Es bot sich wieder dasselbe Bild, als sich die Fähre dem
Festland näherte, wie auf der Hinfahrt, es war schon wieder eine Unruhe auf dem
Boot und die Leute liefen hinunter, um ja wieder bei den Ersten zu sein. Wir waren
auch hier wieder bei den Letzten, was wieder nicht von Vorteil war, wieder nur
zwei Taxen. Ein Typ fragte uns wo wir hin wollten, wir sagten nur hier in die
Stadt nach Trat, er meinte ja geht noch auf das andere Taxi da drauf, dieser
Fahrer sah das allerdings anders und wollte uns nicht, das andere Taxi war
schon über alle Berge. Mit uns verblieb noch ein junges Pärchen aus der
Schweiz, sie wollten auch nach Trat an die Busstation, doch der Pier war
mittlerweile ziemlich leer gefegt, wir setzten uns in den Schatten, dort
lungerten zwei Einheimische rum. Sie meinten es kommt gleich ein Taxi, so war
es, also zu viert rauf auf den Pick Up wir fuhren 300 Meter, dann hielten wir
an, es hieß bitte steigt da drüben in das Taxi, dieses fährt euch weiter. Ja
tat es, nur weiter waren so 500 Meter, dann ein erneuter Wechsel, diesmal
durften wir sitzen bleiben, bezahlten und fuhren tatsächlich in die Stadt.
Wir haben uns dann einfach an einem Hotel direkt in der
Stadt rauswerfen lassen. Inspizierten wieder einige Zimmer, das dritte sagte
uns, dann zumindest für eine Nacht zu. Wir liefen etwas durch die Stadt und mussten
feststellen, dass es hier keine Restaurants gibt, zumindest keine für Europäer
erkennbaren, zudem waren eh sehr sehr wenige von diesen in der Stadt zu sehen.
Wir fanden einen KFC, die Asiaten stehen ja so auf Hühnchen, dort hatte Lukas
wenigstens sein Abendessen, ich suchte mir ein paar Kleinigkeiten in einem
Supermarkt zusammen. Wir deckten uns noch in einer Apotheke mit Vorräten an
gängigen Tabletten gegen verschieden Wehwehchen ein, da die Apotheke
Man muss wirklich mal sagen, dass einem in dieser Stadt, die
von den meisten Touristen wirklich nur als Umsteigestation genutzt wird, bewusst
wurde, dass so ein bisschen Tourismus gar nicht schlecht ist. Es muss sich
natürlich in Maßen halten.
Am nächsten Morgen fuhren wir mit einem Taxi, an die etwas
außerhalb gelegene Busstation. Unser Pick Up Bus stand da, war noch leer, der
Fahrer meinte, dauert aber noch 30 Minuten bis wir los fahren. In dieser Zeit sammelten
sich noch eine ältere Oma und ein junger Typ an. Es ging wieder auf die
Ladefläche und wir fuhren los, wieder zurück in die Stadt, an eine Haltestelle,
die um die Ecke unseres Hotels lag, dies wussten wir natürlich vorher nicht.
Dort hatten wir auch wieder 15 Minuten Aufenthalt und die Ladefläche füllte
sich. 9 Personen und unsere zwei riesen Rucksäcke befanden sich also
hintendrauf, eine ältere Frau saß auf dem Beifahrersitz, hinten hatte das Auto
noch eine kleine Pritsche aus Metall, auf dieser standen auch noch zwei Männer,
nachdem noch ein riesen Sack Reis verstaut war konnte es losgehen. Fast 70 km
jetzt so über die Landstraße schaukeln, das konnte ja was werden.
Wir hielten einige Male an, Leute stiegen aus, aber es kamen
auch immer wieder neue Fahrgäste ins Auto gestiegen. Nach über einer Stunde
hatten wir unsere Endstation Khlong Yai erreicht, dies war die vorletzte Stadt
in Thailand im dünnen Grenzstreifen Richtung Kambodscha. Wir hatten in einem
Info Heft gelesen, dass es hier mehrere Resorts gibt, die an sehr schönen
Stränden liegen sollen, allerdings noch nicht ganz so bei den Europäischen
Touristen bekannt, bei den Einheimischen jedoch schon.
Wir hatten noch 4 Tage Visum so entschieden wir noch in
eines dieser Resorts zu fahren, bevor man nach Kambodscha weiterreisen würde.
Schnell suchten wir uns aus dem Heft ein Resort nicht allzu weit von der Stadt,
welches aber direkt am Meer liegt raus, zeigten dies dem Pick Up Fahrer und
schon konnten wir auf die Ladefläche klettern. Das Auto war schon wieder ganz
gut besetzt, trotz allem fuhren wir noch nicht los, mal wieder warten. Nach
weiteren 20 Minuten sollte es tatsächlich losgehen, es drückte sich noch eine Mutter
mit ihren 2 Kindern ins Auto, dann fuhren wir los. Glücklicherweise erreichten
wir nach 15 Minuten schon unser Hotel, also die Abzweigung dahin. Es stand ein
Schild an der Straße mit dem Namen des Resorts, wir liefen den Weg entlang und
nach 5 Minuten erreichten wir die Anlage, diese wirkte ziemlich tot. Wir gingen
zur Rezeption, kein Mensch, dann liefen wir etwas durch die Anlage und riefen,
da sah man ein jüngeres Mädchen ein Zimmer reinigen. Wir fragten sie, ob sie
Zimmer hätten und wie viel es kosten würde? Sie sah uns mit großen Augen an,
Antworten bekam man keine, nur ein Lächeln, aber eine ältere Frau kam gelaufen,
ihre Englischkenntnisse gleich null, so versuchten wir mit Händen und Füßen mit
ihr zu reden. Irgendwie schafften wir es ihr zu zeigen, dass wir uns gerne mal
ein Zimmer anschauen würden, sie schickte die Kleine mit uns an ein Zimmer.
Es war auch wieder nicht groß und anstatt einer Bettdecke oder
einem Laken, was hier ansonsten so üblich ist, gab es hier zwei große Baumwolle
Handtücher zum zu decken. Wir nahmen es, dann wollten wir erst mal irgendwo was
Essen gehen, nur wo? Wir fragten die Frau vom Resort sie zeigte auf einen
kleinen Laden, auf der gegenüberliegenden Straßenseite, ok, also gingen wir
dort hin, es standen auch 3 Plastikstühle und ein Tisch dort. Die Inhaberin
verstand uns auch wieder nicht, so beschlossen wir weiter zu laufen, nach ca.
15 Minuten, wir hatten die Hoffnung ja fast schon aufgegeben, kam ein kleines „
Restaurant“. Wir setzten uns einfach mal hin, dann wurde uns eine Speisekarte
mit 5 Gerichten hingelegt, es gab sogar Bildchen, ansonsten hätten wir echt
verloren gehabt, doch so konnten wir was zum Essen bestellen. Wir aßen und danach
liefen wir die Straße noch ein Stück weiter, es gab nichts außer kleinen Hütten
von Einheimischen und neugierige Blicke, Touristen gibt’s hier wohl wirklich
kaum, wir haben in der ganzen Zeit dort keinen Einzigen gesehen.
Es ging zurück ans Resort, von da liefen wir etwas am Strand
spazieren, es gab merkwürdig viele tote Seegurken sowie tote Fische zu sehen,
sogar einige Tintenfische sahen wir liegen. Gegen Nachmittag setzten wir uns in
eine Holz Hollywoodschaukel von dieser konnten wir direkt aufs Meer schauen,
dann wurde es dunkel und wir gingen wegen den vielen Stechmücken ins Zimmer.
Dort brühten wir uns zwei bereits nachmittags gekaufte Fertig Suppen auf, damit
wir zumindest irgendwas als Abendessen hatten, dann gings schlafen. Eigentlich wären
wir gerne länger in diesem Resort geblieben, doch die Abgeschiedenheit und das
doch stark eingeschränkte Angebot an Essen oder Restaurants, ließ uns davon
abkommen, man hatte es sich schon etwas lebhafter vorgestellt, denn die
Asiatischen Touris müssen ja auch irgendwo Essen gehen.
Wir liefen also am nächsten Morgen einfach auf die
Hauptstraße, suchten uns ein schattiges Plätzchen und warteten auf ein
vorbeikommendes Pick Up Taxi. Wir hatten Glück und nach 15 Minuten hielt auch
schon eines an, die etwa 60 Jährige Fahrerin stieg aus und meinte Hat Lek? Ja
genau da wollten wir hin, das ist die Grenzstadt, das Auto war voll, so stopfte
Lukas die Rucksäcke aufs Dach, es wurde zusammengerutscht, aber der Platz
langte nicht ganz, so quetschte ich mich auf die Sitzbank, Lukas suchte sich
einen Stehplatz auf der Pritsche am Auto, weiter gings. Nach 15 Minuten waren
wir wieder nach Khlong Yai gedüst, dort stiegen die meisten aus, so dass Lukas
dann auch wieder auf der Bank Platz nehmen konnte. Es war schon merkwürdig mit
diesen ganzen Asiaten in dem Taxi zu sitzen, man merkt schon die neugierigen
Blicke und ab und an konnte man auch das Wort Farang, was Ausländer heißt, raus
hören.
Wir fuhren nach 3 Minuten Wartezeit weiter Richtung Grenze.
Es stiegen unterwegs 3 Personen ein, die hatten fast ihre komplette Küche
dabei, Töpfe, Eimer mit Gemüse und riesen Plastikschüsseln in denen noch irgendwelche
Hähnchenfetzen drin hingen und schon wurde es wieder kuschlig. Nach weiteren 40
Minuten hatten wir die Endstation und somit die Grenze erreicht. Wir gingen an die
Grenzhütte der Thailändischen Seite, dort wurde unser Ausreiseformular aus dem
Pass entfernt, der Ausreisestempel reingedrückt, dann wurde noch ein kurzes
Foto geschossen und man war ausgereist.
Wir liefen ein paar Minuten durchs Niemandsland, dann betraten
wir Kambodschanischen Boden. An einem Gebäude erhielt man sein Einreiseformular,
dies füllten wir aus. Da wir gelesen hatten, dass das Grenzgebiet gerne für
Drogenschmuggel benutzt wird, kümmerte sich Lukas um die Visas, ich wartete mit
dem Gepäck davor. Ich saß kaum, kam schon der Erste an und laberte mich zu, er
hat ein Auto und könnte uns ja günstig in die Stadt fahren. Dann kam Lukas
zurück und ich musste noch zu dem einen Beamten, Foto machen, Fingerabdrücke
abgeben, dann wurde das Einreisevisa in die Reisepässe geklebt und wir dürfen
jetzt für 30 Tage in Kambodscha reisen.
Wir hatten ein paar Bedenken, wegen dem Kambodschanischen
Visum, man konnte da einige komische Geschichten im Internet nachlesen,
zumindest für diesen Grenzübergang. Hier wird wohl gerne mal bis zu den
doppelten 25 US Dollars abkassiert, da die netten Beamten meinen, sie nehmen
nur Baht an und du als Tourist sitzt da natürlich erst mal am kürzeren Hebel
und willst ja in das Land rein, doch bei uns hat wirklich alles gut geklappt.
Ein Passbild muss man zu seinem Visaantrag, genau wie die 25 US Dollar immer
dazu abgeben, für was fragen sich allerdings viele, da man ja eh nochmals
direkt von den Beamten fotografiert wird, egal wir waren also offiziell in Kambodscha
eingereist.
Man was sind das alles für Bilder? Das ist sicher für Euch kaum auszuhalten. ;-)
AntwortenLöschenBekommt ihr da nicht bei sowas wieder Heimweh nach Deutschland?
Grüßee PAUL und SANDY
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