Man traut es sich ja kaum zu schreiben, aber wir sind mal
wieder in Bunbury gelandet. Alle guten Dinge sind drei – so sagt man! Wir haben
drei Nächte in Balingup verbracht. Auch hier haben wir über helpx bei einem
netten Rentnerpaar Unterkunft gefunden. Das Pärchen betreibt ein Bed &
Breakfast und nimmt immer wieder helpx’er auf. So nett auch die zwei Rentner
waren, stellte sich die Arbeit als moderne Sklaverei heraus beziehungsweise als
Zwangsarbeit für Häftlinge. Die gute Dame des Hauses wollte das wir eine Steinmauer
an einem Hang bauen! Das haben wir dann nach zwei Tagen hingeworfen und sind zu
dem Entschluss gekommen, dass wir keine Teenager sind die alles mit sich machen
lassen. Zu erwähnen sind auch die ausgiebigen Gestaltungsmöglichkeiten der
Freizeitaktivitäten in Balingup! Jeder der fünf Läden schließt um 16.00 Uhr, so
sind wir zu der Erkenntnis gekommen, dass das reisen ohne Auto hier ziemlich bescheiden
ist. Wir hoffen mal auf das Sprichwort –
alle guten Dinge sind drei – denn in der zweiten Kalenderwoche im November sind
wir in Albany bei weiteren Hosts. Mal sehen was dabei rauskommt. In Balingup
haben wir jedoch unsere ersten wilden Kängurus und Emus gesehen und konnten ein
paar Wanderungen in die Natur unternehmen.
Aktuell sind wir im Wander Inn Hostel und zahlen die teuren
Übernachtungen im so schönen Bunbury. Aufgrund unseres nicht eingeplanten
Zwischenstopps in Bunbury haben wir uns auf die weitere Entdeckungstour der
Stadt begeben. Wir besuchten einen kleinen Park in dem wir Kängurus streicheln
durften und unseren ersten Wombat gesehen haben. Erwähnenswert ist auch, dass
die Stadt mit ihren rund 35.000 Seelen als die Hauptstadt des Südwestens
gehandelt wird. So bekommt ihr mal einen Eindruck was das Wort Stadt hier zu
bedeuten hat.
Eine schöne Neuigkeit ist, dass wir einen Campervan gekauft
haben. Doch was das für ein Auto ist kommt später, erst möchten wir erzählen
wie wir zu diesem Fahrzeuge gekommen sind.
Auf dem Weg nach Pinjarra waren wir auf der Suche nach einem
Cafe, um was zu trinken und die Zeit bis zur Abfahrt totzuschlagen. Wir liefen
mit unseren schweren Backpacks rum und fanden leider keins. Da kam ein Herr und
fragte uns ob er uns helfen könnte –Are you lost? Wir erklärten ihm, dass wir
auf der Suche nach einem Kaffeeladen sind der hier um die Ecke sein sollte. Er
wollte uns direkt dahin fahren – super freundlich – Aussie halt. Der Laden war
uns jedoch zu weit weg (in OZ sind 2km um die Ecke) und daraufhin hat der gute
Mann uns in sein Haus auf einen Kaffee eingeladen. Er wohnt nämlich direkt
gegenüber vom Bahnhof. Er und seine Frau (Antonio & Rose) sind vor etwa 30
Jahren aus Italien gekommen. So quatschten wir etwa eine Stunde lang im
Wohnzimmer der beiden, dabei stellte sich raus, dass sie einen Campervan
besitzen. Antonio erzählte uns, dass er hin und hergerissen ist das Auto zu verkaufen.
Jedoch war das Auto kein großes Thema in unserer netten Runde.
Nach unserer dritten Ankunft in Bunbury (aus Balingup) dachten wir uns, lass uns einfach mal fragen ob die uns das Auto vielleicht verkaufen wollen. Fragen kostet ja nichts, also rüber auf die andere Straßenseite und klingeln. Leider war keiner da und so hinterließen wir einen Zettel mit unserem Interesse am Fahrzeug – das war am Donnerstag. Heute hatten wir einen Termin zur Fahrzeugbesichtigung und siehe da, so schnell kann es gehen – GEKAUFT!
Wir haben eine Proberunde gedreht und das Auto in einer Werkstatt durchsehen lassen. Antonio wollte für das Auto 3.000$ und sprach von einem super Preis, da wir uns schon jetzt besser kennen und doch Freunde sind. Nach der Inspektion kam raus, dass wir für rund 1.000$ Reparaturen durchführen lassen müssen. So konnten wir Antonio auf 2.300$ runter handeln. Das ist für einen Campervan hier in OZ ein sehr guter Preis. Die Gebrauchtwagenpreise sind teilweise sehr utopisch und überzogen. Des Weiteren kommt hinzu, dass die Saison los geht und die Traveller ins Land strömen und jeder Dritte einen Campervan kaufen möchte. Wenn man die Preise im Internet vergleicht, so haben wir mehr als einen guten Deal gemacht. Nun wird das Auto am Donnerstag repariert. Laut dem Mechaniker sollte das gute Stück eine Kontinent Umrundung überstehen.
We will see and have no worries like the people here say.