichten wir das Hotel, die Lage war premium, sehr zentral zur Innenstadt und nicht weit zur Metrostation. 

Im Hotel wurden wir von einem Mann empfangen, auch er sprach gutes Englisch und gab uns den Schlüssel für unser Zimmer. Da dieses im 6. Stock lag, waren wir dankbar für den kleinen, aber zuverlässigen Aufzug, wir quetschten uns hinein, konnten uns kaum drehen aber erreichten den 6 Stock. Es wurde schnell klar, dass dieses Hotel die besten Zeiten schon lange hinter sich hatte, aber es wäre ja nur für 2 Nächte. 

Das Zimmer sehr spartanisch und alt eingerichtet aber sauber, leider wohnte hier vor uns wohl jemand, der gerne im Zimmer mal eine gepafft hatte und so roch alles nach kaltem Rauch, nicht so angenehm. Wir wollten das Zimmer tauschen, doch der Vermieter meinte, sind alles Nichtraucherzimmer und das es ihm leid tut, aber wir in diesem Zimmer bleiben müssen, wir kippten die Fenster und liefen noch etwas durch die Straßen.
In der Nacht war uns so kalt, dass wir beide öfter wach wurden und richtig froren, wir zogen dann noch einen Pulli und Socken an und konnten so wieder einschlafen. Wir wachten ziemlich früh, gegen 8 Uhr auf und dachten uns, wenn wir schon so früh wach sind, dann können wir auch zum Frühstück hier gehen. Dieses fand in einem kleinen Raum hinter der Rezeption statt, es gab ein kleines Büfett und viele afrikanische Gäste, die dieses Hotel wohl gerne buchen.

Gut gestärkt ging es dann bei strahlendem Sonnenschein raus um etwas die Stadt zu erkunden. Wir sahen viele alte, aber sehr schöne renovierte Gebäude. Wir liefen an der Oper, verschiedenen Kathedralen, dem Palast der Nation und dem Königlichen Palast vorbei in viele Parkanlagen wie den Park de Bruxelles oder den Jubelpark. Wir sahen das Europäische Parlamentsgebäude, das Museum für Kriegsgeschichte, den Hallepoort Turm und den Grote Mart (Markplatz). Irgendwann mussten wir mal auf Toilette, das gestaltete sich dann etwas schwerer als gedacht, da es in Brüssel kaum öffentliche Toiletten gibt, die Restaurants diese nur ihren Gästen zur Verfügung stellen und die Dixi Klos in der Seitenstraße waren dann auch nicht so einladend. Wir fanden eine Toilette in einem Parkhaus, doch Zugang da rein nur mit irgendeiner Karte, wir fragten das Wachpersonal nach einer Toilette und der eine meinte dann, geht hier raus auf die Straße, auf der anderen Seite ist der Justizpalast da gibt es welche. Wir liefen also in dieses Gebäude rein und es war  gigantisch, wir immer noch auf der Suche nach den Toiletten. Da weder in Französisch, Holländisch oder Englisch davon was zu lesen war, fragten wir dann einfach einen Polizisten der mit geladener Maschinenpistole hinter einer Absperrung vor einem Gerichtssaal stand. Er und seine Kollegen erklärten uns dann den Weg und wir fanden endlich eine Toilette. 

Danach ging es raus direkt auf den Place Poelart von diesem hatten wir einen guten Blick über die Stadt und sahen sogar das bekannte Atom Modell in der Ferne. Wir liefen noch etwas durch die Fußgängerzone und shoppten, im Anschluss daran aßen wir bei einem Türkenimbiss einen Döner, das war seit fast einem Jahr auch mal wieder sehr lecker. 

Am nächsten Morgen ging es wieder in die Metroschächte hinunter und wir fuhren an den Südbahnhof. Dort stiegen wir in den Thalys ein und dieser sollte uns in nur einer Stunde und 20 Minuten direkt nach Paris an den Nordbahnhof fahren.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Ein letztes Mal Thailand



An der Grenze wurden wir von dem Beamten mit einem „guten Morgen“ begrüßt, dann wieder einen Stempel mehr im Pass und erst mal auf die Suche nach einer Bank gemacht. Wir fanden auf die Schnelle keine und mussten ja auch irgendwann wieder zurück zu unserem Bus, so liefen wir schnell bei der Touri Polizei rein und fragten nach einer Bank. Sie meinten heute sind alle geschlossen, da Sonntag, also eigentlich keine Chance unsere restlichen Kip zu tauschen, doch dann kamen wir mit einem älteren Europäer ins Gespräch, der auch bei uns im Bus saß und auch noch sein Geld tauschen wollte, aber leider genauso erfolglos war wie wir. Er meinte allerdings, dass es im Grenzgebiet immer Typen mit Bauchtaschen gibt, welche einem dann auch tauschen können, diese fanden wir nicht, so sprachen wir einfach mal ein paar Typen an. Einer meinte dann, folgt mir mal, wir liefen an einen Essenstand, an dem eine ältere Frau kochte, er sagte irgendwas zu ihr und sie fragte uns wie viel wir tauschen wollen würden? Wir kramten alle Kip zusammen, bekamen einen miesen Kurs, aber hatten wenigstens keine überflüssigen mehr einstecken, dann schnell zurück zum Bus. Die warteten schon alle nur auf uns drei, dann konnte die Fahrt weitergehen. 

Nach 2 Stunden waren wir in Ubon Ratchathani am Busbahnhof angekommen, schnappten uns ein Taxi und fuhren zu einem Hotel, welches wir uns anschauen wollten. Die Lage war super, aber das Zimmer alt, muffig und dunkel, so ging es weiter zu einem alternativ Hotel, das war super, neu, sauber und günstig, also wurde eingecheckt. Wir liefen etwas durch die Stadt und waren abends auf einem Markt was futtern, später liefen wir noch durch einen Park, indem unzählige Menschen Sport trieben, Fußball spielten oder einen Tanzkurs besuchten. 

Am nächsten Tag ging es zum Flughafen in Ubon, die Stadt an sich ist nicht gerade klein, aber der Flughafen war es. Da wir einige Zeit dort verbringen mussten, bis unser Flug abging, bekam man das besonders zu spüren, als wir eintrafen war noch etwas los. Wir aßen erst mal etwas, da wir noch nicht mal die Rucksäcke aufgeben konnten und eine Stunde später schlossen sogar einige Geschäfte und die Beleuchtung wurde gedimmt, auch der Check Inn war zwischenzeitlich komplett geschlossen, sowie die Gepäckdurchleuchtung.
Irgendwann machten sie dann wieder auf, wir checkten das Gepäck ein und warteten bis der Security Check öffnete. Eine halbe Stunde später saßen wir im Flieger und ihr dürft raten wohin? Ja mal wieder Bangkok, das ist einfach in Asien ein riesen Drehkreuz, wir blieben nur eine Nacht und am nächsten Morgen ging es ans Victory Monument. Von dort fahren alle paar Minuten irgendwelche Mini Vans in alle möglichen Richtungen raus, wir wollten Richtung Südwesten nach Samut Songkhram. 

In diesem Ort gibt es eine Bahn, die ein paar Mal am Tag durchfährt und an den Schienen befindet sich direkt ein Markt, wenn dann der Zug kommt werden die Markisen weggeklappt, das Obst oder Gemüse was über die Schienen ragt, auf den Boden verteilt und dann kann die Bahn kommen. Sobald der Zug durch ist, werden die Markisen wieder ausgefahren, das Obst gestapelt und man kann wieder auf den Schienen laufen und einkaufen. Der ein oder andere hat bestimmt schon so ein Video gesehen, wir haben auch nochmal eines gemacht.

In dem Ort verbrachten wir eine Nacht und am nächsten Morgen ging es mit dem Van wieder direkt nach Bangkok ans Victory Monument. Von dort wollten wir mit einem anderen Van runter ans Meer fahren, doch ein Mädchen sagte uns, dass von hier keine in diese Richtung abfahren. Sie sagte dann einem Taxifahrer den Weg nicht weit von hier, von wo welche abfahren sollten und wir fuhren da hin, kaum aus dem Taxi raus kam ein Typ und meinte Koh Samed, jaja, hab ich kommt mit. Wir folgten ihm und kauften 2 Tickets für einen Mini Van, Abfahrt in 60 Minuten, das war perfekt, direkt um die Ecke war ein Einkaufscenter, dort aßen wir noch gemütlich was und dann ging es zurück an den Stand von dem Typen.

Der Van wartete schon und wir stiegen ein, waren die einzigen Europäer und hatten die Rückbank komplett für uns. Nach ungefähr 3 Stunden Fahrzeit und einem kleinen Stopp an einer super modernen Raststätte mit Apotheke, Restaurants und Souvenirläden waren wir in Ban Phe, die letzte Ortschaft auf dem Festland, angekommen. Wir liefen an einen Schalter kauften 2 Tickets für irgendein Boot, liefen den Steg entlang und hatten echt Glück, da das Boot bereits ziemlich voll war, fuhr es mit uns an Bord direkt ab.
Das Meer war wellig, aber die Fahrt auf diesem Kutter dauerte nur ca. 40 Minuten und wir kletterten über 2 andere, bereits ankernde Boote an Land. Dort nahmen wir ein Sammeltaxi, zahlten den Eintritt in den Nationalpark und wurden an einer Anlage abgesetzt, wir sagten zu dem Taxifahrer, dass dies aber nicht unser Hotel sei, da meinte er, ihr müsst ein Stück durch die anderen Anlagen laufen, dann kommt eures, aber weiter reinfahren kann ich euch nicht.

In unserem Hotel angelangt, fragte die Frau ob wir reserviert hätten, wir sagten ja hatten gestern eine E-Mail über die Hotelseite rausgeschickt, darauf sie, oh das ist schlecht, diese Seite benutzt keiner, hättet ihr anrufen müssen. Woher sollten wir das denn vorher wissen? Wir machten etwas Druck, denn eigentlich hatten wir uns einen Bungalow mit direktem Meerblick reserviert, doch so einer war natürlich nicht mehr frei. Wir bekamen dann für die erste Nacht ein anderes Zimmer in der Anlage und am nächsten Tag gegen 13 Uhr konnten wir dann endlich in das Meerblick Zimmer einziehen.
Wir wollten hier einfach nochmal ein paar Tage relaxen, entspannen und etwas faul in der Sonne liegen.
Ein kleines Highlight war für uns jeden Morgen das Frühstück, denn es gab ein Büfett mit Brot, Salat, Obst, Wurst, Eiern nach Wunsch zubereitet und asiatisches Essen und das Ganze nahm man dann mit direktem Blick aufs Meer ein.

Wir liefen ein paar Mal am Strand entlang, wo man zu wirklich schönen kleinen Buchten gelangte, einen anderen Tag mieteten wir ein Kanu und fuhren an der Küste entlang, das war ganz schön anstrengend und am nächsten Tag spürten wir dies gewaltig in den Armen.

Mit dem Wetter hatten wir Glück, es gewitterte häufig nachts und am nächsten Morgen kam dann meistens wieder die Sonne raus, die Tage vergingen mal wieder viel zu schnell und die Abreise rückte näher.
Wir nahmen ein Taxi zurück an den Pier, hatten auch hier wieder einen guten Zeitpunkt erwischt und konnten noch auf ein Boot drauf, welches eine Minute später dann Richtung Festland fuhr. Dort am Pier suchten wir jemanden der Transporte anbot, es war schnell jemand gefunden und nach einigem hin und her, kauften wir dort zwei Tickets zurück nach Bangkok. 

Nach 3 Stunden erreichten wir die quirlige Hauptstadt, in dieser musste es die letzten Stunden oder Tage heftig geregnet haben, denn teilweise standen ganze Teile der Straßen unter Wasser und einige Leute liefen mit Gummistiefeln durch die Stadt.

Diesmal hatten wir uns ein Hotel, etwas mehr im Touri Zentrum gebucht, als wir es gefunden hatten und ein quecken wollten, hätte man meinen können dort gibt es was umsonst. Ein riesen Andrang, das änderte sich auch die nächsten Tage nicht, jedes Mal wenn wir an der Rezeption vorbei liefen, herrschte dort reger Betrieb. Das Hotel war in Ordnung und hatte sogar auf beiden Gebäudeteilen einen Pool auf dem Dach, diese nutzten wir leider gar nicht, da sie bereits um 18 Uhr schon geschlossen wurden. 

Da waren jetzt unsere letzten Tage in Thailand gekommen, wir waren nochmal etwas einkaufen im MBK Center, spazierten durch die Stadt, sahen uns das bunte Treiben in unserem Backpacker Viertel an und hatten auch noch ein paar Termine bei einem Schneider wahrzunehmen, also Lukas, ich weniger:-).
Dann kam der letzte Abend, wir misteten unsere Rucksäcke komplett aus, die abgetragenen, kurzen Sachen wanderten hier in den Mülleimer, die Putzfrau hat sich bestimmt tierisch über einige neue Stücke gefreut. Die paar dickeren Klamotten, die ganz unten im Rucksack schlummerten kamen nach oben und irgendwie mussten ja auch die neuen Einkäufe verstaut werden, doch es passte alles super rein, aber der Bereich um den Mülleimer herum sah wirklich heiß aus.

Die letzte Nacht war ziemlich kurz und am Morgen hieß es früh raus, ins Taxi und an den Flughafen, diesmal leider nicht an den „ Billigflughafen“ und schön eine Kurzstrecke mit einer oder zwei Stunden hinter sich bringen, nein, diesmal war es wirklich die letzte Fahrt in Bangkok. 

Wir checkten die Rucksäcke ein und waren gespannt auf das Gewicht, aber alles im grünen Bereich, dann Passkontrolle, noch etwas shoppen und die letzten Baht unter die Leute bringen. 

Eigentlich wäre dann um 10.40 Boarding gewesen, es war dann eine gute halbe Stunde, warum? Die Antwort vom Bodenpersonal, die Maschine kam verspätet aus Phuket, na toll das würde sich ja jetzt dann auf den ganzen Tag ziehen, aber was solls. Wir stiegen dann in den Flieger, der die besten Zeiten auch schon hinter sich hatte, aber so ist das, wenn man nicht mit Thai oder ähnlichem fliegt, sondern mit Jetairfly, einem Urlaubsflieger. 

Das Gute war die Bestuhlung, es gab am Fenster nur 2 Sitze und in der Mitte der Maschine eine dreier Reihe, wir hatten natürlich vorher schon unsere 2 Sitze am Fenster reserviert. Immer mehr Leute stiegen ein und es wurde voller und voller, eigentlich saßen dann alle angeschnallt da und warteten das es los ging, denn die ursprüngliche Abflugzeit von 11.20 Uhr hatten wir ja schon lange überschritten. Wir saßen und warteten und nichts passierte, bis auf einmal der Pilot, ein Stewart und 2 Sicherheitsbeamte vom Flughafen, zielstrebig in unseren Teil der Maschine schritten. Alle Augen blickten sie erwartungsvoll an, dann 3 Reihen vor uns wurden 4 Typen angesprochen, die aussahen wie wenn sie aus Atzenhausen persönlich wären, leider auf Französisch, so dass wir nicht viel verstehen konnten. Die Worte wurden dann auch lauter und der Kapitän immer bestimmender und was wir verstanden war: Das ist nicht mein Problem, sondern eures, raus hier!
Nach längeren Diskussionen verließen dann die 4 mit den Sicherheitsbeamten den Flieger, kurz darauf wackelte das Flugzeug und man merkte, dass jemand im Gepäckraum war, die würden also wohl nicht mitfliegen! Da wir natürlich wissen wollten was abging, fragten wir mal bei dem Pärchen vor uns nach, der Mann erzählte dann, dass die 4 wohl gerne im Flieger etwas lauter werden und schon auf dem Hinflug Sachen demoliert hätten, Flugzeug Hooligans. 

Ohne diese Typen konnten wir dann endlich um 12.30 auf die Rollbahn raus und hoben kurze Zeit später ab Richtung Brüssel.