So die ersten beiden Wochen hier bei den Äpfeln wären überstanden und wir mussten zu unserem Erstaunen feststellen, dass es gar nicht so schlecht für uns läuft. Klar gibt es mal einen guten Tag, da läuft es wie am Schnürchen, dann kommt aber auch mal wieder ein Tag der nicht so toll läuft. Diese kommen glücklicherweise nicht so oft vor, leider haben wir aber etwas Probleme mit unserem Traktor, der springt morgens nicht immer so an, wie wir das gerne hätten. Man muss dann immer etwas Geduld beweisen, was uns beiden, natürlich nicht so leicht fällt, aber nach einer kurzen Zeit funktioniert er dann wieder und wir können raus aufs Feld starten.
Wir haben mittlerweile rote, gelbe und grüne Äpfel geerntet, diese mussten wir von sehr kleinen Bäumen ernten, wo es fast Spaß machte, zu sehen wie schnell so eine Bin (1 Kiste mit 500kg Äpfel) voll werden kann. Dann hatten wir auch Bäume zugeteilt bekommen wo man echt hätte heulen können, da kleine Äpfel, viele, sperrige Äste mit tausenden von Blättern und zu hoch um ohne Leiter zu pflücken, das kostet alles viel Zeit und Energie und man macht die Taschen voll und lädt sie in die Bin und denkt es wird ja gar nicht mehr.
Außerdem können wir uns mittlerweile gut vorstellen, wie sich eine Schwangere fühlen muss, da die vollgeladenen Bauchtaschen schon so 10 KG haben werden und mit denen muss man ja immer bis zum Hänger laufen, gar nicht ohne:-). Dann spielt einem das Wetter auch nicht immer so mit, einen Tag fing es zu regnen an, wir pflückten weiter, dann wurde der Regen heftig, da entschlossen wir uns, einfach unsere Mittagspause zu machen und setzten uns unter die etwas schützenden Bäume. Es hörte wieder auf und wir gingen wieder fleißig ans Werk. Wir schafften es gerade so eine Bin noch vollzubekommen, als es richtig anfing zu schütten, also fuhren wir vor an den Schuppen, wo der Supervisior war. Er meinte es fängt später bestimmt nochmal an, seht ihr die Wolken dahinten, da kommt noch was, ich würde es an eurer Stelle nicht riskieren. Es war noch sehr früh, aber wir entschlossen uns doch dazu abzubrechen, war mal wieder die falsche Entscheidung, als wir auf unserem Platz ankamen schien die Sonne, bis sie gegen 19.30 Uhr unterging. Pech gehabt.
Haben unsere ersten richtigen Abrechnungen bekommen und das ermutigt einen dann doch wieder weiterzumachen.
In den letzten Nächten meinte Lukas immer ein Tier zu hören, welches von außen gegen den Van fliegt, er tippte auf eine Motte oder ähnliches. War immer zu hören wenn wir im Dunkeln im Bett lagen und da wir ja im Moment hier auf einer Wiese stehen könnte dies schon gut möglich sein. Im Lauf der Tage fiel uns auch auf, dass unsere Brottüten Löcher hatten, da glaubten wir aber, wir hätten die Tüten in unserer Klappe eingeklemmt. Dann war da noch ein Reispäckchen was ein Loch hatte, dachten wir uns aber auch nichts weiter bei.
An unserem freien Samstag frühstückten wir gemütlich im Bett und entschieden danach noch einen Film zu schauen, da es gerade mal 10 Uhr war. Es ist hier morgens viel zu hell, die Vögel sind viel zu laut und eine Bahnschiene ist auch nicht weit entfernt, so dass hier an ausschlafen mal wieder nicht zu denken ist. Wir schauten den Film und auf einmal hörte man wieder dieses Geräusch, total untypisch da es ja hell war. Der Film lief weiter und das Geräusch verwandelte sich mehr in ein kruschpeln in einer Plastiktüte. Uns fiel ein das wir die leere Brot Tüte noch unter dem Bett liegen hatten, von dort kamen auch die Geräusche. Wir krabbelten leise vor ans Fußende, schauten unter das Bett und da war er, der ungebetene Ruhestörer. Etwa 5 cm groß, haarig, grau, total süß schaute sie uns kurz mit ihren großen Augen an, eine Sekunde später rannte sie schon quer durch den Van und verschwand in einer der vielen Spalten. Scheiße dachten wir, aber langsam ergab alles einen Sinn, die Geräusche sowie die Löcher in den Tüten.
Sie sieht echt total putzig aus, aber so einen kleinen Hausfreund können wir hier im Moment ja gar nicht gebrauchen. Also raus aus dem Bett und alle Schränke durchgeschaut. Der Vorratsschrank hatte etwas gelitten, fanden dort einige angefressene Tüten von Wraps, Suppen oder Nudeln, dies wanderte alles direkt in den Müll. Ansonsten konnten wir keine Knabberspuren finden, allerdings hatte sie ihre Kördelchen in den Schränken verteilt. Oh man das war echt ätzend so alles auszuräumen, auszuschütteln, sauberputzen und dann wieder einräumen, aber was will man machen. Vorbei war der gemütliche Samstag. Wir konnten sie bei unserer Aufräumaktion nirgends mehr finden und überlegten uns was wir machen können.
Das Vieh muss raus, wir brauchen eine Mausefalle. Fuhren in die Stadt und kauften einen Doppelpack Fallen, außerdem eine große Plastikbox, wo jetzt alle Tütenprodukte reinkommen, dass sie die nicht mehr anknabbern kann. Als wir gegen Abend zurückkamen, dachten wir noch evtl. hat sie sich ja so erschreckt, dass sie abgehauen ist und nicht wieder kommt. Wir stellten die Fallen auf und warteten, aber nichts zu hören. Als wir in den Van zurückkamen, waren die Köder weg aber die Fallen leer, anscheinend war sie zu klein oder zu leicht oder einfach nur sehr sehr schlau! Wir stellten eine Falle unter das Fußende vom Bett wo wir sie am Morgen ja auch gesehen hatten, machten das Licht aus und warteten, wollten sie unbedingt fangen, doch nichts, keinen Mucks hörte man. Da wir keine Lust hatten die ganze Nacht auf der Lauer zu verbringen, sagten wir uns was solls erst mal schlafen. Gespannt schauten wir am nächsten Morgen in beide Fallen, doch wieder nur leer gefressen, dieses kleine Mistvieh.
Entschieden noch einmal in den Baumarkt zu fahren und andere Fallen zu kaufen. Sind so Plastikteile die eine Klappe haben und wenn die Maus vor läuft an den Käse, fällt die Klappe zu und die Maus sitzt fest. Sehr tierfreundlich. Die Fallen wurden mit Brot bestückt, da wir feststellen mussten, dass sie darauf besonders steht, riecht ja auch zu gut. Wir waren gerade am Einschlafen, da hörte man das bekannte krischpeln, gespannt warteten wir, dann hörte man das zufallen der Klappe, na endlich wir hatten sie. Lukas holte die Falle ans Licht und da sahen wir sie wieder, die kleine, sie merkte wohl noch nicht mal das sie in der Falle war, schien sehr beschäftigt mit ihrem Brot. So jetzt wohin mit ihr so mitten in der Nacht? Wollten einen Spaziergang machen und sie weiter weg aussetzten, war aber ziemlich frisch draußen und so dunkel und spät das wir entschieden die Falle einfach draußen auf unseren Tisch zu legen. Wir schoben einen Wasserkanister drüber, so dass es eigentlich unmöglich war, wieder aus der Falle rauszukommen. Ah endlich entspannt schlafen. Am nächsten Morgen war die Falle allerdings leider wieder verlassen. Sie scheint echt schlau zu sein und hat das Unmögliche geschafft, da raus zu kommen.
In der kommenden Nacht, war es mucks Mäuschen still und unglaublich angenehm, dies sollte sich in der darauffolgenden Nacht wieder ändern, da war sie wieder. Wir erwischten sie sogar, wie sie unser Heizungskabel hochkletterte um an unser benutztes Geschirr zu kommen, was zu diesem Zeitpunkt das einzige Essbare für sie war. Als dann jedoch das Licht anging, Schwupps war sie wieder ab gedüst. Wir haben jetzt eine Killerfalle gekauft und hoffen, dass diese mal ihren Zweck erfüllen wird, alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei :-) Siehe da in der nächsten Nacht hörte man das erlösende klicken und wir wussten wir haben sie. Jetzt nicht nochmal den Fehler machen und meinen sie ist in der Falle gefangen, also gab es noch eine kleine Feuerbestattung. Seitdem schlafen wir wieder etwas ruhiger.
Das Arbeiten an sich klappt immer besser, die meisten Stängel geben bei einem Dreh nach und die Hände werden flinker, leider sind wir bis jetzt noch nicht über täglich 10 Bins gekommen, aber kann ja noch werden. Im Vergleich zu den 2 anderen Pickergruppen sind wir sehr gut.
Es gibt ein holländisches Pärchen, ein französisches Pärchen und einen einzelnen Franzosen, die auch alle hier auf dem Gelände campen und picken. Die Holländer picken mit dem einzelnen Franzosen zusammen, sie kennen sich schon aus einer anderen Stadt, sie machen sich hier keinen Stress und meistens auch schon gegen 14 Uhr Schluss. Wollen hier etwas chillen und nur ein bisschen arbeiten. Das andere Franzosenpärchen ist immer noch nicht schneller geworden, sie sind echt fleißig und auch am längsten von allen immer auf dem Acker, aber wirklich was bei rum kommt bei denen nicht.
Um die Langweile hier etwas zu umgehen, machen die Jungs regelmäßig ein großes Lagerfeuer, indem dann gegrillt wird- mmhh lecker und es hat einen großen Vorteil für uns im Van stinkt’s dann nicht nach Fett.
Wir haben uns außerdem einen tragbaren Radio geleistet, der das Arbeiten auf dem Feld nicht ganz so monoton gestaltet und auch etwas das Frühstück bereichert. Das Wetter lässt im Moment etwas zu wünschen übrig, es ist abends echt verdammt kalt und an eine kurze Hose oder ein T-Shirt gar nicht mehr zu denken, mal sehen wie lange wir es in diesem Herbstwetter noch aushalten werden, ist dann echt an der Zeit weiter hoch in den Norden zu reisen.
Samstag, 31. März 2012
Freitag, 16. März 2012
Lückenfüller
Am Samstag durften wir wieder nur den halben Tag arbeiten, das war ziemlich ätzend, denn als wir gegen 14 Uhr aufs Weingut zurück kamen und gerade mit unserem Mittagessen fertig waren, besuchten die ersten Kunden das Weingut. Hier ist jeden Samstag die „Keller Tür“ von 11 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, heißt Weinliebhaber aus dem Umland fahren die verschiedenen Weingüter an, testen dort den Wein ( nicht wirklich in einem Keller so was hat hier kaum jemand) und wenn’s gemundet hat, wird natürlich ordentlich was gekauft.
Morgens vom Feld aus hatten wir einen guten Blick aufs Weingut, kaum ein Auto zu sehen, aber gegen Nachmittag lockte die Sonne an diesem schönen Herbsttag ziemlich viele Leute zu Murray. Blöd für uns, denn so konnten wir vor 17 Uhr nicht duschen gehen, da diese hinter dem „Keller“ liegt und wir nicht nur in ein Handtuch gehüllt an den Leuten vorbeilaufen wollten. Es war gut was los, einige kamen sogar aus Canberra um hier den edlen Tropfen zu testen. Ein Ehepaar hatte selbstgemachtes Fleisch dabei, was sie als kleine Häppchen servierten. Murray brachte uns einen Testhaps. Lukas konnte voll zuschlagen, da ich großzügig verzichtete. Er bekam Emu Leber, Wallaby- und Kängurufleisch zum Kosten. Das Wallaby war wohl nicht so schmackhaft, dafür aber die anderen zwei umso mehr. Als die Kunden das Weingut verließen, meinte Murray noch morgen ist frei, aber am Montag könnt ihr nochmal arbeiten, danach wird eine kleine Pause entstehen, da die Trauben reifen müssen. Oh Mann, da will man mal arbeiten, hat auch einen Job und kann dann doch wieder nicht. Gegen Abend sahen wir zufällig eine Liste liegen, von den Weinumsätzen von heute, es waren gut 1500 AUD und das in gerade mal 3 Stunden. Ein Kunde kaufte Wein im Wert von 500 AUD, der hat sich wohl erst mal für dieses Jahr eingedeckt :-).
Am Sonntag war das Wetter wieder ziemlich schön, aber man merkt das der Herbst da ist, die Sonne hat einfach auch hier nicht mehr so die Kraft. Wir schauten wieder im Internet nach Jobs, dann kam uns die Idee, hier in der Nähe einfach einige Weingüter anzufahren und nach Arbeit zu fragen. Gesagt, getan, los gings.
Das erste Weingut welches wir besuchten, fanden wir sehr schön, es war freundlich eingerichtet, bestand aus alten Steinen und lud zum Testen ein, ganz im Gegensatz zu dem von Murray wo alles alt und versifft ist. Die Dame dort meinte der Chef ist nicht da, hinterlasst mal eure Namen und Nummern, wenn wir was haben, werden wir uns bei euch melden. Das zweite liegt direkt an der Hauptstraße, eine ältere, nette Dame lud uns gleich zum Testen ein, obwohl wir ihr ja gesagt hatten, dass wir eigentlich nur nach Arbeit suchen. So ein Angebot kann man ja aber nur schwer abschlagen, also hoch die Tassen. Der erste Wein war ein weißer, wir erzählten ihr vorher wir hätten gerne etwas süßes nicht ganz so trocken. Der Wein war wirklich sehr sehr gut, frisch, fruchtig aber nicht zu süß. Der zweite war auch sehr gut, aber der erste schmeckte uns besser, dann gab es eine leckere Macadamia Nuss um den Geschmack zu neutralisieren und im Anschluss einen Dessertwein in Rot. War auch lecker, aber sehr schwer. Wir erkundigten uns nach dem Preis, des ersten Weines den wir getestet hatten und waren überrascht das eine Flasche nur 16 AUD kosten sollte. Der Wein war wirklich um Längen besser und günstiger als der von Murray. Wir tauschten auch Daten aus und sie meinte meldet euch im April im Moment ist leider nichts. Weiter geht’s das nächste Gut lag auf einem Berg, von wo aus man einen super Blick ins Umland hatte, die Inhaberin notierte leider auch nur Namen und Nummer, meinte aber ab Mittwoch oder Donnerstag könnten wir evtl. starten, besser als nichts. Auf dem Weg zum nächsten Weingut, sahen wir eine verletzte Schlange auf der Straße liegen, war unsere erste und hoffentlich einzigste, die wir bisher so aus der Nähe in freier Wildbahn gesehen haben. Das Weingut gehört einem Franzosen der auch schielte, aber total lustig und sympathisch war, dieser erntet leider mit der Maschine, meinte aber auch lasst mal Eckdaten da, vielleicht habe ich ja doch was, ich mag Deutsche. Unser Weinführer hier aus der Gegend führte uns zu einem Weingut, welches mit einem total gepflegten Garten, wirklich wie geleckt war, die Weinstube war auch sehr geschmackvoll und sauber eingerichtet und ein älterer Mann dort nahm auch unsere Daten auf. Er war total nett und angetan sagte, dass es auch bei ihm noch etwas dauert, aber die Nachbarin könnte in den nächsten Tagen starten, er oder sie würden sich die Tage melden. Wir waren noch bei einem weiteren Weingut dort bekamen wir die Nummer von einem Vermittler, mal sehen ob dieser helfen kann.
Nach so viel rumfragen und erzählen, wollten wir noch was Schönes an unserem freien Sonntag machen und entschieden uns, an den See Canobolas zu fahren. Er lud nicht wirklich zum Spazieren ein, so liefen wir nur ein paar Schritte wo eine Wasserschleuse war, von dort sah man auch eine überflutete Straße. Was gibt’s hier noch so zu sehen? Wir entschlossen uns noch auf den nahe gelegenen Berg Canobolas zu fahren. Der alte Van, quälte sich die knapp 1400 Meter nur mühsam nach oben und der Ausblick lohnte sich nicht so wirklich aber wir waren oben. Man hätte von dort einige Buschwanderungen unternehmen können, da es aber schon wieder 18 Uhr war entschieden wir uns dagegen. Also wieder runter und zurück zum Weingut.
Montag verbrachten wir sogar 7 ½ Stunden auf dem Feld, da Murray diese Sorte fertig haben wollte. Er organisierte uns noch für den nächsten Morgen einen Pickerjob bei einem befreundeten Winzer. Wir machten mit den zwei Jungs aus, dass wir gerne mit ihnen in ihrem Auto zu diesem Winzer fahren würden, kein Problem meinten sie. An diesem Abend gings ziemlich früh ins Bett, da wir diesen Winzer morgens um 7 Uhr an irgendeiner Ecke treffen sollten.
Gegen 5. 50 klingelte der Wecker, das war echt hart und hatten wir ja auch ewig nicht mehr, aber wir wollten arbeiten, also raus aus dem kuscheligen Schlafsack. Um 6. 45 Uhr verließen wir Murrays Gelände und fuhren zu dem verabredeten Treffpunkt. Dort trafen wir auf Llyod, der uns kurz den Weg zu seinem Acker erklärte und meinte er muss noch hier warten, es kommt noch eine andere Gruppe Picker. Weiter gings, zielstrebig aber leider falsch fuhren wir auf das Gelände eines ziemlichen Bonzen Hauses. Sie hatten sogar einen Anbau, der wie ein eckiger Turm, nochmal 15 Meter in die Höhe ging, ein offenes, riesiges Wohnzimmer und einen eigenen Tennisplatz. Nachdem Miles jemand aus dem Haus befragt hatte war klar, wir sind falsch. Nur gut das die zwei Native Speaker die Beschreibung von Llyod auch nicht ganz verstanden hatten. Nachdem wir dann nochmal 10 Minuten über irgendwelche Feldstraßen irrten, kamen wir letztendlich doch zu den Weinfeldern. Dort warteten ein Traktorfahrer und ein älterer Mann, wir wollten keine Zeit verlieren und gleich loslegen. Der Traktorfahrer sagte dann nur, er hat keine Ahnung wo gepickt wird, wir müssen auf Llyod warten. Ungefähr 10 Minuten später kam er angefahren ihm folgten 8 Autos, die alle mit Asiaten besetzt waren.
Wir bekamen eine kurze Erklärung, welche Trauben er im Eimer möchte, dann hieß es los geht’s. Es waren immer 6 Leute in einer Reihe und egal wohin man blickte überall diese Asiaten. Man hätte echt meinen können, man wäre schon in Asien, da sie ja auch alle untereinander kein Englisch gesprochen haben. Es waren wirklich schlechte Trauben, viel von den Vögeln, kaputt gepickt und es hieß immer nur schnell, schnell, der Truck kommt und muss dann wieder pünktlich nach Queens Land rüberfahren. Die zwei Vermittler die vor Ort waren, liefen Kontrolle durch die Reihen und meinten es wäre zu viel hängengelassen worden, so mussten wir noch einmal die Reihen ablaufen und pflückten echt jeden Scheiß in die Eimer rein. Was angenehm war, es gab sogenannte Bucket Boys, die immer dafür sorgten, dass der volle Eimer möglichst schnell in den Anhänger des Traktors kam. Es war ziemliches Chaos und unserer Meinung nach waren es viel zu viele Leute, aber das konnte man dann gleich für sich nutzen und mit der Masse schwimmen ohne sich kaputt zu arbeiten. Nach 4 Stunden war alles vorbei. Llyod meinte wir können fahren, er bringt das Geld in einer Stunde zu Murray. Also zurück zu Murray, die zwei Jungs machten sich frisch, packten ihren ganzen Kram ins Auto, sie werden auf die Farm von der sie kamen zurückfahren um dort Schafen den Arsch zu scheren, damit sie nicht so schmutzig sind. Ja dann mal viel Spaß.
Llyod kam wie versprochen vorbei und drückte Miles einen Batzen Geld in die Hand und meinte verteile das, jeder von euch hat 60 AUD verdient. Miles hielt total verwirrt die Scheine und zählte und zählte nochmal, dann meinte er ganz leise zu uns, er hat mit 320 AUD gegeben. Wir schwiegen, teilten das Geld auf und dachten uns da ist man doch heute Morgen gerne mitten in der Nacht aufgestanden evtl. war das ja unser Europäer Bonus :-).
Murray kam auch noch und meinte er bezahlt uns heute auch aus, er hat das Geld cash da. Somit haben wir im Moment eine riesen Scheinsammlung bei uns im Van, müssen morgen unbedingt auf die Bank und es einzahlen. Er eröffnete uns dann gleich noch, dass er für die nächsten zwei Wochen keine Arbeit für uns haben werde, das brachte uns natürlich dann gleich wieder nach dem Geldregen runter. Dachten ja es wären ein paar Tage, aber zwei Wochen, es ist hier alles mit dem Arbeiten zum kotzen. Setzten uns gleich an den PC und durchforsteten die Anzeigen. Wir teilten ihm mit, dass wir noch eine Nacht hier verbringen wollen, am nächsten Morgen dann fahren würden, geht klar meinte er nur. Werden dann erst mal auf den kleinen Campingplatz in Molong für eine Nacht fahren, um mal wieder günstig zu waschen. Hoffen das es dann zum Ende der Woche ein Jobangebot gibt. Ob wir dann aber nochmal hier zu Murray zurückkommen ist im Moment fraglich.
Der Aufenthalt in Molong war wieder lohnend, alles frisch gewaschen und sogar noch einen Arbeitstipp bekommen. Die Besitzerin des Campingplatzes meinte, dass es hier auch nicht wirklich Arbeit gibt. Aber ein älterer Herr der dort auch übernachtete meinte, es ist doch gerade Apfelsasion probiert doch da mal euer Glück. Die Leute neben euch sind übrigens auch Apfelpicker, fragt auch da mal nach. Wir entschieden uns zuerst fürs Internet, da die Nachbarn auch noch gar nicht da waren. Der erste Anruf war ein Treffer eine Apfelfarm in der Nähe und der Besitzer Grayham meinte kommt doch morgen um 7.30 Uhr an meinen Obstgarten und dann geht’s los. Super Lückenfüller gefunden nur mal sehen ob uns das zu sagt.
Gegen 18 Uhr sprachen wir auch noch mit unseren Platznachbarn übers Picken, auch sie gaben uns gleich die Nummer ihres Chefs, meinten aber, dass jetzt ab nächster Woche erst mal eine Pause angesagt ist. Es stellte sich auch heraus, dass sie auch nur per Bin bezahlt werden und sogar 5 AUD weniger bekommen als wir morgen bei diesem Grayham, aber wir haben wieder eine Kontaktnummer. Müssen noch kurz über diese Nachbarn schreiben, es ist unglaublich wir dachten, dass wären ganz normale Reisende, aber nein es waren 60 Jährige Leute die Äpfel pflücken und auf nem Campingplatz in einem Wohnwagen leben, aber trotzdem reisen. In diesem Alter sich noch so was an zu tun, vom pflücken mal ganz abgesehen.
Wir mussten am nächsten morgen früh raus, da wir ja um 7.30 Uhr verabredet waren, also klingelte der Wecker gegen 6. 10, es war wieder mal noch total dunkel draußen, doch als wir um 7 Uhr den Campingplatz verlassen haben wurde es hell und man konnte schon die Sonne hinter den Wolken sehen. Die älteren Leute waren natürlich schon gegen 6.30 Uhr raus auf den Apfelacker gefahren.
Wir fanden das Gelände auf Anhieb, es gibt dort einen kleinen Bauernladen wo man allerlei Obst und Gemüse kaufen kann, sowie Getränke, Eis und Süßigkeiten. Dort fragten wir nach Grayham, der nette alte Mann darin meinte nur, der ist nicht da, aber ich ruf ihn mal an. Während er telefonierte, kam ein weiteres Pärchen in den Laden die Arbeit suchten. Nach 5 Minuten meinte er fahrt mir hinterher, ich bring euch auf das Gelände. Draußen auf dem Hof wartete ein weiteres Pärchen, das auch mit Grayham verabredet war. Also fuhren wir Kolonne an die Apfelfarm. Dort angekommen wurden wir Rob vorgestellt, der Supervisior (Vorgesetzter) hier. Das eine Pärchen was nach Arbeit suchte wurde weggeschickt, da sie jetzt genug Leute hier haben, schade sahen sehr sympathisch aus. Lukas wurde kurz der Traktor erklärt, dann gings in die Apfelreihen. An dem Traktor hängen 2 Anhänger in die wir die geernteten Äpfel füllen sollen. Wenn so einer voll ist haben wir 30 AUD verdient. Wir beide bekamen eine Tasche, die über den Rücken geschnürt wird, in die man die Äpfel vom Baum reinpflückt um dann zum Hänger zu transportieren. Die Schwierigkeit bei den Äpfeln liegt in den Stängeln, die sollen nach Möglichkeit nämlich am Apfel bleiben, bei uns blieben aber leider viele am Ast. Wir gaben uns wirklich Mühe aber es funktionierte nicht so gut, wir pflückten und pflückten, dachten erst, ok das werden wir nicht lange machen der Anhänger wird ja gar nicht voll, aber die ersten 2 Hänger waren gegen 10 Uhr gefüllt. Es lief also gar nicht so schlecht. Wir hatten bis um 14 Uhr 6 Hänger voll, das war wirklich gut denn man verliert etwas Zeit durch das wegfahren der vollen Hänger und abladen und dann wieder neue leere Hänger ankuppeln.
Nach einer kurzen Mittagspause machten wir noch 2 Bins voll und als wir gegen 16 Uhr aufhörten, waren wir die Einzigsten die überhaupt so lange gearbeitet hatten, bis auf das französische Pärchen, die waren aber irgendwo anders auf dem Feld. Sie kamen gegen 17. 30 Uhr ziemlich fertig wieder bei uns auf dem Platz an und hatten gerade mal 6 Bins geschafft.
Diese Arbeit ist etwas mehr nach unserem Geschmack, da im Endeffekt jeder hier tun und lassen kann was er möchte. Es liegt bei dir wann du anfängst, wie lange und wie oft du Pause machst und auch das aufhören ist hier alles deine Entscheidung. Am Freitag den zweiten Tag hier haben wir auch wieder 8 Bins geschafft, wollten noch eine weitere machen, doch Rob meinte genug für heute, freitags könnt ihr nicht so lange arbeiten, da die Äpfel ins Kühlhaus weggefahren werden müssen, da hier Samstags immer alles zu ist, also für uns frei. So werden wir am Sonntag wieder in die Apfelplantagen starten.
Morgens vom Feld aus hatten wir einen guten Blick aufs Weingut, kaum ein Auto zu sehen, aber gegen Nachmittag lockte die Sonne an diesem schönen Herbsttag ziemlich viele Leute zu Murray. Blöd für uns, denn so konnten wir vor 17 Uhr nicht duschen gehen, da diese hinter dem „Keller“ liegt und wir nicht nur in ein Handtuch gehüllt an den Leuten vorbeilaufen wollten. Es war gut was los, einige kamen sogar aus Canberra um hier den edlen Tropfen zu testen. Ein Ehepaar hatte selbstgemachtes Fleisch dabei, was sie als kleine Häppchen servierten. Murray brachte uns einen Testhaps. Lukas konnte voll zuschlagen, da ich großzügig verzichtete. Er bekam Emu Leber, Wallaby- und Kängurufleisch zum Kosten. Das Wallaby war wohl nicht so schmackhaft, dafür aber die anderen zwei umso mehr. Als die Kunden das Weingut verließen, meinte Murray noch morgen ist frei, aber am Montag könnt ihr nochmal arbeiten, danach wird eine kleine Pause entstehen, da die Trauben reifen müssen. Oh Mann, da will man mal arbeiten, hat auch einen Job und kann dann doch wieder nicht. Gegen Abend sahen wir zufällig eine Liste liegen, von den Weinumsätzen von heute, es waren gut 1500 AUD und das in gerade mal 3 Stunden. Ein Kunde kaufte Wein im Wert von 500 AUD, der hat sich wohl erst mal für dieses Jahr eingedeckt :-).
Am Sonntag war das Wetter wieder ziemlich schön, aber man merkt das der Herbst da ist, die Sonne hat einfach auch hier nicht mehr so die Kraft. Wir schauten wieder im Internet nach Jobs, dann kam uns die Idee, hier in der Nähe einfach einige Weingüter anzufahren und nach Arbeit zu fragen. Gesagt, getan, los gings.
Das erste Weingut welches wir besuchten, fanden wir sehr schön, es war freundlich eingerichtet, bestand aus alten Steinen und lud zum Testen ein, ganz im Gegensatz zu dem von Murray wo alles alt und versifft ist. Die Dame dort meinte der Chef ist nicht da, hinterlasst mal eure Namen und Nummern, wenn wir was haben, werden wir uns bei euch melden. Das zweite liegt direkt an der Hauptstraße, eine ältere, nette Dame lud uns gleich zum Testen ein, obwohl wir ihr ja gesagt hatten, dass wir eigentlich nur nach Arbeit suchen. So ein Angebot kann man ja aber nur schwer abschlagen, also hoch die Tassen. Der erste Wein war ein weißer, wir erzählten ihr vorher wir hätten gerne etwas süßes nicht ganz so trocken. Der Wein war wirklich sehr sehr gut, frisch, fruchtig aber nicht zu süß. Der zweite war auch sehr gut, aber der erste schmeckte uns besser, dann gab es eine leckere Macadamia Nuss um den Geschmack zu neutralisieren und im Anschluss einen Dessertwein in Rot. War auch lecker, aber sehr schwer. Wir erkundigten uns nach dem Preis, des ersten Weines den wir getestet hatten und waren überrascht das eine Flasche nur 16 AUD kosten sollte. Der Wein war wirklich um Längen besser und günstiger als der von Murray. Wir tauschten auch Daten aus und sie meinte meldet euch im April im Moment ist leider nichts. Weiter geht’s das nächste Gut lag auf einem Berg, von wo aus man einen super Blick ins Umland hatte, die Inhaberin notierte leider auch nur Namen und Nummer, meinte aber ab Mittwoch oder Donnerstag könnten wir evtl. starten, besser als nichts. Auf dem Weg zum nächsten Weingut, sahen wir eine verletzte Schlange auf der Straße liegen, war unsere erste und hoffentlich einzigste, die wir bisher so aus der Nähe in freier Wildbahn gesehen haben. Das Weingut gehört einem Franzosen der auch schielte, aber total lustig und sympathisch war, dieser erntet leider mit der Maschine, meinte aber auch lasst mal Eckdaten da, vielleicht habe ich ja doch was, ich mag Deutsche. Unser Weinführer hier aus der Gegend führte uns zu einem Weingut, welches mit einem total gepflegten Garten, wirklich wie geleckt war, die Weinstube war auch sehr geschmackvoll und sauber eingerichtet und ein älterer Mann dort nahm auch unsere Daten auf. Er war total nett und angetan sagte, dass es auch bei ihm noch etwas dauert, aber die Nachbarin könnte in den nächsten Tagen starten, er oder sie würden sich die Tage melden. Wir waren noch bei einem weiteren Weingut dort bekamen wir die Nummer von einem Vermittler, mal sehen ob dieser helfen kann.
Nach so viel rumfragen und erzählen, wollten wir noch was Schönes an unserem freien Sonntag machen und entschieden uns, an den See Canobolas zu fahren. Er lud nicht wirklich zum Spazieren ein, so liefen wir nur ein paar Schritte wo eine Wasserschleuse war, von dort sah man auch eine überflutete Straße. Was gibt’s hier noch so zu sehen? Wir entschlossen uns noch auf den nahe gelegenen Berg Canobolas zu fahren. Der alte Van, quälte sich die knapp 1400 Meter nur mühsam nach oben und der Ausblick lohnte sich nicht so wirklich aber wir waren oben. Man hätte von dort einige Buschwanderungen unternehmen können, da es aber schon wieder 18 Uhr war entschieden wir uns dagegen. Also wieder runter und zurück zum Weingut.
Montag verbrachten wir sogar 7 ½ Stunden auf dem Feld, da Murray diese Sorte fertig haben wollte. Er organisierte uns noch für den nächsten Morgen einen Pickerjob bei einem befreundeten Winzer. Wir machten mit den zwei Jungs aus, dass wir gerne mit ihnen in ihrem Auto zu diesem Winzer fahren würden, kein Problem meinten sie. An diesem Abend gings ziemlich früh ins Bett, da wir diesen Winzer morgens um 7 Uhr an irgendeiner Ecke treffen sollten.
Gegen 5. 50 klingelte der Wecker, das war echt hart und hatten wir ja auch ewig nicht mehr, aber wir wollten arbeiten, also raus aus dem kuscheligen Schlafsack. Um 6. 45 Uhr verließen wir Murrays Gelände und fuhren zu dem verabredeten Treffpunkt. Dort trafen wir auf Llyod, der uns kurz den Weg zu seinem Acker erklärte und meinte er muss noch hier warten, es kommt noch eine andere Gruppe Picker. Weiter gings, zielstrebig aber leider falsch fuhren wir auf das Gelände eines ziemlichen Bonzen Hauses. Sie hatten sogar einen Anbau, der wie ein eckiger Turm, nochmal 15 Meter in die Höhe ging, ein offenes, riesiges Wohnzimmer und einen eigenen Tennisplatz. Nachdem Miles jemand aus dem Haus befragt hatte war klar, wir sind falsch. Nur gut das die zwei Native Speaker die Beschreibung von Llyod auch nicht ganz verstanden hatten. Nachdem wir dann nochmal 10 Minuten über irgendwelche Feldstraßen irrten, kamen wir letztendlich doch zu den Weinfeldern. Dort warteten ein Traktorfahrer und ein älterer Mann, wir wollten keine Zeit verlieren und gleich loslegen. Der Traktorfahrer sagte dann nur, er hat keine Ahnung wo gepickt wird, wir müssen auf Llyod warten. Ungefähr 10 Minuten später kam er angefahren ihm folgten 8 Autos, die alle mit Asiaten besetzt waren.
Wir bekamen eine kurze Erklärung, welche Trauben er im Eimer möchte, dann hieß es los geht’s. Es waren immer 6 Leute in einer Reihe und egal wohin man blickte überall diese Asiaten. Man hätte echt meinen können, man wäre schon in Asien, da sie ja auch alle untereinander kein Englisch gesprochen haben. Es waren wirklich schlechte Trauben, viel von den Vögeln, kaputt gepickt und es hieß immer nur schnell, schnell, der Truck kommt und muss dann wieder pünktlich nach Queens Land rüberfahren. Die zwei Vermittler die vor Ort waren, liefen Kontrolle durch die Reihen und meinten es wäre zu viel hängengelassen worden, so mussten wir noch einmal die Reihen ablaufen und pflückten echt jeden Scheiß in die Eimer rein. Was angenehm war, es gab sogenannte Bucket Boys, die immer dafür sorgten, dass der volle Eimer möglichst schnell in den Anhänger des Traktors kam. Es war ziemliches Chaos und unserer Meinung nach waren es viel zu viele Leute, aber das konnte man dann gleich für sich nutzen und mit der Masse schwimmen ohne sich kaputt zu arbeiten. Nach 4 Stunden war alles vorbei. Llyod meinte wir können fahren, er bringt das Geld in einer Stunde zu Murray. Also zurück zu Murray, die zwei Jungs machten sich frisch, packten ihren ganzen Kram ins Auto, sie werden auf die Farm von der sie kamen zurückfahren um dort Schafen den Arsch zu scheren, damit sie nicht so schmutzig sind. Ja dann mal viel Spaß.
Llyod kam wie versprochen vorbei und drückte Miles einen Batzen Geld in die Hand und meinte verteile das, jeder von euch hat 60 AUD verdient. Miles hielt total verwirrt die Scheine und zählte und zählte nochmal, dann meinte er ganz leise zu uns, er hat mit 320 AUD gegeben. Wir schwiegen, teilten das Geld auf und dachten uns da ist man doch heute Morgen gerne mitten in der Nacht aufgestanden evtl. war das ja unser Europäer Bonus :-).
Murray kam auch noch und meinte er bezahlt uns heute auch aus, er hat das Geld cash da. Somit haben wir im Moment eine riesen Scheinsammlung bei uns im Van, müssen morgen unbedingt auf die Bank und es einzahlen. Er eröffnete uns dann gleich noch, dass er für die nächsten zwei Wochen keine Arbeit für uns haben werde, das brachte uns natürlich dann gleich wieder nach dem Geldregen runter. Dachten ja es wären ein paar Tage, aber zwei Wochen, es ist hier alles mit dem Arbeiten zum kotzen. Setzten uns gleich an den PC und durchforsteten die Anzeigen. Wir teilten ihm mit, dass wir noch eine Nacht hier verbringen wollen, am nächsten Morgen dann fahren würden, geht klar meinte er nur. Werden dann erst mal auf den kleinen Campingplatz in Molong für eine Nacht fahren, um mal wieder günstig zu waschen. Hoffen das es dann zum Ende der Woche ein Jobangebot gibt. Ob wir dann aber nochmal hier zu Murray zurückkommen ist im Moment fraglich.
Der Aufenthalt in Molong war wieder lohnend, alles frisch gewaschen und sogar noch einen Arbeitstipp bekommen. Die Besitzerin des Campingplatzes meinte, dass es hier auch nicht wirklich Arbeit gibt. Aber ein älterer Herr der dort auch übernachtete meinte, es ist doch gerade Apfelsasion probiert doch da mal euer Glück. Die Leute neben euch sind übrigens auch Apfelpicker, fragt auch da mal nach. Wir entschieden uns zuerst fürs Internet, da die Nachbarn auch noch gar nicht da waren. Der erste Anruf war ein Treffer eine Apfelfarm in der Nähe und der Besitzer Grayham meinte kommt doch morgen um 7.30 Uhr an meinen Obstgarten und dann geht’s los. Super Lückenfüller gefunden nur mal sehen ob uns das zu sagt.
Gegen 18 Uhr sprachen wir auch noch mit unseren Platznachbarn übers Picken, auch sie gaben uns gleich die Nummer ihres Chefs, meinten aber, dass jetzt ab nächster Woche erst mal eine Pause angesagt ist. Es stellte sich auch heraus, dass sie auch nur per Bin bezahlt werden und sogar 5 AUD weniger bekommen als wir morgen bei diesem Grayham, aber wir haben wieder eine Kontaktnummer. Müssen noch kurz über diese Nachbarn schreiben, es ist unglaublich wir dachten, dass wären ganz normale Reisende, aber nein es waren 60 Jährige Leute die Äpfel pflücken und auf nem Campingplatz in einem Wohnwagen leben, aber trotzdem reisen. In diesem Alter sich noch so was an zu tun, vom pflücken mal ganz abgesehen.
Wir mussten am nächsten morgen früh raus, da wir ja um 7.30 Uhr verabredet waren, also klingelte der Wecker gegen 6. 10, es war wieder mal noch total dunkel draußen, doch als wir um 7 Uhr den Campingplatz verlassen haben wurde es hell und man konnte schon die Sonne hinter den Wolken sehen. Die älteren Leute waren natürlich schon gegen 6.30 Uhr raus auf den Apfelacker gefahren.
Wir fanden das Gelände auf Anhieb, es gibt dort einen kleinen Bauernladen wo man allerlei Obst und Gemüse kaufen kann, sowie Getränke, Eis und Süßigkeiten. Dort fragten wir nach Grayham, der nette alte Mann darin meinte nur, der ist nicht da, aber ich ruf ihn mal an. Während er telefonierte, kam ein weiteres Pärchen in den Laden die Arbeit suchten. Nach 5 Minuten meinte er fahrt mir hinterher, ich bring euch auf das Gelände. Draußen auf dem Hof wartete ein weiteres Pärchen, das auch mit Grayham verabredet war. Also fuhren wir Kolonne an die Apfelfarm. Dort angekommen wurden wir Rob vorgestellt, der Supervisior (Vorgesetzter) hier. Das eine Pärchen was nach Arbeit suchte wurde weggeschickt, da sie jetzt genug Leute hier haben, schade sahen sehr sympathisch aus. Lukas wurde kurz der Traktor erklärt, dann gings in die Apfelreihen. An dem Traktor hängen 2 Anhänger in die wir die geernteten Äpfel füllen sollen. Wenn so einer voll ist haben wir 30 AUD verdient. Wir beide bekamen eine Tasche, die über den Rücken geschnürt wird, in die man die Äpfel vom Baum reinpflückt um dann zum Hänger zu transportieren. Die Schwierigkeit bei den Äpfeln liegt in den Stängeln, die sollen nach Möglichkeit nämlich am Apfel bleiben, bei uns blieben aber leider viele am Ast. Wir gaben uns wirklich Mühe aber es funktionierte nicht so gut, wir pflückten und pflückten, dachten erst, ok das werden wir nicht lange machen der Anhänger wird ja gar nicht voll, aber die ersten 2 Hänger waren gegen 10 Uhr gefüllt. Es lief also gar nicht so schlecht. Wir hatten bis um 14 Uhr 6 Hänger voll, das war wirklich gut denn man verliert etwas Zeit durch das wegfahren der vollen Hänger und abladen und dann wieder neue leere Hänger ankuppeln.
Nach einer kurzen Mittagspause machten wir noch 2 Bins voll und als wir gegen 16 Uhr aufhörten, waren wir die Einzigsten die überhaupt so lange gearbeitet hatten, bis auf das französische Pärchen, die waren aber irgendwo anders auf dem Feld. Sie kamen gegen 17. 30 Uhr ziemlich fertig wieder bei uns auf dem Platz an und hatten gerade mal 6 Bins geschafft.
Diese Arbeit ist etwas mehr nach unserem Geschmack, da im Endeffekt jeder hier tun und lassen kann was er möchte. Es liegt bei dir wann du anfängst, wie lange und wie oft du Pause machst und auch das aufhören ist hier alles deine Entscheidung. Am Freitag den zweiten Tag hier haben wir auch wieder 8 Bins geschafft, wollten noch eine weitere machen, doch Rob meinte genug für heute, freitags könnt ihr nicht so lange arbeiten, da die Äpfel ins Kühlhaus weggefahren werden müssen, da hier Samstags immer alles zu ist, also für uns frei. So werden wir am Sonntag wieder in die Apfelplantagen starten.
Samstag, 10. März 2012
Das Arbeiten in Australien
Nachdem wir seit letztem Dienstag auf dem zweiten Weingut ankamen und auf besseres Wetter hofften, wurde es noch schlimmer. Nach unzähligen Filmen, lesen, Uno und Memory spielen wurde es am Freitag so ungemütlich hier, das es im Van nur noch 13 Grad waren, draußen tagsüber 15. Das war schon extrem frisch, wir zogen also seit langem mal wieder Socken, geschlossene Schuhe, lange Jeans, T-Shirt, Pulli und sogar die gute alte Jacke, die echt in der letzten Ecke des Autos lag, sowie einen Schal, an. Wir saßen bei Wind, Regen und ganz grauem Himmel in dem einen Weintestraum, damit wir wenigstens einigermaßen von der Witterung geschützt waren. Wenn man allerdings so da saß, wurde es selbst in dem Raum ziemlich frisch, denn wir wissen ja alle was die Australier für Häuser bauen. Es pfiff der Wind durch, es kam sogar Regen unter den Türen in den Raum geflossen. Wir entschieden uns den Kamin zu benutzen, wirklich viel Holz war nicht vorhanden, das wo da war leicht feucht, es gestaltete sich etwas schwierig für uns Stadtkinder ein Feuer am Leben zu halten. Das anbrennen war kein Problem, aber die Stämme am Brennen zu halten war die Kunst, es gelang aber nach einiger Zeit, mit dem Feuer spielt ja jeder gerne rum. Leider wurde es bei der super Isolierung nicht wirklich warm. Es war erst Freitag und Murray meinte vor Montag könnt ihr auf keinen Fall anfangen zu arbeiten. Wir überlegten wieder hin und her, sollte man doch nach Sydney fahren, aber bei diesem miesen Wetter?? Hier bleiben im kalten, klammen Van?? Wir schauten uns nach Hostels in Orange um, natürlich wenn man mal eins braucht gibt’s da keine, also Hotels, die Preise begannen bei der letzten Absteige mit 125 AUD pro Nacht, das war uns dann doch etwas viel Geld, aber hier bleiben war auch keine wirkliche Alternative, wollten ja nicht noch krank werden, bevor wir überhaupt gearbeitet hatten. Wir kamen auf die Idee uns eine Kabine auf einem Campingplatz zu mieten. Glück gehabt eine war übers Wochenende noch frei, kostete zwar auch pro Nacht 65 AUD aber immer noch besser als hier zu frieren. Wir machten also den Van startklar und los gings wieder rein nach Orange in die Kabine.
Es ist eine Art Container in dem ein 1, 40 Bett stand Luxus für uns, haben bestimmt seit über 4 Monaten in keinem richtigen Bett mehr geschlafen. Dann gab’s einen Tisch, 4 Stühle, Küchenzeile mit Kühlschrank, 3 Stockbetten, TV und im Anschluss daran unser eigenes kleines Bad mit Dusche. Es war so ein bisschen wie zu Hause, wenn man mal wieder mehr Platz hat als 1 m². Das Beste aber war es gab eine Klimaanlage mit der man auf 32 Grad hochheizen konnte, dann einen montierten Heizstrahler direkt rechts vom Bett und einen kleinen tragbaren Heizlüfter. Dieser hatte mit 2400 Watt ordentlich Power, so konnten wir es uns schön gemütlich machen. Wir schafften alles in den Container was wir für die nächsten 2 Tage nötig war, sodass wir erst mal nicht mehr raus ins nasse mussten. Wir schimmelten auf dem Bett und schauten Fernsehen.
Als wir am nächsten Morgen erwachten regnete es immer noch, im TV liefen live berichte von den Fluten die ¾ von NSW überschwemmt hatten. Wir hatten zwar mieses Wetter und echt viel Regen aber von den Wassermassen sind wir glücklicherweise verschont geblieben. Die nächst größere Stadt ca. 50 km entfernt von uns, hat es schlimm erwischt, dort wurden Leute evakuiert und ganze Straßen gesperrt. Gegen Mittag ließ der Regen etwas nach. Was wieder interessant war, dass das Internet bei diesem Wetter so gut wie gar nicht funktionierte. Man musste sich ständig neu einwählen, die Seiten wurden gar nicht aufgebaut, echt ätzend, so was ist man ja gar nicht gewöhnt, aber was will man machen, willkommen in Australien!!!
Es wurde leider viel zu schnell Sonntagmorgen und um 10 Uhr musste ausgecheckt werden, natürlich hatte es wieder mit dem regnen begonnen:-(, so ein Pech. Nachdem wir kurz überlegt hatten, einfach den tragbaren Heizlüfter aus der Kabine mitzunehmen, entschieden wir uns dagegen und fuhren in den nächsten Baumarkt auf der Suche nach einem kleinen Günstigen. Wir hatten ja schon wieder mit mindestens 30 AUD für so ein Gerät gerechnet, aber siehe da man kann auch in Australien echte Schnäppchen machen, wir erwischten einen kleinen beim Ausverkauf für gerade mal 5 AUD. Das war mal richtig günstig, wir besorgten auch noch einen Föhn, da es einfach zu kalt ist um 30 Minuten mit nassen Haaren dazusitzen. Wir liefen noch etwas durch die Malls um uns die Zeit zu vertreiben und gegen Mittag fuhren wir wieder aufs Weingut. Es regnete und regnete, wir hatten wirklich nicht viel Hoffnung, dass es morgen besser werden würde.
Gegen Abend erreichten auch die zwei anderen Picker das Weingut. Die zwei Jungs heißen Miles und Damian, einer ist aus den USA, der andere aus dem schönen Irland. Da hatten wir endlich mal Glück, beide sind in unserem Alter und nicht irgendwelche kleinen Kinder, die hier ja alles so aufregend und interessant finden. Beide echt sympathisch, außerdem hoffen wir durch das enge zusammen Leben mit den 2 unser Englisch etwas zu verbessern. Man muss allerdings sagen, dass man den Irländer leider sehr schlecht versteht und immer wieder nachfragen muss, das sagen sogar die Australier hier und sogar Miles.
Murray kam dann auch nochmal zu uns runter und meinte also morgen können wir mit dem Arbeiten anfangen, die Wettervorhersage wäre gut, allerdings nicht ganz so früh, erst gegen frühen Mittag. Das war uns egal, die Hauptsache endlich arbeiten. Die zwei Jungs erzählten uns, dass sie auch auf einer Farm über eine Woche festgesessen hatten und dort nichts machen konnten, außer warten. Wie sich rausstellte, hatten sie gerade noch rechtzeitig ihren Ort verlassen, spät in der Nacht wurde dort alles überflutet und sie wären dann gar nicht mehr von dort weggekommen. Als wir dann in den Van gingen um zu schlafen, war es sehr angenehm unseren neuen Gefährten in Gebrauch zu nehmen. Im Nu war es kuschelig warm im Auto, war echt einer der besten Käufe die wir hier gemacht haben, selbst wenn wir später weiterreisen Richtung Ostküste und es dort evtl. mal wieder wärmer werden sollte, können wir den kleinen als Ventilator benutzen.
Der nächste morgen kam, wir wachten gegen 10 Uhr auf und der erste Blick aus dem Fenster folgte und schau an wir konnten es kaum fassen, aber die Sonne war da. Murray kam vorbei und meinte so in einer Stunde sind die Trauben genug getrocknet, dann können wir anfangen. Keine Ahnung warum man sie nicht feucht ernten darf, war uns auch egal, erst mal frühstücken und dann gings endlich raus auf den Acker.
Es bekam jeder eine kleine Gartenschere in die Hand, eine kurze Erklärung über die richtige Farbe der Trauben, kranke Trauben wurden gezeigt und dann hieß es los. Wir beide bekamen eine Reihe zugewiesen und dann wurde geschnitten, geerntet und sortiert, sodass die Körbe voll wurden. Was echt gut ist, das wir diesmal nicht pro Kiste bezahlt werden, sondern wirklich einen Job erwischt haben, der stündlich bezahlt wird. Gegen 14 Uhr sollten wir Mittagspause machen, eine ganze Stunde. Naja das passte uns natürlich nicht so ganz, weil man braucht ja nun wirklich keine Stunde um sich ein paar Stullen reinzuhauen, aber wir wollten ja nicht gleich schon wieder am ersten Tag meckern. Um 17. 30 hieß es dann genug für heute, macht Feierabend. Wir dachten wirklich wir stehen im Wald, da wartet der Winzer auch seit über einer Woche um endlich seine Trauben picken zu lassen und dann schickt er uns nach gerade mal 5 ½ Stunden Arbeit vom Feld. Wir konnten alle vier nur die Köpfe schütteln, sagten uns aber das war nur das Warm Up morgen geht’s dann richtig los.
Der zweite Tag, wir bekamen Tracy und Thomas vorgestellt, die uns helfen sollten zu picken, letztendlich sind sie nur dafür da um uns an ein bestimmtes Tempo zu gewöhnen, da wir ja pro Stunde verdienen, wer ackert sich da schon wie ein wilder ab um die Kisten voll zu bekommen. Wir durften mit Thomas arbeiten, ein Franzose der mit 24 Jahren nach Australien kam, da seine Frau von hier stammt. Er hat einen sehr netten Akzent, Tracy spricht in der Stimmlage wie Miss Piggy nicht so angenehm, aber was will man machen. Gegen 10. 30 Uhr hieß es dann auf einmal Tea Time. Wir, bitte was? Naja es ist Tea Time, wir gehen jetzt zusammen runter in die Küche und trinken einen Tee. Wir meinten dann, dass wir das nicht wollen und ja auch gerade mal 3 Stunden gearbeitet haben, also warum schon wieder eine Pause. Murray war zu diesem Zeitpunkt unterwegs, also mussten wir Thomas Aufforderung nachkommen. Da saßen wir dann eine halbe Stunde dumm rum und warteten einfach nur, dass wir wieder aufs Feld konnten. Natürlich sollten wir von dem Tee trinken, was wir selbstverständlich verneinten, sind ja absolut keine Teetrinker. Nach einer gefühlten und vertanen Ewigkeit hieß es weiter picken, bis zur Mittagspause wo wir wieder 1 Stunde machen mussten. Um 17 Uhr kam Murray und sagte so das war’s dann wieder für heute. Die zwei Jungs waren mitten in ihrer Reihe und er schickt uns weg.
Das soll einer verstehen, ehrlich, wenn er Pech hat regnet es in den nächsten Tagen und keiner kann was arbeiten, also wieso kann man nicht wenigstens solange das Wetter es hergibt, auch die Zeit nutzen, einfach nur crazy hier. Wir müssen natürlich im Moment nur Chardonnay Trauben sammeln, dass ist das kostbarste an Ernte was er hat, erklärte er uns noch ein paar Stunden vorher, ja und wieso dürfen wir dann die Ernte nicht ins Trockene bringen??? Wir verstehen die Welt nicht mehr.
Unser dritter Tag, der Muskelkater in den Beinen und die Schmerzen im Rücken lassen langsam nach. Wir halten uns immer wieder vor Augen, wir haben jetzt Arbeit, ist ja das was wir wollten also durchhalten. Gegen 10. 30 Uhr wieder Tea Time, diesmal ist Murray mit auf dem Feld, wir gehen zu ihm und sagen, können wir nicht weiter arbeiten, wir trinken keinen Tee und wollen jetzt keine Pause machen. Was sagt er, nein das möchte er nicht, wir sollen alle unten zusammen sitzen und es soll hier keiner 5 Stunden am Stück arbeiten. Ja ist klar, ist schon ne harte Nummer so 5 Stunden am Stück zu arbeiten. Wir unterhielten uns mit den Jungs, auch sie haben dafür echt kein Verständnis und meinten, dass die Australier echt faul sind und keine Ausdauer haben. So was ist doch in Deutschland unvorstellbar, oder? Gegen Nachmittag hat es mal wieder zu regnen angefangen, hatten wir ja lange nicht. Am Anfang war es nur ein leichtes nieseln, da durften wir weiter machen, später wurde es etwas stärker, da wurde abgebrochen, wir dachten ok unterstellen bis es aufhört und dann nochmal 2 -3 Stunden ran. Pustekuchen das war’s mal wieder für heute gewesen.
Wir könnten hier echt platzen, ausrasten und verzweifeln was die Arbeitsmoral der Leute hier angeht, aber da wir es nicht ändern können, müssen wir lernen uns damit abzufinden. Eigentlich sollen wir hier jetzt so 4 – 6 Wochen arbeiten, hängt noch vom Wetter ab. Das wir noch ganz schön hart für uns werden. Nicht die Arbeit an sich, wir denken die Tomaten haben uns echt abgehärtet, sondern die Leute hier. Es gibt wirklich oft Situationen wo man sich auf die Zunge beißt, nichts sagt und seine Gedanken runterschluckt. Wir haben auch schon überlegt wieder zu wechseln, aber das Schlimme ist, dort wäre es wahrscheinlich auch nicht besser, dafür haben wir hier schon zu viel ausprobiert. Also heißt es durchhalten.
Am 4 Tag hielt sich das Wetter schon wieder in Grenzen und morgens pfiff ein echt frischer Wind durch die Reihen, eigentlich fast mit einem Herbsttag bei uns in Deutschland zu vergleichen. Gegen Mittag kam sogar etwas die Sonne raus, aber hielt sich leider nicht lange und verlor gegen die Wolken, die etwas Regen brachten. Wir durften aber weitermachen, da es wirklich nur nieselte, hörte auch ziemlich schnell wieder auf. Wir pickten und pickten, wir sehen abends wenn wir die Augen zumachen echt Trauben, verrückt oder?
Murray schickte uns dann auf ein anderes Feld wo wir anfangen sollten zu ernten. Wir 4 Backpacker wollten gleich loslegen, doch Tracy unsere kleine Miss Piggy meinte dann zu Murray, oh der Himmel da hinten ist ganz schön dunkel, es könnte dann schon noch regnen, sollen wir wirklich noch mit den Reihen anfangen! Alter Schwede und wieder eine Situation wo man sich denkt, mach doch einfach mal was der Chef sagt. Zu unseren Gunsten meinte Murray aber ja ja fangt mal an, so schafften wir es wirklich 8 Stunden zu arbeiten. Er fragte dann gleich, ob wir denn Samstag und Sonntag auch arbeiten könnten, ja für was sind wir denn hier??? Wir arbeiten auch die 4 Wochen durch, wenn’s sein muss. Arbeiten und Geld verdienen damit die Reise weitergehen kann.
Wir wurden auch vor einer der Mittagspause gefragt ob wir noch eine Reihe pflücken wollen oder lieber gleich Pause machen wollen. Man muss dazu sagen, dass eine Reihe so circa eine halbe Stunde dauert, was ja wirklich nicht lang ist. Da die zwei Jungs nichts sagten, nahmen wir das in die Hand und meinten ja machen wir noch eine Reihe. Am selben Tag gegen 17 Uhr fragte uns Murray macht ihr Schluss für heute wie Thomas und Tracy oder macht ihr noch eine halbe Stunde? Wieder nichts von Seiten der anderen Fraktion, so wir wieder, klar machen wir noch eine halbe Stunde. Darauf meinte Thomas zu Murray, du darfst nicht die Deutschen fragen die sagen immer ja wenn es ums arbeiten geht:-) , ja wir wollen hier ja auch keinen Urlaub machen.
Am Sonntag haben wir frei mal sehen was wir da unternehmen werden, Wetter soll ganz gut werden, aber in Orange gibt es nicht so viel Sehenswertes.
Es ist eine Art Container in dem ein 1, 40 Bett stand Luxus für uns, haben bestimmt seit über 4 Monaten in keinem richtigen Bett mehr geschlafen. Dann gab’s einen Tisch, 4 Stühle, Küchenzeile mit Kühlschrank, 3 Stockbetten, TV und im Anschluss daran unser eigenes kleines Bad mit Dusche. Es war so ein bisschen wie zu Hause, wenn man mal wieder mehr Platz hat als 1 m². Das Beste aber war es gab eine Klimaanlage mit der man auf 32 Grad hochheizen konnte, dann einen montierten Heizstrahler direkt rechts vom Bett und einen kleinen tragbaren Heizlüfter. Dieser hatte mit 2400 Watt ordentlich Power, so konnten wir es uns schön gemütlich machen. Wir schafften alles in den Container was wir für die nächsten 2 Tage nötig war, sodass wir erst mal nicht mehr raus ins nasse mussten. Wir schimmelten auf dem Bett und schauten Fernsehen.
Als wir am nächsten Morgen erwachten regnete es immer noch, im TV liefen live berichte von den Fluten die ¾ von NSW überschwemmt hatten. Wir hatten zwar mieses Wetter und echt viel Regen aber von den Wassermassen sind wir glücklicherweise verschont geblieben. Die nächst größere Stadt ca. 50 km entfernt von uns, hat es schlimm erwischt, dort wurden Leute evakuiert und ganze Straßen gesperrt. Gegen Mittag ließ der Regen etwas nach. Was wieder interessant war, dass das Internet bei diesem Wetter so gut wie gar nicht funktionierte. Man musste sich ständig neu einwählen, die Seiten wurden gar nicht aufgebaut, echt ätzend, so was ist man ja gar nicht gewöhnt, aber was will man machen, willkommen in Australien!!!
Es wurde leider viel zu schnell Sonntagmorgen und um 10 Uhr musste ausgecheckt werden, natürlich hatte es wieder mit dem regnen begonnen:-(, so ein Pech. Nachdem wir kurz überlegt hatten, einfach den tragbaren Heizlüfter aus der Kabine mitzunehmen, entschieden wir uns dagegen und fuhren in den nächsten Baumarkt auf der Suche nach einem kleinen Günstigen. Wir hatten ja schon wieder mit mindestens 30 AUD für so ein Gerät gerechnet, aber siehe da man kann auch in Australien echte Schnäppchen machen, wir erwischten einen kleinen beim Ausverkauf für gerade mal 5 AUD. Das war mal richtig günstig, wir besorgten auch noch einen Föhn, da es einfach zu kalt ist um 30 Minuten mit nassen Haaren dazusitzen. Wir liefen noch etwas durch die Malls um uns die Zeit zu vertreiben und gegen Mittag fuhren wir wieder aufs Weingut. Es regnete und regnete, wir hatten wirklich nicht viel Hoffnung, dass es morgen besser werden würde.
Gegen Abend erreichten auch die zwei anderen Picker das Weingut. Die zwei Jungs heißen Miles und Damian, einer ist aus den USA, der andere aus dem schönen Irland. Da hatten wir endlich mal Glück, beide sind in unserem Alter und nicht irgendwelche kleinen Kinder, die hier ja alles so aufregend und interessant finden. Beide echt sympathisch, außerdem hoffen wir durch das enge zusammen Leben mit den 2 unser Englisch etwas zu verbessern. Man muss allerdings sagen, dass man den Irländer leider sehr schlecht versteht und immer wieder nachfragen muss, das sagen sogar die Australier hier und sogar Miles.
Murray kam dann auch nochmal zu uns runter und meinte also morgen können wir mit dem Arbeiten anfangen, die Wettervorhersage wäre gut, allerdings nicht ganz so früh, erst gegen frühen Mittag. Das war uns egal, die Hauptsache endlich arbeiten. Die zwei Jungs erzählten uns, dass sie auch auf einer Farm über eine Woche festgesessen hatten und dort nichts machen konnten, außer warten. Wie sich rausstellte, hatten sie gerade noch rechtzeitig ihren Ort verlassen, spät in der Nacht wurde dort alles überflutet und sie wären dann gar nicht mehr von dort weggekommen. Als wir dann in den Van gingen um zu schlafen, war es sehr angenehm unseren neuen Gefährten in Gebrauch zu nehmen. Im Nu war es kuschelig warm im Auto, war echt einer der besten Käufe die wir hier gemacht haben, selbst wenn wir später weiterreisen Richtung Ostküste und es dort evtl. mal wieder wärmer werden sollte, können wir den kleinen als Ventilator benutzen.
Der nächste morgen kam, wir wachten gegen 10 Uhr auf und der erste Blick aus dem Fenster folgte und schau an wir konnten es kaum fassen, aber die Sonne war da. Murray kam vorbei und meinte so in einer Stunde sind die Trauben genug getrocknet, dann können wir anfangen. Keine Ahnung warum man sie nicht feucht ernten darf, war uns auch egal, erst mal frühstücken und dann gings endlich raus auf den Acker.
Es bekam jeder eine kleine Gartenschere in die Hand, eine kurze Erklärung über die richtige Farbe der Trauben, kranke Trauben wurden gezeigt und dann hieß es los. Wir beide bekamen eine Reihe zugewiesen und dann wurde geschnitten, geerntet und sortiert, sodass die Körbe voll wurden. Was echt gut ist, das wir diesmal nicht pro Kiste bezahlt werden, sondern wirklich einen Job erwischt haben, der stündlich bezahlt wird. Gegen 14 Uhr sollten wir Mittagspause machen, eine ganze Stunde. Naja das passte uns natürlich nicht so ganz, weil man braucht ja nun wirklich keine Stunde um sich ein paar Stullen reinzuhauen, aber wir wollten ja nicht gleich schon wieder am ersten Tag meckern. Um 17. 30 hieß es dann genug für heute, macht Feierabend. Wir dachten wirklich wir stehen im Wald, da wartet der Winzer auch seit über einer Woche um endlich seine Trauben picken zu lassen und dann schickt er uns nach gerade mal 5 ½ Stunden Arbeit vom Feld. Wir konnten alle vier nur die Köpfe schütteln, sagten uns aber das war nur das Warm Up morgen geht’s dann richtig los.
Der zweite Tag, wir bekamen Tracy und Thomas vorgestellt, die uns helfen sollten zu picken, letztendlich sind sie nur dafür da um uns an ein bestimmtes Tempo zu gewöhnen, da wir ja pro Stunde verdienen, wer ackert sich da schon wie ein wilder ab um die Kisten voll zu bekommen. Wir durften mit Thomas arbeiten, ein Franzose der mit 24 Jahren nach Australien kam, da seine Frau von hier stammt. Er hat einen sehr netten Akzent, Tracy spricht in der Stimmlage wie Miss Piggy nicht so angenehm, aber was will man machen. Gegen 10. 30 Uhr hieß es dann auf einmal Tea Time. Wir, bitte was? Naja es ist Tea Time, wir gehen jetzt zusammen runter in die Küche und trinken einen Tee. Wir meinten dann, dass wir das nicht wollen und ja auch gerade mal 3 Stunden gearbeitet haben, also warum schon wieder eine Pause. Murray war zu diesem Zeitpunkt unterwegs, also mussten wir Thomas Aufforderung nachkommen. Da saßen wir dann eine halbe Stunde dumm rum und warteten einfach nur, dass wir wieder aufs Feld konnten. Natürlich sollten wir von dem Tee trinken, was wir selbstverständlich verneinten, sind ja absolut keine Teetrinker. Nach einer gefühlten und vertanen Ewigkeit hieß es weiter picken, bis zur Mittagspause wo wir wieder 1 Stunde machen mussten. Um 17 Uhr kam Murray und sagte so das war’s dann wieder für heute. Die zwei Jungs waren mitten in ihrer Reihe und er schickt uns weg.
Das soll einer verstehen, ehrlich, wenn er Pech hat regnet es in den nächsten Tagen und keiner kann was arbeiten, also wieso kann man nicht wenigstens solange das Wetter es hergibt, auch die Zeit nutzen, einfach nur crazy hier. Wir müssen natürlich im Moment nur Chardonnay Trauben sammeln, dass ist das kostbarste an Ernte was er hat, erklärte er uns noch ein paar Stunden vorher, ja und wieso dürfen wir dann die Ernte nicht ins Trockene bringen??? Wir verstehen die Welt nicht mehr.
Unser dritter Tag, der Muskelkater in den Beinen und die Schmerzen im Rücken lassen langsam nach. Wir halten uns immer wieder vor Augen, wir haben jetzt Arbeit, ist ja das was wir wollten also durchhalten. Gegen 10. 30 Uhr wieder Tea Time, diesmal ist Murray mit auf dem Feld, wir gehen zu ihm und sagen, können wir nicht weiter arbeiten, wir trinken keinen Tee und wollen jetzt keine Pause machen. Was sagt er, nein das möchte er nicht, wir sollen alle unten zusammen sitzen und es soll hier keiner 5 Stunden am Stück arbeiten. Ja ist klar, ist schon ne harte Nummer so 5 Stunden am Stück zu arbeiten. Wir unterhielten uns mit den Jungs, auch sie haben dafür echt kein Verständnis und meinten, dass die Australier echt faul sind und keine Ausdauer haben. So was ist doch in Deutschland unvorstellbar, oder? Gegen Nachmittag hat es mal wieder zu regnen angefangen, hatten wir ja lange nicht. Am Anfang war es nur ein leichtes nieseln, da durften wir weiter machen, später wurde es etwas stärker, da wurde abgebrochen, wir dachten ok unterstellen bis es aufhört und dann nochmal 2 -3 Stunden ran. Pustekuchen das war’s mal wieder für heute gewesen.
Wir könnten hier echt platzen, ausrasten und verzweifeln was die Arbeitsmoral der Leute hier angeht, aber da wir es nicht ändern können, müssen wir lernen uns damit abzufinden. Eigentlich sollen wir hier jetzt so 4 – 6 Wochen arbeiten, hängt noch vom Wetter ab. Das wir noch ganz schön hart für uns werden. Nicht die Arbeit an sich, wir denken die Tomaten haben uns echt abgehärtet, sondern die Leute hier. Es gibt wirklich oft Situationen wo man sich auf die Zunge beißt, nichts sagt und seine Gedanken runterschluckt. Wir haben auch schon überlegt wieder zu wechseln, aber das Schlimme ist, dort wäre es wahrscheinlich auch nicht besser, dafür haben wir hier schon zu viel ausprobiert. Also heißt es durchhalten.
Am 4 Tag hielt sich das Wetter schon wieder in Grenzen und morgens pfiff ein echt frischer Wind durch die Reihen, eigentlich fast mit einem Herbsttag bei uns in Deutschland zu vergleichen. Gegen Mittag kam sogar etwas die Sonne raus, aber hielt sich leider nicht lange und verlor gegen die Wolken, die etwas Regen brachten. Wir durften aber weitermachen, da es wirklich nur nieselte, hörte auch ziemlich schnell wieder auf. Wir pickten und pickten, wir sehen abends wenn wir die Augen zumachen echt Trauben, verrückt oder?
Murray schickte uns dann auf ein anderes Feld wo wir anfangen sollten zu ernten. Wir 4 Backpacker wollten gleich loslegen, doch Tracy unsere kleine Miss Piggy meinte dann zu Murray, oh der Himmel da hinten ist ganz schön dunkel, es könnte dann schon noch regnen, sollen wir wirklich noch mit den Reihen anfangen! Alter Schwede und wieder eine Situation wo man sich denkt, mach doch einfach mal was der Chef sagt. Zu unseren Gunsten meinte Murray aber ja ja fangt mal an, so schafften wir es wirklich 8 Stunden zu arbeiten. Er fragte dann gleich, ob wir denn Samstag und Sonntag auch arbeiten könnten, ja für was sind wir denn hier??? Wir arbeiten auch die 4 Wochen durch, wenn’s sein muss. Arbeiten und Geld verdienen damit die Reise weitergehen kann.
Wir wurden auch vor einer der Mittagspause gefragt ob wir noch eine Reihe pflücken wollen oder lieber gleich Pause machen wollen. Man muss dazu sagen, dass eine Reihe so circa eine halbe Stunde dauert, was ja wirklich nicht lang ist. Da die zwei Jungs nichts sagten, nahmen wir das in die Hand und meinten ja machen wir noch eine Reihe. Am selben Tag gegen 17 Uhr fragte uns Murray macht ihr Schluss für heute wie Thomas und Tracy oder macht ihr noch eine halbe Stunde? Wieder nichts von Seiten der anderen Fraktion, so wir wieder, klar machen wir noch eine halbe Stunde. Darauf meinte Thomas zu Murray, du darfst nicht die Deutschen fragen die sagen immer ja wenn es ums arbeiten geht:-) , ja wir wollen hier ja auch keinen Urlaub machen.
Am Sonntag haben wir frei mal sehen was wir da unternehmen werden, Wetter soll ganz gut werden, aber in Orange gibt es nicht so viel Sehenswertes.
Donnerstag, 1. März 2012
Dunkle Trauben, helle Trauben
Einmal wieder anders als geplant verlief der nächste Tag. Wir besuchten einen botanischen Garten in den Blue Mountains, in dem gab es einen Teich in dem sogar Koi Karpfen umherschwammen. Am Abend hatten wir von der ganzen frischen Luft so einen Hunger, dass wir erst mal zum Maccas gefahren sind und uns eine sehr günstige Familienbox zusammenstellen ließen. Gegessen wurde der Inhalt auf unserem Campingplatz. Gesättigt schliefen wir ein. Der nächste Tag wurde wieder etwas genutzt im Umland nach Arbeit zu fragen. Die Apfelernte ist hier aber schon rum, bei einigen anderen ging es noch gar nicht los. Durch Zufall, gelangten wir an ein kleines Weingut, welches eine halbe Stunde von Orange entfernt liegt. Nach einem Telefonat war klar wir können kommen und morgen mit der Arbeit beginnen. Also hieß es mal wieder zusammen packen und los gings gegen Nachmittag Richtung Orange. Wir kamen sogar weiter als geplant und konnten die Nacht in Orange auf einer Picknick Area verbringen. Kurz bevor wir diese erreichten, erhielten wir einen Anruf von Thomas, ein anderer Winzer, bei dem wir uns beworben hatten. Er sagte uns auch zu und meinte nächste Woche Dienstag könnt ihr anfangen, soweit alles super. Wir schrieben noch eine E-Mail an unsere HelpX Familie, zu der wir ja eigentlich morgen kommen sollten. Da arbeiten aber vorgeht, damit man sich in diesem günstigen Land, wenigstens was zu essen leisten kann, sagten wir der Familie ab. Schrieben aber auch gleich mit rein, dass wir nach dem arbeiten, unseren Besuch auf jeden Fall nach holen möchten. Wir bekamen sofort eine nette Nachricht zurück, in der uns vollstes Verständnis entgegengebracht wurde und wir sollten uns doch melden wenn die Zeit gekommen wäre.
Am nächsten Morgen gings dann nach Molong. Wir trafen auf David der uns nach ein paar Fragen die Weinstöcke zeigte und uns erklärte dass wir nicht wie gedacht die Trauben ernten, sondern mehr erst mal nur Pflege betreiben sollen. Heißt durch die Reihen laufen und die hellen, grünen Trauben rausschneiden, da diese zu viel Säure haben und dann den Geschmack verderben. Da hier nicht mit der Hand geerntet wird, sondern maschinell war das wohl ein wichtiger Job. Wir liefen also Reihe für Reihe durch und zogen die schlechten raus. Man muss sagen, auf Dauer ist das ständige stehen oder laufen auch anstrengend und die Beine fühlen sich an, wie wenn an ihnen Zementsäcke hängen würden. Trotz allem ist das unser angenehmster Feld Job bis jetzt gewesen. Gegen 17 Uhr holte uns David vom Feld und erlöste uns von unserem Elend. Es ist an sich kein harter Job, aber wenn man so viele Tage wieder nichts gemacht hat und auf einmal endlos laufen muss, ist das schon etwas barbarisch. Er zeigte uns wo wir den Van parken konnten, legte uns ein Stromkabel, zeigte die Toilette mit Dusche. Anschließend fragten wir ihn wann wir denn morgen mit dem Arbeiten beginnen sollten, da meinte er nur: it´s up to you!! Großartig diesmal hatten wir echt Glück mit dem Job, konnten uns die Zeit frei einteilen, hatten einen kostenlosen Stellplatz direkt auf dem Gelände und zum Schluss drückte er uns auch noch eine Flasche Wein in die Hand und verabschiedete sich. Nun waren wir ganz allein auf diesem riesen Weingut, es war total idyllisch. Man hörte nur die Vögel zwitschern oder kreischen, je nach Art und einige Frösche quakten. Wir kochten uns unser Abendessen und genossen dieses auf der Terrasse des Weingutes, natürlich gab es den Wein dazu. Wir konnten währenddessen einige Hasen und Cockis beobachten, die sich das satte, grüne Gras etwa 20 Meter von uns entfernt schmecken ließen. Nach einer wohltuenden Dusche ging auch wieder dieser Tag zu Ende.
Wir wurden am nächsten Morgen wirklich nur vom Wecker wach, so still war es dort. Nach dem Frühstück gings raus aufs Feld und es hieß wieder helle Trauben, dunkle Trauben, helle Trauben……. Reihe für Reihe Wahnsinn das man wirklich für so eine Reihe bis zu 22 Minuten braucht, diese Zeit stand uns zumindest zu, also haben wir sie auch ausgenutzt. Gegen 18 Uhr machten wir Feierabend weil wir dringend in die Stadt mussten, da unsere Essenvorräte ziemlich erschöpft waren. Wir hatten morgens noch David gefragt, wie lange denn das Geschäft aufhaben würde? Er meinte bis 19 Uhr, was uns schon etwas verwunderte, da es für hier ziemlich lang ist, aber er wohnt ja hier, also muss er es ja wissen. Wir fuhren in den Ort Molong und alles war mal wieder ziemlich ausgestorben, natürlich war auch der Spar hier nicht mehr geöffnet. War ja mal wieder klar!!! Da wir jetzt aber eh schon in der Stadt waren, tankten wir und gönnten uns ein Eis. Es ging zurück aufs Weingut, wo wir wirklich unsere letzten Vorräte verputzten.
Wir erwachten wieder bei Sonnenschein und fuhren gegen 8 auf einen anderen Block, wo wir auch säubern sollten. Als wir gerade los fahren wollten, sahen wir einen Fuchs durch die Reihen streifen, wahrscheinlich war er auf der Suche nach den Feldhasen die hier ziemlich zahlreich vorhanden waren genau wie Spinnen, Heuschrecken, Raupen, Schmetterlinge, Fliegen, Raben, Feldmäuse usw. Was uns auch aufgefallen ist, wenn man so durch die Reben lief, es lag ab und zu ein Duft von Zuckerwatte in der Luft. Wenn man dann mal wieder in ein riesen Spinnennetz gelaufen war, welches quer über 2 Reihen hing und man die Weben aus seinem Gesicht zog, hatte dies auch etwas von Zuckerwatte :-). Gegen Mittag gab’s eine Pause wo wir in einem zweiten Anlauf in die Stadt fuhren um einzukaufen. Diesmal klappte alles, wobei man wirklich immer wieder erschreckt, wenn man die Summe auf dem Einkaufszettel sieht und dann einen Blick in den fast leeren Wagen wirft. Nach einer Stärkung gings weiter in den Weinreihen und wir arbeiteten sogar bis 19 Uhr, da für die nächsten Tage nicht das beste Wetter vorausgesagt wurde. Was erledigt ist, ist erledigt!!
Da der nächste Morgen ein Sonntag war, der Himmel ziemlich grau und bedeckt, war es schon sehr verlockend für uns, einfach liegen zu bleiben. Zu genießen dass heute auf dem Gut nichts los war und einfach im Bett gammeln, wie an einem regnerischen Herbstsonntag in Deutschland. Wir rappelten uns aber doch auf, da für morgen das Wetter noch schlechter sein sollte und ab Dienstag sollten wir ja bei dem anderen Winzer sein. Also machten wir uns wieder aufs Feld. Nach ca. 2 Stunden fing es etwas zu nieseln an, was das Arbeiten nicht ganz so angenehm machte, da die Büsche dann nass waren, wir natürlich auch. Es fing an zu regnen, es hörte auf. Die Pausen dazwischen, wurden leider immer kürzer bis es irgendwann nur noch durchregnete. Da es jetzt aber keine Wasserfälle waren, die runter kamen, machten wir tapfer weiter. Als es doch einiges mehr wurde, machten wir Mittagspause im Van. Echt scheiße wenn die Arbeit vom Wetter abhängig ist. Wir überlegten abzubrechen und morgen den Rest zu machen, dann sagten wir uns allerdings, nass sind wir jetzt eh, es sind nicht mehr so viele Reihen, komm wir ziehen es durch. Gesagt, getan. Gegen 17 Uhr waren wir fertig und genossen die heiße Dusche. Da wir um das finanzielle zu regeln, eh bis morgen bleiben mussten, machten wir uns Abendessen. Es gab Wraps, welche total lecker waren, es blieben 4 Fladen übrig, sodass wir diese später am Abend in einer Pfanne warm machten und mit Nutella genossen, das war spitze. Wir verbrachten unsere letzte Nacht in der Stille.
Gegen 9.15 Uhr am nächsten Morgen, kam der Vater von David und regelte mit uns die Finanzen. David war immer noch in Sydney und wäre erst gegen Nachmittag da gewesen, so lange wollten wir nicht warten. Wir bekamen einen Scheck und der Vater meinte wir sollten doch mit ihnen in Kontakt bleiben, evtl. hätten sie in ein paar Wochen, wieder Arbeit für uns.
Gut gelaunt fuhren wir wieder nach Molong um dort den Campingplatz aufzusuchen. Er war ein kleiner Glücksgriff, mal abgesehen davon, dass sich auch dort wieder sehr komische Gestalten aufhielten. Wir mussten nur 19 AUD zahlen mit Strom, was für hier sehr günstig ist. Das Beste aber war, sie hatten Waschmaschinen und einen Trockner den man gratis benutzen durfte. Bei diesem Wetter sehr angenehm, da wir 4 Maschinen zu waschen hatten und es mal wieder zu regnen angefangen hatte. Der Trockner machte sich dadurch sehr bezahlt, ansonsten trocknen wir eigentlich immer draußen auf der Leine. Wir sparten durch die Nulltarifmaschinen auf jeden Fall ordentlich Geld und hatten mal wieder alles frisch gewaschen!
Wir entdeckten am Straßenrand noch eine Art Schrottplatz wo es alles Mögliche zu kaufen gab. Es gab Figuren, alte Kassetten, Taschen, Gläser, Postkarten aber eben auch Schrott. Der Inhaber war wohl einen Art Künstler, irgendwie aber auch ein bisschen Messi, aber seht selber auf den Bildern.
Da wir ja wieder mal ein paar Tage fleißig gearbeitet hatten, wollten wir uns am Abend eine Pizza gönnen. Wir fragten die Inhaberin des Campingplatzes, wo man hier Pizzen essen könnte, da meinte sie da müsst ihr wohl die 30 km nach Orange fahren, hier gibt es nichts. Wir dachten uns schon wieder, oh Mann, das darf doch wohl nicht wahr sein, wir fahren ja jetzt keine 60 km um Pizza zu essen. Ihr fiel dann doch das Hotel/ Pub im Ort ein, wo man Pizzen ab 18 Uhr haben könnte. Also machten wir uns auf ins Pub, es war schnell gefunden und wieder mal waren wir erstaunt, dass man hier nicht nur sein Bierchen an der Bar zischen konnte und was Essen konnte, nein es gab auch wieder viele TVs in denen Wetten angezeigt wurden und Tafeln auf denen man wetten konnte. Wir saßen an der Bar, tranken ein Bier und bestellten uns 2 Pizzen. Wir warteten und beobachteten die Leute. Wir hatten echt Hunger, nachdem eine Stunde vergangen war, wir aber immer noch keine Pizza hatten, fragte Lukas mal höflich nach, was denn mit ihnen ist? Die Bedienung meinte: Oh die müssten ja schon längst fertig sein, ich schau mal nach. Nach 2 Minuten war sie mit unseren Pizzen da, nur leider waren diese kalt, da sie schon etwas standen und irgendwie vergessen wurden. Wir wollten natürlich keine kalten essen, also verlangten wir dass sie neu gemacht wurden. Wir fragten wie lange es denn dann diesmal dauern würde, da bekamen wir die Antwort keine 10 Minuten. Ja hallo für was hatten wir denn, jetzt eine Stunde in diesem Schuppen gesessen!!! Es waren 3 Bedienungen an der Bar und der Chef selber war auch noch da und keiner kam mal auf die Idee zu fragen was mit den Pizzen ist, die seit einer geraumen Ewigkeit in der Ecke stehen. Hier musst du echt Kerngesund sein. Wir bekamen unseren frischen, warmen Pizzen und eine Entschuldigung von der Bedienung, dass es ihr ja so leid tut und sie sich so schlecht deswegen fühlt. Die Australier entschuldigen sich wirklich ständig und für alles, das ist schon ziemlich nervig, zumal es ja nicht direkt ihre Schuld war, der Chef hatte nämlich unsere Bestellung aufgenommen.
Wir verließen den Campingplatz am Dienstagmorgen in Richtung Orange, der erste Weg führte uns auf die NAB Bank, in dieser wollten wir den Scheck einlösen. Wir hätten auch zu unserer Bank gehen können, da der Scheck aber von der NAB war und es hier mindestens 3- 4 Tage dauert, das Geld von der einen, auf eine andere Bank zu überweisen, bevorzugten wir es cash. Daraus wurde aber auch wieder nichts, da die nette Dame am Schalter meinte, wer denn den Scheck ausgestellt hätte. Darauf wir keine Ahnung wie der Mann heißt, es war das Weingut soundso. Darauf sie, den kann ich so nicht einlösen da fehlt eine Unterschrift.
Wirklich jedes Mal wenn wir hier von Leuten mit einem Scheck bezahlt wurden gab es Probleme, war jetzt schon das zweite Mal. Vielleicht sollten die Australier mal auf Überweisungen umsteigen, wenn sie das mit den Schecks nicht peilen.
Wir also raus aus der Bank wieder ans Auto und diesen Vater angerufen, der ihn ja ausgestellt hatte. Der natürlich ziemlich ratlos, wir hatten aber auch keine Lust, jetzt wieder ca. 100 km zu fahren nur wegen der Unterschrift, welche er ja vergessen hatte. David meinte dann er regelt das mit der Bank. 15 Minuten später kam dann der Anruf geht nochmal rein, sie machen das jetzt. Natürlich gab es von ihm auch wieder die Standardentschuldigung: We are soooo sorry about this. Ja dann einfach mal vorher drüber nachdenken was man macht, anstatt immer diese Entschuldigungen!
Wir nochmal rein in die Bank, zufällig erwischten wir genau dieselbe Dame wieder und siehe da es ging. Natürlich nicht komplikationslos, aber dann wäre es ja auch langweilig gewesen. Wir mussten einen Ausweis oder irgendwas zeigen, wo die Unterschrift drauf ist. Lukas hat immer nur den Führerschein einstecken und Verena hatte mal wieder gar nichts dabei, also probierten wir es mit dem Führerschein. Die Frau schrieb dann irgendwelche Sachen ab, danach stockte es schon wieder etwas, bis sie uns nach Minuten fragte, gibt es denn kein Ablaufdatum? Nein es gibt darauf kein Ablaufdatum, daraufhin verschwand sie hinter einer Wand, um das Ganze wohl nochmal mit einem Vorgesetzten zu diskutieren. Egal, sie kam dann wieder und nach 10 Minuten hatten wir endlich unser Geld. Was für eine Geburt. Wir gingen zu unserer Bank zahlten den Großteil des Geldes ein, dann hieß es erst mal richtig einkaufen um die Vorräte aufzufüllen. In Molong gab es ja nur den teuren Spar, da wurde nur das nötigste besorgt.
Anschließend fuhren wir noch etwas durch die Stadt, was uns dabei immer wieder auffällt, umso größer die Stadt umso mehr Atzen auf der Straße. Man sah wieder Typen rumschleichen, da wird es einem anders.
Wir fuhren weiter auf das zweite Weingut, wo wir schon von Murray erwartet wurden. Das ist der Winzer hier, dieser Thomas ist wohl nur ein Angestellter der aber die Einstellung der Neuen Leute übernommen hatte. Murray ist ein ca. 50 Jahre alter Mann der ziemlich doll schielt, aber super nett ist. Er zeigte uns die Toiletten, die Dusche, eine offene Küche und eine Art Wintergarten, was wir alles benutzen dürfen ohne was zahlen zu müssen. Das ist ziemlicher Luxus für uns, natürlich nicht die Sanitären Anlagen, die haben mal wieder die besten Jahre hinter sich, aber das wir hier umsonst stehen dürfen, Strom haben und keine Campingplatzkosten, welche ja auch immer noch Fahrzeit in Anspruch nehmen. Gegen Abend brachte er uns sogar noch einen Fernseher runter, echt lieb und eine Flasche Wein durfte natürlich nicht fehlen.
Arbeiten ist momentan leider noch nicht angesagt, da wir hier im Moment ziemlich mieses Wetter haben. Es sind gerade mal noch 20 Grad, es regnet, windet und ist einfach nur ekelhaft. So richtiges Herbstwetter. Wir sollten dann ab heute anfangen zu ernten, aber mal wieder regen, jetzt ist es wahrscheinlich verschoben auf Montag, mal sehen, uns bleibt im Moment nichts anderes übrig als abwarten und auf besseres Wetter zu hoffen.
Gestern Abend windete es ziemlich, als dieser endlich aufhörte, fing eine Kröte an total laut zu quaken. Nach einiger Zeit hatten wir den Eindruck, dass es fast wie ein Hund klang, was aber ja eigentlich nicht sein konnte. Es quakte und jammerte immer weiter, bis Lukas meinte ich muss jetzt doch mal schauen, was das ist. Tatsächlich saß da ein Hund an unserem Van und jaulte. Er war mal wieder total hässlich, ähnlich wie der von Silvester nur viel, viel kleiner. Wir gingen raus und schauten nach ihm, er war total lieb, rollte sich gleich auf den Rücken und wollte gestreichelt werden. Wir gaben ihm etwas Wasser, ließen eine Tür von einem Raum hier offen, damit er nicht im Regen schlafen musste, das wollte er aber nicht. Lief uns natürlich wieder nach und saß wieder jaulend und kläffend vorm Van. Nach einiger Zeit hörte er endlich auf. Am nächsten Morgen war er immer noch da, es stellte sich raus, dass er dem Winzer gehört und Coco heißt.
Um die Zeit totzuschlagen, schauen wir einige Filme auf unserem Laptop, natürlich alle in Englisch. Heute hatten wir dazu aber keine Lust und fuhren in die 13 km entfernte Stadt Orange um etwas zu schlendern. Kaum dort angekommen, fing es wieder an zu regnen, also blieb uns nichts übrig, außer in eine der vielen Einkaufspassagen zu gehen, um Zeit zu schinden. Wir sahen uns verschiedene Geschäfte an kauften uns sogar Memory und UNO, aber viel interessanter waren mal wieder die Australier. Teilweise sehen sie aus, wie gerade von der Couch aufgestanden, bei anderen ist die Kleidungszusammenstellung ein Highlight. Es fehlte auch mal wieder nicht an Teenie Müttern die mit ihren 2 Bälgern total überfordert waren, das dritte aber schon wieder im Ofen hatten. Einige Atzen Familien konnte man auch beobachten, die dann wie in Deutschland, nachdem einkaufen, in ein Taxi steigen um nach Hause gefahren zu werden. Dann die ganzen Schulkinder, die in ihren Uniformen durch die Läden laufen und draußen vor der Passage die Kinder, die die Schule nötig hätten, aber nicht mehr hingehen und grölend, rauchend und spuckend davor rumlungern. Nicht zu vergessen die vielen wohl geformten Körper, die hier ihre vollen Massen in Leggings und kurzen Oberteilen zur Schau stellen. Wir haben echt den Eindruck, dass es hier ziemlich wenig normale Leute gibt.
Als wir auf unser Weingut zurückfuhren hingen richtige Nebelschwaden in der Luft und es kübelte aus Eimern, echt ätzend dieses Wetter. Wir hoffen auf besseres und werden uns dann wieder melden.
Am nächsten Morgen gings dann nach Molong. Wir trafen auf David der uns nach ein paar Fragen die Weinstöcke zeigte und uns erklärte dass wir nicht wie gedacht die Trauben ernten, sondern mehr erst mal nur Pflege betreiben sollen. Heißt durch die Reihen laufen und die hellen, grünen Trauben rausschneiden, da diese zu viel Säure haben und dann den Geschmack verderben. Da hier nicht mit der Hand geerntet wird, sondern maschinell war das wohl ein wichtiger Job. Wir liefen also Reihe für Reihe durch und zogen die schlechten raus. Man muss sagen, auf Dauer ist das ständige stehen oder laufen auch anstrengend und die Beine fühlen sich an, wie wenn an ihnen Zementsäcke hängen würden. Trotz allem ist das unser angenehmster Feld Job bis jetzt gewesen. Gegen 17 Uhr holte uns David vom Feld und erlöste uns von unserem Elend. Es ist an sich kein harter Job, aber wenn man so viele Tage wieder nichts gemacht hat und auf einmal endlos laufen muss, ist das schon etwas barbarisch. Er zeigte uns wo wir den Van parken konnten, legte uns ein Stromkabel, zeigte die Toilette mit Dusche. Anschließend fragten wir ihn wann wir denn morgen mit dem Arbeiten beginnen sollten, da meinte er nur: it´s up to you!! Großartig diesmal hatten wir echt Glück mit dem Job, konnten uns die Zeit frei einteilen, hatten einen kostenlosen Stellplatz direkt auf dem Gelände und zum Schluss drückte er uns auch noch eine Flasche Wein in die Hand und verabschiedete sich. Nun waren wir ganz allein auf diesem riesen Weingut, es war total idyllisch. Man hörte nur die Vögel zwitschern oder kreischen, je nach Art und einige Frösche quakten. Wir kochten uns unser Abendessen und genossen dieses auf der Terrasse des Weingutes, natürlich gab es den Wein dazu. Wir konnten währenddessen einige Hasen und Cockis beobachten, die sich das satte, grüne Gras etwa 20 Meter von uns entfernt schmecken ließen. Nach einer wohltuenden Dusche ging auch wieder dieser Tag zu Ende.
Wir wurden am nächsten Morgen wirklich nur vom Wecker wach, so still war es dort. Nach dem Frühstück gings raus aufs Feld und es hieß wieder helle Trauben, dunkle Trauben, helle Trauben……. Reihe für Reihe Wahnsinn das man wirklich für so eine Reihe bis zu 22 Minuten braucht, diese Zeit stand uns zumindest zu, also haben wir sie auch ausgenutzt. Gegen 18 Uhr machten wir Feierabend weil wir dringend in die Stadt mussten, da unsere Essenvorräte ziemlich erschöpft waren. Wir hatten morgens noch David gefragt, wie lange denn das Geschäft aufhaben würde? Er meinte bis 19 Uhr, was uns schon etwas verwunderte, da es für hier ziemlich lang ist, aber er wohnt ja hier, also muss er es ja wissen. Wir fuhren in den Ort Molong und alles war mal wieder ziemlich ausgestorben, natürlich war auch der Spar hier nicht mehr geöffnet. War ja mal wieder klar!!! Da wir jetzt aber eh schon in der Stadt waren, tankten wir und gönnten uns ein Eis. Es ging zurück aufs Weingut, wo wir wirklich unsere letzten Vorräte verputzten.
Wir erwachten wieder bei Sonnenschein und fuhren gegen 8 auf einen anderen Block, wo wir auch säubern sollten. Als wir gerade los fahren wollten, sahen wir einen Fuchs durch die Reihen streifen, wahrscheinlich war er auf der Suche nach den Feldhasen die hier ziemlich zahlreich vorhanden waren genau wie Spinnen, Heuschrecken, Raupen, Schmetterlinge, Fliegen, Raben, Feldmäuse usw. Was uns auch aufgefallen ist, wenn man so durch die Reben lief, es lag ab und zu ein Duft von Zuckerwatte in der Luft. Wenn man dann mal wieder in ein riesen Spinnennetz gelaufen war, welches quer über 2 Reihen hing und man die Weben aus seinem Gesicht zog, hatte dies auch etwas von Zuckerwatte :-). Gegen Mittag gab’s eine Pause wo wir in einem zweiten Anlauf in die Stadt fuhren um einzukaufen. Diesmal klappte alles, wobei man wirklich immer wieder erschreckt, wenn man die Summe auf dem Einkaufszettel sieht und dann einen Blick in den fast leeren Wagen wirft. Nach einer Stärkung gings weiter in den Weinreihen und wir arbeiteten sogar bis 19 Uhr, da für die nächsten Tage nicht das beste Wetter vorausgesagt wurde. Was erledigt ist, ist erledigt!!
Da der nächste Morgen ein Sonntag war, der Himmel ziemlich grau und bedeckt, war es schon sehr verlockend für uns, einfach liegen zu bleiben. Zu genießen dass heute auf dem Gut nichts los war und einfach im Bett gammeln, wie an einem regnerischen Herbstsonntag in Deutschland. Wir rappelten uns aber doch auf, da für morgen das Wetter noch schlechter sein sollte und ab Dienstag sollten wir ja bei dem anderen Winzer sein. Also machten wir uns wieder aufs Feld. Nach ca. 2 Stunden fing es etwas zu nieseln an, was das Arbeiten nicht ganz so angenehm machte, da die Büsche dann nass waren, wir natürlich auch. Es fing an zu regnen, es hörte auf. Die Pausen dazwischen, wurden leider immer kürzer bis es irgendwann nur noch durchregnete. Da es jetzt aber keine Wasserfälle waren, die runter kamen, machten wir tapfer weiter. Als es doch einiges mehr wurde, machten wir Mittagspause im Van. Echt scheiße wenn die Arbeit vom Wetter abhängig ist. Wir überlegten abzubrechen und morgen den Rest zu machen, dann sagten wir uns allerdings, nass sind wir jetzt eh, es sind nicht mehr so viele Reihen, komm wir ziehen es durch. Gesagt, getan. Gegen 17 Uhr waren wir fertig und genossen die heiße Dusche. Da wir um das finanzielle zu regeln, eh bis morgen bleiben mussten, machten wir uns Abendessen. Es gab Wraps, welche total lecker waren, es blieben 4 Fladen übrig, sodass wir diese später am Abend in einer Pfanne warm machten und mit Nutella genossen, das war spitze. Wir verbrachten unsere letzte Nacht in der Stille.
Gegen 9.15 Uhr am nächsten Morgen, kam der Vater von David und regelte mit uns die Finanzen. David war immer noch in Sydney und wäre erst gegen Nachmittag da gewesen, so lange wollten wir nicht warten. Wir bekamen einen Scheck und der Vater meinte wir sollten doch mit ihnen in Kontakt bleiben, evtl. hätten sie in ein paar Wochen, wieder Arbeit für uns.
Gut gelaunt fuhren wir wieder nach Molong um dort den Campingplatz aufzusuchen. Er war ein kleiner Glücksgriff, mal abgesehen davon, dass sich auch dort wieder sehr komische Gestalten aufhielten. Wir mussten nur 19 AUD zahlen mit Strom, was für hier sehr günstig ist. Das Beste aber war, sie hatten Waschmaschinen und einen Trockner den man gratis benutzen durfte. Bei diesem Wetter sehr angenehm, da wir 4 Maschinen zu waschen hatten und es mal wieder zu regnen angefangen hatte. Der Trockner machte sich dadurch sehr bezahlt, ansonsten trocknen wir eigentlich immer draußen auf der Leine. Wir sparten durch die Nulltarifmaschinen auf jeden Fall ordentlich Geld und hatten mal wieder alles frisch gewaschen!
Wir entdeckten am Straßenrand noch eine Art Schrottplatz wo es alles Mögliche zu kaufen gab. Es gab Figuren, alte Kassetten, Taschen, Gläser, Postkarten aber eben auch Schrott. Der Inhaber war wohl einen Art Künstler, irgendwie aber auch ein bisschen Messi, aber seht selber auf den Bildern.
Da wir ja wieder mal ein paar Tage fleißig gearbeitet hatten, wollten wir uns am Abend eine Pizza gönnen. Wir fragten die Inhaberin des Campingplatzes, wo man hier Pizzen essen könnte, da meinte sie da müsst ihr wohl die 30 km nach Orange fahren, hier gibt es nichts. Wir dachten uns schon wieder, oh Mann, das darf doch wohl nicht wahr sein, wir fahren ja jetzt keine 60 km um Pizza zu essen. Ihr fiel dann doch das Hotel/ Pub im Ort ein, wo man Pizzen ab 18 Uhr haben könnte. Also machten wir uns auf ins Pub, es war schnell gefunden und wieder mal waren wir erstaunt, dass man hier nicht nur sein Bierchen an der Bar zischen konnte und was Essen konnte, nein es gab auch wieder viele TVs in denen Wetten angezeigt wurden und Tafeln auf denen man wetten konnte. Wir saßen an der Bar, tranken ein Bier und bestellten uns 2 Pizzen. Wir warteten und beobachteten die Leute. Wir hatten echt Hunger, nachdem eine Stunde vergangen war, wir aber immer noch keine Pizza hatten, fragte Lukas mal höflich nach, was denn mit ihnen ist? Die Bedienung meinte: Oh die müssten ja schon längst fertig sein, ich schau mal nach. Nach 2 Minuten war sie mit unseren Pizzen da, nur leider waren diese kalt, da sie schon etwas standen und irgendwie vergessen wurden. Wir wollten natürlich keine kalten essen, also verlangten wir dass sie neu gemacht wurden. Wir fragten wie lange es denn dann diesmal dauern würde, da bekamen wir die Antwort keine 10 Minuten. Ja hallo für was hatten wir denn, jetzt eine Stunde in diesem Schuppen gesessen!!! Es waren 3 Bedienungen an der Bar und der Chef selber war auch noch da und keiner kam mal auf die Idee zu fragen was mit den Pizzen ist, die seit einer geraumen Ewigkeit in der Ecke stehen. Hier musst du echt Kerngesund sein. Wir bekamen unseren frischen, warmen Pizzen und eine Entschuldigung von der Bedienung, dass es ihr ja so leid tut und sie sich so schlecht deswegen fühlt. Die Australier entschuldigen sich wirklich ständig und für alles, das ist schon ziemlich nervig, zumal es ja nicht direkt ihre Schuld war, der Chef hatte nämlich unsere Bestellung aufgenommen.
Wir verließen den Campingplatz am Dienstagmorgen in Richtung Orange, der erste Weg führte uns auf die NAB Bank, in dieser wollten wir den Scheck einlösen. Wir hätten auch zu unserer Bank gehen können, da der Scheck aber von der NAB war und es hier mindestens 3- 4 Tage dauert, das Geld von der einen, auf eine andere Bank zu überweisen, bevorzugten wir es cash. Daraus wurde aber auch wieder nichts, da die nette Dame am Schalter meinte, wer denn den Scheck ausgestellt hätte. Darauf wir keine Ahnung wie der Mann heißt, es war das Weingut soundso. Darauf sie, den kann ich so nicht einlösen da fehlt eine Unterschrift.
Wirklich jedes Mal wenn wir hier von Leuten mit einem Scheck bezahlt wurden gab es Probleme, war jetzt schon das zweite Mal. Vielleicht sollten die Australier mal auf Überweisungen umsteigen, wenn sie das mit den Schecks nicht peilen.
Wir also raus aus der Bank wieder ans Auto und diesen Vater angerufen, der ihn ja ausgestellt hatte. Der natürlich ziemlich ratlos, wir hatten aber auch keine Lust, jetzt wieder ca. 100 km zu fahren nur wegen der Unterschrift, welche er ja vergessen hatte. David meinte dann er regelt das mit der Bank. 15 Minuten später kam dann der Anruf geht nochmal rein, sie machen das jetzt. Natürlich gab es von ihm auch wieder die Standardentschuldigung: We are soooo sorry about this. Ja dann einfach mal vorher drüber nachdenken was man macht, anstatt immer diese Entschuldigungen!
Wir nochmal rein in die Bank, zufällig erwischten wir genau dieselbe Dame wieder und siehe da es ging. Natürlich nicht komplikationslos, aber dann wäre es ja auch langweilig gewesen. Wir mussten einen Ausweis oder irgendwas zeigen, wo die Unterschrift drauf ist. Lukas hat immer nur den Führerschein einstecken und Verena hatte mal wieder gar nichts dabei, also probierten wir es mit dem Führerschein. Die Frau schrieb dann irgendwelche Sachen ab, danach stockte es schon wieder etwas, bis sie uns nach Minuten fragte, gibt es denn kein Ablaufdatum? Nein es gibt darauf kein Ablaufdatum, daraufhin verschwand sie hinter einer Wand, um das Ganze wohl nochmal mit einem Vorgesetzten zu diskutieren. Egal, sie kam dann wieder und nach 10 Minuten hatten wir endlich unser Geld. Was für eine Geburt. Wir gingen zu unserer Bank zahlten den Großteil des Geldes ein, dann hieß es erst mal richtig einkaufen um die Vorräte aufzufüllen. In Molong gab es ja nur den teuren Spar, da wurde nur das nötigste besorgt.
Anschließend fuhren wir noch etwas durch die Stadt, was uns dabei immer wieder auffällt, umso größer die Stadt umso mehr Atzen auf der Straße. Man sah wieder Typen rumschleichen, da wird es einem anders.
Wir fuhren weiter auf das zweite Weingut, wo wir schon von Murray erwartet wurden. Das ist der Winzer hier, dieser Thomas ist wohl nur ein Angestellter der aber die Einstellung der Neuen Leute übernommen hatte. Murray ist ein ca. 50 Jahre alter Mann der ziemlich doll schielt, aber super nett ist. Er zeigte uns die Toiletten, die Dusche, eine offene Küche und eine Art Wintergarten, was wir alles benutzen dürfen ohne was zahlen zu müssen. Das ist ziemlicher Luxus für uns, natürlich nicht die Sanitären Anlagen, die haben mal wieder die besten Jahre hinter sich, aber das wir hier umsonst stehen dürfen, Strom haben und keine Campingplatzkosten, welche ja auch immer noch Fahrzeit in Anspruch nehmen. Gegen Abend brachte er uns sogar noch einen Fernseher runter, echt lieb und eine Flasche Wein durfte natürlich nicht fehlen.
Arbeiten ist momentan leider noch nicht angesagt, da wir hier im Moment ziemlich mieses Wetter haben. Es sind gerade mal noch 20 Grad, es regnet, windet und ist einfach nur ekelhaft. So richtiges Herbstwetter. Wir sollten dann ab heute anfangen zu ernten, aber mal wieder regen, jetzt ist es wahrscheinlich verschoben auf Montag, mal sehen, uns bleibt im Moment nichts anderes übrig als abwarten und auf besseres Wetter zu hoffen.
Gestern Abend windete es ziemlich, als dieser endlich aufhörte, fing eine Kröte an total laut zu quaken. Nach einiger Zeit hatten wir den Eindruck, dass es fast wie ein Hund klang, was aber ja eigentlich nicht sein konnte. Es quakte und jammerte immer weiter, bis Lukas meinte ich muss jetzt doch mal schauen, was das ist. Tatsächlich saß da ein Hund an unserem Van und jaulte. Er war mal wieder total hässlich, ähnlich wie der von Silvester nur viel, viel kleiner. Wir gingen raus und schauten nach ihm, er war total lieb, rollte sich gleich auf den Rücken und wollte gestreichelt werden. Wir gaben ihm etwas Wasser, ließen eine Tür von einem Raum hier offen, damit er nicht im Regen schlafen musste, das wollte er aber nicht. Lief uns natürlich wieder nach und saß wieder jaulend und kläffend vorm Van. Nach einiger Zeit hörte er endlich auf. Am nächsten Morgen war er immer noch da, es stellte sich raus, dass er dem Winzer gehört und Coco heißt.
Um die Zeit totzuschlagen, schauen wir einige Filme auf unserem Laptop, natürlich alle in Englisch. Heute hatten wir dazu aber keine Lust und fuhren in die 13 km entfernte Stadt Orange um etwas zu schlendern. Kaum dort angekommen, fing es wieder an zu regnen, also blieb uns nichts übrig, außer in eine der vielen Einkaufspassagen zu gehen, um Zeit zu schinden. Wir sahen uns verschiedene Geschäfte an kauften uns sogar Memory und UNO, aber viel interessanter waren mal wieder die Australier. Teilweise sehen sie aus, wie gerade von der Couch aufgestanden, bei anderen ist die Kleidungszusammenstellung ein Highlight. Es fehlte auch mal wieder nicht an Teenie Müttern die mit ihren 2 Bälgern total überfordert waren, das dritte aber schon wieder im Ofen hatten. Einige Atzen Familien konnte man auch beobachten, die dann wie in Deutschland, nachdem einkaufen, in ein Taxi steigen um nach Hause gefahren zu werden. Dann die ganzen Schulkinder, die in ihren Uniformen durch die Läden laufen und draußen vor der Passage die Kinder, die die Schule nötig hätten, aber nicht mehr hingehen und grölend, rauchend und spuckend davor rumlungern. Nicht zu vergessen die vielen wohl geformten Körper, die hier ihre vollen Massen in Leggings und kurzen Oberteilen zur Schau stellen. Wir haben echt den Eindruck, dass es hier ziemlich wenig normale Leute gibt.
Als wir auf unser Weingut zurückfuhren hingen richtige Nebelschwaden in der Luft und es kübelte aus Eimern, echt ätzend dieses Wetter. Wir hoffen auf besseres und werden uns dann wieder melden.
Dienstag, 21. Februar 2012
Weiter Richtung Ostküste
Am nächsten Morgen entschieden wir, dass es mal wieder dringend an der Zeit war unsere Wäsche zu waschen und den Abwasch zu machen. Ein Campingplatz in Young war unser Ziel. Wir buchten gleich 2 Nächte um uns etwas von der Feldarbeit zu erholen. Auf diesem Campingplatz tummelten sich ziemlich viele Tiere, wir sahen Hasen einfach über den Platz hoppeln, eine Gottesanbeterin, Eidechsen, einen Frosch und einen Gecko.
Frisch und erholt ging es dann ein ganzes Stück weiter ins Landesinnere über ein kleines Dorf das den Namen eines hier sehr bekannten Tieres (Wombat) trägt weiter nach Hay. Auf dem Weg dorthin sah man wieder ewig nur Felder, Büsche und einige Bäume ansonsten nichts, echt Wahnsinn.
Dort hatten wir einen super Schlafplatz gefunden, direkt am Fluss, nicht weit von der Stadt aber schön ruhig. Es war sogar mal ein Platz wo ein riesen Schild stand das Campen willkommen ist, diese Schilder sieht man in Australien nicht ganz so oft. Es sind in der Regel immer mehr die riesen Verbotsschilder die einem ins Auge fallen und über das gesamte Land verstreut sind – Deutschland ist da ein Witz dagegen. Wir besuchten hier das kostenlose Schwimmbad, in dem weder an einem Samstag noch an einem Sonntagmittag, bei 32 Grad und strahlendem Sonnenschein wirklich was los war. Wir fragen uns echt immer öfter was die Australier so für ein Völkchen sind. In Deutschland wäre so was ja undenkbar- super Wetter, kostenloser Eintritt und dann 5 Mann im Schwimmbad. Teilweise war ich sogar ganz alleine im Wasser am Bahnen ziehen, natürlich war dies sehr angenehm, wenn einem nicht ständig jemand im Weg ist.
Noch so eine Sache, wir verließen gegen 17 Uhr das Schwimmbad und wollten noch ein paar Kleinigkeiten zu Essen besorgen, leider waren schon alle Geschäfte dicht und kaum noch jemand auf den Straßen zu sehen. Es ist schon super, dass die Geschäfte hier von Montag bis Sonntag geöffnet sind, aber bei diesen Öffnungszeiten! Das in einer Stadt mit 2600 Einwohnern (für Australien und Inland ist das recht groß). Was machen die Leute den ganzen Tag??? Vielleicht finden wir es noch raus!
Wir besuchten am nächsten Tag ein altes Gefängnis (die Wurzeln des australischen Kontinets) in Hay. Es war ganz interessant gemacht, man konnte durch den alten Zellengang laufen und in jeder alten Zelle waren die verschiedensten Dinge ausgestellt wie z.B. Waffen oder eine alte, original eingerichtete Zelle.
Unsere Fahrt führte von Hay nun nach Wagga Wagga. Wir fuhren 120 km durchs nichts, es kam ein Hotel ansonsten nur Äcker und ganz weit im Landesinneren konnte man einige Farmen erkennen, diese waren aber auch an einer Hand abzuzählen. Das ist für uns so unvorstellbar in so ner „Stadt“ zu wohnen wo man fast 2 Stunden fahren muss um in eine etwas größere Stadt zu kommen, wo dann die Lebensmittelgeschäfte evtl. auch mal bis 20 Uhr offen haben und man einen McDonalds oder ähnliches findet. Uns wird immer öfter klar, dass das hier kein Flecken Erde ist, wo wir für längerfristig bleiben wollen würden. Einige Ecken sind super schön anzusehen und man kann echt gut reisen, aber hier leben – Niemals!
In der größeren Stadt Denilliquin, kamen wir dann auch mal wieder in eine Polizeikontrolle. Es wurde ernsthaft ein Straßenabschnitt von mehreren Polizeiautos dicht gemacht, diese standen dann da mit ihren Blaulichtern an und alle Polizisten draußen auf der Straße und sie winkten die Leute an den Straßenrand. Es war ein Montag und 13.30 Uhr, Lukas musste mal wieder seinen Führerschein zeigen und dann auch wieder blasen. Die Polizisten überprüften auch unsere KFZ Zulassung. Man muss dazu sagen, dass die sogenannte REGO mit einem Aufkleber an der Frontscheibe in der Regel gleich gut zu sehen ist, außer wenn das Auto in Western Australia zugelassen wurde :-). Als die Polizisten das sahen, konnten sie es kaum glauben und mussten mehrmals nachfragen, seid ihr wirklich aus Western Australia? Nachdem alles geklärt war, ging es weiter nach Wagga Wagga. Sie ist NSW größte Inland Stadt mit 46.700 Einwohnern. Wir schauten uns die Stadt an, sie hat ein ganz merkwürdiges riesen Krankenhaus, welches aber überhaupt nicht wie eins aussieht. Es ist ein 8 stöckiges altes, rotes Steingebäude, das eher an eine alte Fabrik oder so etwas erinnert.
Wir versuchten unser Glück eine Arbeit zu finden. Aber auch hier wieder nichts Passendes. Es gab eine Schlachtfirma die Leute sucht, aber dieses Kapitel hatten wir ja schon. Dann gab es eine Familie aus England, die im März nach Australien kommt um hier zu arbeiten und zu leben, diese wollten uns 3-mal wöchentlich für je 3 Stunden haben. Wäre bestimmt ganz interessant gewesen, es wurde auch eine gute Bezahlung angeboten aber damit kommen wir auf keine Stunden. Die Jobagenturen hier, können einem auch nicht wirklich helfen, da wir keine Einwohner sind.
Auf unserem Übernachtungsplatz einer öffentlichen Wiese mit Toiletten, BBQ und Wasser hätte man meinen können wir stehen auf einem Campingplatz. Doch wir haben den Campingplatz in Wagga gesehen, dort war nicht so viel los, wie da wo wir standen. Es ist echt Wahnsinn, was die Australier für riesige Wohnwägen hinter ihren total zugeladenen Autos dann auf so einen Platz ziehen. Da werden dann der Generator, die Satellitenschüssel, Fotovoltaikzellen, eigene Duschzelte, Wäscheständer, Bügelbretter und sogar Waschmaschinen aufgebaut. Diese riesen Schiffe haben bestimmt teilweise den Wert einer Doppelhaushälfte. Natürlich gibt es auch immer eine andere Seite auf solchen Plätze, die Leute die hier immer in ihren kleinen Zelten wohnen. Wir waren einmal nachts noch auf der Toilette, wo uns 2 Jungs ansprachen. Sie waren vielleicht so um die 20 Jahre alt, stanken nach Alk ohne Ende, hatten kaum noch Zähne im Mund und wollten wissen wie Lukas heißt. Wir unterhielten uns kurz mit ihnen und sie erzählten, dass sie immer hier wohnen!!!
Wir besuchten den botanischen Garten, war nicht wirklich sehenswert wenn man die Gärten in den Großstädten gesehen hat. Was aber ganz nett war, es gab einen kleinen Zoo direkt nebenan, dieser kostete sogar keinen Eintritt (hier kostet normalerweise alles etwas) und man konnte einige Tiere sehen und füttern. Viele Pfauen liefen frei im Zoo rum. Was schön anzusehen war, es gab ein Gehege für Meerschweinchen, die hatten eine riesen Burg drin stehen. Es gab einen Wassergraben drum rum und viele kleine Balkone in dem Komplex. Ein Meerschwein lag auf einem der Balkon und schlief. Nachdem Esel, Hühner, Schweine, Alpaccas und Kängurus gefüttert waren, schlenderten wir noch etwas durch die Stadt.
Wir liefen durch eine große Einkaufspassage, in der schon wieder alle Geschäfte um 17 Uhr geschlossen hatten, außer ein Alkoholladen und ein Lebensmittelladen. Alkoholläden gibt es hier immer extra oder sie sind mit drin in größeren Ketten, ansonsten gibt es hier keine Möglichkeit Alkohol zu kaufen. Diese sogenannten Bottleshops sind teilweise so groß, dass es einen Drive In gibt. Die sind auch immer gut besucht, obwohl auch das hier echt teuer ist. Wir haben ein Sixer Bier gekauft, das kostete ungefähr 12 Euro und war kein besonderes Bier und noch im Angebot!
Unsere Fahrt ging weiter Richtung Sydney, doch bevor wir uns die Stadt anschauen, machten wir einen kleinen Ausflug in die Blue Mountains. Ein Nationalpark mit unglaublich viel grün, wo es immer aussieht als wäre es neblig. Das liegt an den vielen Eukalyptusbäumen, die durch die Hitze ihre Öle absondern und die steigen dann auf in die Luft, was den Nebel erzeugt. Beim ersten Besuch fing es unglaublich zu schütten an, so dass wir den Ausflug abrachen. Wir fanden einen Schlafplatz direkt in dem riesen Nationalpark. Er war total ruhig an einem kleinen Fluss gelegen ganz unten in einem Tal. Am nächsten Morgen besuchten wir dann nochmal den Wentworth Wasserfall und die bekannten 300 Meter emporragenden Three Sisters in Katoomba. Zu den 3 Schwestern gibt es eine Aborigine Legende und zwar sollen sie von ihrem Vater zu Stein verzaubert worden sein um sie von ihren Liebhabern fernzuhalten.
Wir fuhren weiter Richtung Richmond das ist ca. eine Stunde von Sydney entfernt, auf einem Lookout konnte man die Stadt schon sehen. In Richtung Richmond fuhren wir, da in unserem Campingatlas steht, dass dort ein Platz ist mit Duschen, Toiletten, Strom usw. und das alles für umsonst. Ganz so zum Träumen war es da dann doch nicht, der Platz existiert man darf auch 3 Nächte dort übernachten, muss dafür aber in einen „Club“ eintreten, der wie ein Casino wirkt. Es wurde der Führerschein verlangt, ein Foto geschossen und zack hatte Lukas seine Mitgliedskarte, diese ermöglichte uns den Zutritt zum Campingplatz. Nachdem die 4 AUD Mitgliedspauschale bezahlt waren, wollten wir uns im Casino noch etwas umschauen. Es war Sonntagnachmittag 15.30 Uhr, draußen mal wieder strahlender Sonnenschein und man war echt überrascht wie voll der Club war. Es gab ganz viele verschiedene Spieleautomaten, die auch von den älteren Herrschaften in diesem Ort sehr gerne genutzt werden. Es spielte eine Band, es gibt ein riesen Essensbereich, einen großen Garten zum Relaxen und eine Tombola, Dort sah man lauter iPods und PCs usw. rumstehen.
Wir gingen rüber auf den Campingplatz, er ist sehr großzügig von der Stellfläche, allerdings gibt es nur 2 Toiletten und in diesen befinden sich auch gleich die Duschen. Sprich wenn jemand auf dem Klo sitzt und sein Geschäft erledigt, ist dann eine Kabine erst mal dicht. Da aber nicht viele Leute hier sind, hatten wir bis jetzt noch keine Probleme eine Kabine zu erwischen.
Wir haben auch wieder nach Jobs gesucht und eine Kleinanzeige auf einer sehr bekannten australischen Seite geschaltet. Einfach nur dass ein deutsches Pärchen Arbeit sucht. Gestern Abend bekamen wir eine SMS, in der jemand fragte ob wir immer noch nach Arbeit suchen? Wir schrieben zurück „Yes“. Daraufhin kam eine SMS (original SMS): „can you both doing private show please? Nobody watch just me“. Ja was soll man dazu sagen!
Leider ist das Wetter die letzten Tage ziemlich schlecht, es ist schon so um die 28 Grad warm, aber es scheint die Sonne und zehn Minuten später regnet es was das Zeug hält. Dann wieder Sonne, dann wieder ein paar Stunden nur Regen und Gewitter. Auf Grund dieser Wettersituation, die das Leben im Auto nicht wirklich einfacher für uns macht, haben wir uns entschlossen, erst mal nicht nach Sydney zu fahren. Wir haben uns über HelpX mal wieder ein Pärchen ausgesucht, die 4 Hunde haben und etwas Hilfe beim Ausmisten ihres Hauses benötigen. Dort geht es dann als nächstes hin wir werden berichten.
Ach ja, Lukas war im Barber Shop! Endlich wieder kurze Haare! Der Friseur war ein (wahrscheinlich) Chinese, der kein Wort Englisch gesprochen hat und immer nur freundlich grinste aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Preis von 13 AUD war sogar unschlagbar günstig.
Frisch und erholt ging es dann ein ganzes Stück weiter ins Landesinnere über ein kleines Dorf das den Namen eines hier sehr bekannten Tieres (Wombat) trägt weiter nach Hay. Auf dem Weg dorthin sah man wieder ewig nur Felder, Büsche und einige Bäume ansonsten nichts, echt Wahnsinn.
Dort hatten wir einen super Schlafplatz gefunden, direkt am Fluss, nicht weit von der Stadt aber schön ruhig. Es war sogar mal ein Platz wo ein riesen Schild stand das Campen willkommen ist, diese Schilder sieht man in Australien nicht ganz so oft. Es sind in der Regel immer mehr die riesen Verbotsschilder die einem ins Auge fallen und über das gesamte Land verstreut sind – Deutschland ist da ein Witz dagegen. Wir besuchten hier das kostenlose Schwimmbad, in dem weder an einem Samstag noch an einem Sonntagmittag, bei 32 Grad und strahlendem Sonnenschein wirklich was los war. Wir fragen uns echt immer öfter was die Australier so für ein Völkchen sind. In Deutschland wäre so was ja undenkbar- super Wetter, kostenloser Eintritt und dann 5 Mann im Schwimmbad. Teilweise war ich sogar ganz alleine im Wasser am Bahnen ziehen, natürlich war dies sehr angenehm, wenn einem nicht ständig jemand im Weg ist.
Noch so eine Sache, wir verließen gegen 17 Uhr das Schwimmbad und wollten noch ein paar Kleinigkeiten zu Essen besorgen, leider waren schon alle Geschäfte dicht und kaum noch jemand auf den Straßen zu sehen. Es ist schon super, dass die Geschäfte hier von Montag bis Sonntag geöffnet sind, aber bei diesen Öffnungszeiten! Das in einer Stadt mit 2600 Einwohnern (für Australien und Inland ist das recht groß). Was machen die Leute den ganzen Tag??? Vielleicht finden wir es noch raus!
Wir besuchten am nächsten Tag ein altes Gefängnis (die Wurzeln des australischen Kontinets) in Hay. Es war ganz interessant gemacht, man konnte durch den alten Zellengang laufen und in jeder alten Zelle waren die verschiedensten Dinge ausgestellt wie z.B. Waffen oder eine alte, original eingerichtete Zelle.
Unsere Fahrt führte von Hay nun nach Wagga Wagga. Wir fuhren 120 km durchs nichts, es kam ein Hotel ansonsten nur Äcker und ganz weit im Landesinneren konnte man einige Farmen erkennen, diese waren aber auch an einer Hand abzuzählen. Das ist für uns so unvorstellbar in so ner „Stadt“ zu wohnen wo man fast 2 Stunden fahren muss um in eine etwas größere Stadt zu kommen, wo dann die Lebensmittelgeschäfte evtl. auch mal bis 20 Uhr offen haben und man einen McDonalds oder ähnliches findet. Uns wird immer öfter klar, dass das hier kein Flecken Erde ist, wo wir für längerfristig bleiben wollen würden. Einige Ecken sind super schön anzusehen und man kann echt gut reisen, aber hier leben – Niemals!
In der größeren Stadt Denilliquin, kamen wir dann auch mal wieder in eine Polizeikontrolle. Es wurde ernsthaft ein Straßenabschnitt von mehreren Polizeiautos dicht gemacht, diese standen dann da mit ihren Blaulichtern an und alle Polizisten draußen auf der Straße und sie winkten die Leute an den Straßenrand. Es war ein Montag und 13.30 Uhr, Lukas musste mal wieder seinen Führerschein zeigen und dann auch wieder blasen. Die Polizisten überprüften auch unsere KFZ Zulassung. Man muss dazu sagen, dass die sogenannte REGO mit einem Aufkleber an der Frontscheibe in der Regel gleich gut zu sehen ist, außer wenn das Auto in Western Australia zugelassen wurde :-). Als die Polizisten das sahen, konnten sie es kaum glauben und mussten mehrmals nachfragen, seid ihr wirklich aus Western Australia? Nachdem alles geklärt war, ging es weiter nach Wagga Wagga. Sie ist NSW größte Inland Stadt mit 46.700 Einwohnern. Wir schauten uns die Stadt an, sie hat ein ganz merkwürdiges riesen Krankenhaus, welches aber überhaupt nicht wie eins aussieht. Es ist ein 8 stöckiges altes, rotes Steingebäude, das eher an eine alte Fabrik oder so etwas erinnert.
Wir versuchten unser Glück eine Arbeit zu finden. Aber auch hier wieder nichts Passendes. Es gab eine Schlachtfirma die Leute sucht, aber dieses Kapitel hatten wir ja schon. Dann gab es eine Familie aus England, die im März nach Australien kommt um hier zu arbeiten und zu leben, diese wollten uns 3-mal wöchentlich für je 3 Stunden haben. Wäre bestimmt ganz interessant gewesen, es wurde auch eine gute Bezahlung angeboten aber damit kommen wir auf keine Stunden. Die Jobagenturen hier, können einem auch nicht wirklich helfen, da wir keine Einwohner sind.
Auf unserem Übernachtungsplatz einer öffentlichen Wiese mit Toiletten, BBQ und Wasser hätte man meinen können wir stehen auf einem Campingplatz. Doch wir haben den Campingplatz in Wagga gesehen, dort war nicht so viel los, wie da wo wir standen. Es ist echt Wahnsinn, was die Australier für riesige Wohnwägen hinter ihren total zugeladenen Autos dann auf so einen Platz ziehen. Da werden dann der Generator, die Satellitenschüssel, Fotovoltaikzellen, eigene Duschzelte, Wäscheständer, Bügelbretter und sogar Waschmaschinen aufgebaut. Diese riesen Schiffe haben bestimmt teilweise den Wert einer Doppelhaushälfte. Natürlich gibt es auch immer eine andere Seite auf solchen Plätze, die Leute die hier immer in ihren kleinen Zelten wohnen. Wir waren einmal nachts noch auf der Toilette, wo uns 2 Jungs ansprachen. Sie waren vielleicht so um die 20 Jahre alt, stanken nach Alk ohne Ende, hatten kaum noch Zähne im Mund und wollten wissen wie Lukas heißt. Wir unterhielten uns kurz mit ihnen und sie erzählten, dass sie immer hier wohnen!!!
Wir besuchten den botanischen Garten, war nicht wirklich sehenswert wenn man die Gärten in den Großstädten gesehen hat. Was aber ganz nett war, es gab einen kleinen Zoo direkt nebenan, dieser kostete sogar keinen Eintritt (hier kostet normalerweise alles etwas) und man konnte einige Tiere sehen und füttern. Viele Pfauen liefen frei im Zoo rum. Was schön anzusehen war, es gab ein Gehege für Meerschweinchen, die hatten eine riesen Burg drin stehen. Es gab einen Wassergraben drum rum und viele kleine Balkone in dem Komplex. Ein Meerschwein lag auf einem der Balkon und schlief. Nachdem Esel, Hühner, Schweine, Alpaccas und Kängurus gefüttert waren, schlenderten wir noch etwas durch die Stadt.
Wir liefen durch eine große Einkaufspassage, in der schon wieder alle Geschäfte um 17 Uhr geschlossen hatten, außer ein Alkoholladen und ein Lebensmittelladen. Alkoholläden gibt es hier immer extra oder sie sind mit drin in größeren Ketten, ansonsten gibt es hier keine Möglichkeit Alkohol zu kaufen. Diese sogenannten Bottleshops sind teilweise so groß, dass es einen Drive In gibt. Die sind auch immer gut besucht, obwohl auch das hier echt teuer ist. Wir haben ein Sixer Bier gekauft, das kostete ungefähr 12 Euro und war kein besonderes Bier und noch im Angebot!
Unsere Fahrt ging weiter Richtung Sydney, doch bevor wir uns die Stadt anschauen, machten wir einen kleinen Ausflug in die Blue Mountains. Ein Nationalpark mit unglaublich viel grün, wo es immer aussieht als wäre es neblig. Das liegt an den vielen Eukalyptusbäumen, die durch die Hitze ihre Öle absondern und die steigen dann auf in die Luft, was den Nebel erzeugt. Beim ersten Besuch fing es unglaublich zu schütten an, so dass wir den Ausflug abrachen. Wir fanden einen Schlafplatz direkt in dem riesen Nationalpark. Er war total ruhig an einem kleinen Fluss gelegen ganz unten in einem Tal. Am nächsten Morgen besuchten wir dann nochmal den Wentworth Wasserfall und die bekannten 300 Meter emporragenden Three Sisters in Katoomba. Zu den 3 Schwestern gibt es eine Aborigine Legende und zwar sollen sie von ihrem Vater zu Stein verzaubert worden sein um sie von ihren Liebhabern fernzuhalten.
Wir fuhren weiter Richtung Richmond das ist ca. eine Stunde von Sydney entfernt, auf einem Lookout konnte man die Stadt schon sehen. In Richtung Richmond fuhren wir, da in unserem Campingatlas steht, dass dort ein Platz ist mit Duschen, Toiletten, Strom usw. und das alles für umsonst. Ganz so zum Träumen war es da dann doch nicht, der Platz existiert man darf auch 3 Nächte dort übernachten, muss dafür aber in einen „Club“ eintreten, der wie ein Casino wirkt. Es wurde der Führerschein verlangt, ein Foto geschossen und zack hatte Lukas seine Mitgliedskarte, diese ermöglichte uns den Zutritt zum Campingplatz. Nachdem die 4 AUD Mitgliedspauschale bezahlt waren, wollten wir uns im Casino noch etwas umschauen. Es war Sonntagnachmittag 15.30 Uhr, draußen mal wieder strahlender Sonnenschein und man war echt überrascht wie voll der Club war. Es gab ganz viele verschiedene Spieleautomaten, die auch von den älteren Herrschaften in diesem Ort sehr gerne genutzt werden. Es spielte eine Band, es gibt ein riesen Essensbereich, einen großen Garten zum Relaxen und eine Tombola, Dort sah man lauter iPods und PCs usw. rumstehen.
Wir gingen rüber auf den Campingplatz, er ist sehr großzügig von der Stellfläche, allerdings gibt es nur 2 Toiletten und in diesen befinden sich auch gleich die Duschen. Sprich wenn jemand auf dem Klo sitzt und sein Geschäft erledigt, ist dann eine Kabine erst mal dicht. Da aber nicht viele Leute hier sind, hatten wir bis jetzt noch keine Probleme eine Kabine zu erwischen.
Wir haben auch wieder nach Jobs gesucht und eine Kleinanzeige auf einer sehr bekannten australischen Seite geschaltet. Einfach nur dass ein deutsches Pärchen Arbeit sucht. Gestern Abend bekamen wir eine SMS, in der jemand fragte ob wir immer noch nach Arbeit suchen? Wir schrieben zurück „Yes“. Daraufhin kam eine SMS (original SMS): „can you both doing private show please? Nobody watch just me“. Ja was soll man dazu sagen!
Leider ist das Wetter die letzten Tage ziemlich schlecht, es ist schon so um die 28 Grad warm, aber es scheint die Sonne und zehn Minuten später regnet es was das Zeug hält. Dann wieder Sonne, dann wieder ein paar Stunden nur Regen und Gewitter. Auf Grund dieser Wettersituation, die das Leben im Auto nicht wirklich einfacher für uns macht, haben wir uns entschlossen, erst mal nicht nach Sydney zu fahren. Wir haben uns über HelpX mal wieder ein Pärchen ausgesucht, die 4 Hunde haben und etwas Hilfe beim Ausmisten ihres Hauses benötigen. Dort geht es dann als nächstes hin wir werden berichten.
Ach ja, Lukas war im Barber Shop! Endlich wieder kurze Haare! Der Friseur war ein (wahrscheinlich) Chinese, der kein Wort Englisch gesprochen hat und immer nur freundlich grinste aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Preis von 13 AUD war sogar unschlagbar günstig.
Mittwoch, 8. Februar 2012
Canberra – die unbekannte Retortenstadt
Nachdem wir am nächsten Morgen den Edward River verlassen hatten, beschlossen wir in Richtung Canberra zu fahren. Viele sagen, da gibt es nichts zu sehen und die ganze Stadt ist total hässlich. Wir sagten uns allerdings, wenn man schon eine längere Zeit durch Australien reist, sollte man schon mal die Hauptstadt gesehen haben, egal ob hübsch oder nicht.
Da waren wir nun in Canberra.
Die Stadt liegt total im grünen, hat auch wieder viele Parks und einen Fluss. Vor einigen Jahren hatte die Stadt wohl ihren Ruf als schläfrige Beamtenstadt weg, davon merkt man heute immer noch etwas. Die Leuten hetzen nicht so durch die Straßen und auch beim Autofahren heißt es, immer alles schön gemütlich, Beamten halt:-)
Am ersten Tag als wir ankamen hatten wir ziemlich gutes Wetter, da es aber schon Nachmittag war, entschieden wir uns erst am nächsten Tag richtig die Stadt anzusehen.
Wir besuchten in mehreren Tagen das New Parliament House auf dem Capital Hill, davon gegenüber das Old Parliament House, ein ziemlich bekanntes War Memorial, schlenderten durch die Innenstadt und fuhren auf einen Berg( Mount Ainslie), von wo man einen guten Ausblick auf die Stadt hatte. Da die nächsten Tage leider im Dauerregen vergingen, besuchten wir einige Museen. Davon gibt es hier reichlich, das Beste daran ist, alle kosten keinen Eintritt. Wir waren in dem Film und Sound Museum und im National Museum, dort wurde viel über die Entstehung Australiens gezeigt. Viel mit Filmen, Sachen zum Anfassen und zum Nachlesen, es war wirklich ganz interessant gemacht und was soll man an einem Regentag auch machen, wenn man kein richtiges zu Hause hat.
In diesem Zeitraum schauten wir natürlich auch immer mal wieder nach Jobs. Wir bekamen ein Angebot von einem Farmer, er suchte Leute die auf seinem Feld Zucchinis pflücken. Eigentlich hatten wir auf so eine Arbeit überhaupt keine Lust. Das Tomaten pflücken war so hart und anstrengend, dazu die nicht so gute Bezahlung. Aber wir dachten uns was soll´s, es ist sowieso Wochenende, da kann man nicht viel bei der Arbeitssuche erreichen, also probieren wir es einfach.
Die Fahrt führte uns nach Young, eine Stadt so 3 Stunden westlich von Sydney. Das einzige warum man hier her kommt ist Arbeit, ansonsten gibt es nichts dolles. Die Stadt ist in Australien als die Hauptstadt der Kirschen bekannt und darauf sind mal wieder alle Einwohner sehr stolz, wie auf fast alles hier. Die Saison war allerdings schon im Januar vorbei, aber wir waren ja auch wegen der Zucchinis hier.
Wir sollten auf eine Farm kommen die 15 Minuten außerhalb liegt. Als wir morgens dort ankamen stand uns ein dicker, kleiner, haariger und ein bisschen arabisch aussehender Kerl gegenüber. Es stellte sich raus, dass es seine Farm ist. Er 28 Jahre jung, lebt hier mit seinen Eltern, seiner Frau und 4 Kindern. Er wohnt im „ Cottage“, seine Eltern in einem nicht kleinen Haus, nur das wir unter Cottage was ganz anderes verstehen als er. Es war eine total kleine, einfache Blechhütte. Er stellte sich später als Jo vor, zeigte uns wo wir parken und in den weiteren Tagen stehen sollten. Danach ging´s hoch aufs Feld. Die Farm ist echt riesig gewesen, die Zucchiniäcker hielten sich in Grenzen. Diesmal mussten wir nicht eine Bin voll machen, hier wurden wir nach Eimern bezahlt. Wir bekamen Handschuhe, jeder ein Messer und Jo zeigte uns wie man die kleinen Dinger richtig abschneidet. Dann durften wir loslegen.
Wusste jemand das Zucchinis von Kürbissen abstammen, eine riesen gelbe Blüte am Ende der Frucht haben und das sich, die Pflanzen an sich, sehr stachelig anfühlen, was an den Härchen liegt die dort zu tausenden sitzen. Letzteres war sehr unangenehm und man verlor viel Zeit beim Ernten, weil man immer wieder die Ärmel über die Handgelenke ziehen musste. Ansonsten war es zwar wieder anstrengend, aber ging besser von der Hand als das Tomaten pflücken. Nach den ersten 2 Stunden kam Jo vorbei und schaute nach uns, alles ok, er war auch zufrieden. Auf einem anderen Teil des Feldes, pflückte ein australisches Pärchen, welches schon seit 1 Monat auf der Farm ist. Man glaubt es kaum, aber wir beide waren mit unserem Feld schneller fertig, als diese beiden, so das Jo meinte geht mal rüber und pickt denen entgegen. Wir sprachen mit Jessica und Richard, beide waren sehr sehr höflich und waren froh, dass wir ihnen helfen wollten. Sie erzählten sie kommen aus der Nähe von Sydney und das sie alles was sie hatten verkauft haben, denn man kann ja auch mit ganz wenig glücklich sein. Das sind sie hier und alles was sie besitzen, passt in zwei Autos. Ja das waren wieder 2 Australier, wo wir uns dachten ok, muss ja jeder selber wissen was er mag, aber schon ziemlich schräg. Er war gerade mal 26 Jahre und sie 24 Jahre, natürlich waren sie auch verheiratet und wollten einfach mit ganz wenig leben. Für uns war klar, ganz nett aber mehr auch wieder nicht. Gegen 13 Uhr hatten wir beide Felder abgeerntet und die Arbeit für diesen Tag erledigt. Wir waren zwar müde und kaputt, aber wer sagt Zucchini ernten ist die Hölle, der hat noch keine Tomaten gepflückt!
Wir gingen zu Jo und sagten ihm, dass wir nicht zum Urlaub hier sind, sondern zum Arbeiten und mehr machen wollen. Er entschied, dass wir am nächsten Tag beide Felder machen sollten und er Richard und Jessica frei geben würde. Wir waren einverstanden. Wir bekamen von ihm noch einen Roller, damit wir schneller aufs Feld fahren können und auch nicht so weit über das Gelände zur Toilette laufen müssen. Sehr netter Kerl. Die Dusche in seinem Cottage durften wir auch benutzen. So was hatten wir allerdings noch nicht gesehen. Das Bad war im Rohbau gelassen worden. Sprich einfacher Betonfußboden eine Duschnische ohne Fenster, Lüftung oder sonst was, es gab nicht mal einen Vorhang. Dann noch ein kleines Waschbecken und eine Toilette. Für uns war es ok, wir waren froh, dass wir überhaupt duschen konnten, aber hier wohnt ja eine Familie mit 4 kleinen Kindern - was Zustände.
Gut ausgerüstet, ging´s am nächsten Morgen auf den Acker. Wir hatten neue Handschuhe, welche mit einem längeren Schaft und diesen klebten wir mit Kreppband auf unseren Longsleeves fest. Dadurch konnte man ohne Probleme in die Pflanzen greifen, ohne das immer alles juckte und brannte. Das erste Feld war nach 3 Stunden erledigt, das andere nach 2 Stunden. Danach hatten wir eine kleine Pause, dann durften wir mal wieder Viper Snippern. Das Gute daran, es gab 10 AUD pro Stunde und wir mussten einfach ein bisschen den Acker mähen.
Am Abend rechneten wir durch und kamen mal wieder zu dem Entschluss, dass das Ganze hier sich nicht so rechnet und wir eigentlich viel zu wenig verdienen. Während wir so am Auto saßen und überlegten, merkten wir, wie alle paar Minuten eine ziemlich große Wespe angeflogen kam. Sie flog geradewegs in den Van und nach kurzer Zeit wieder raus. Wirklich ständig, wir wunderten uns was sie da machte. Irgendwann meinte Lukas, wir müssen mal schauen was sie da treibt. Sie hatte bei jedem Flug kleine Lehmkugeln dabei, diese wurden an unsere Sitzbankpolster gedrückt, wo sie ein Nest bauen wollten. Bei genauerem Hinsehen, konnte man einen ca. 5 cm Lehmklumpen am Polster finden, unglaublich diese Mistviecher. Das „Nest“ wurde entfernt und erst mal die Türen geschlossen.
Der nächste Morgen kam, da wir die zwei Tage zuvor eine ziemliche gute Ernte hatten, war an diesem nicht viel zu holen, leider. Das war aber eigentlich der Grund, warum wir uns mal wieder entschieden zu gehen. Wir machten beide Felder fertig, danach redeten wir mit Jo. Er war schon ein bisschen angepisst und meinte erst, aber ihr müsst so lange bleiben, bis ich jemand neues habe. 10 Minuten später kam er, legte unser Geld auf den Tisch, bedankte sich und mal wieder ist ein Kapitel abgeschlossen.
Wir machten den Van startklar und los ging´s. Wir fuhren in die Stadt, fragten wenn wir schon hier sind in verschiedenen Jobagenturen nach Arbeit. Das Ganze aber mit nicht viel Erfolg, da es der Stadt wohl nicht so gut geht. Wir fuhren ins Schwimmbad, chillten dort ein wenig, genossen die Sonne mit weniger an als auf dem Feld und duschten dort. Danach aßen wir beim Maccas zur Feier des Tages. Jetzt werden wir die Nacht auf einer Rest Area verbringen und uns überlegen wo wir als nächstes hinfahren werden.
Da waren wir nun in Canberra.
Die Stadt liegt total im grünen, hat auch wieder viele Parks und einen Fluss. Vor einigen Jahren hatte die Stadt wohl ihren Ruf als schläfrige Beamtenstadt weg, davon merkt man heute immer noch etwas. Die Leuten hetzen nicht so durch die Straßen und auch beim Autofahren heißt es, immer alles schön gemütlich, Beamten halt:-)
Am ersten Tag als wir ankamen hatten wir ziemlich gutes Wetter, da es aber schon Nachmittag war, entschieden wir uns erst am nächsten Tag richtig die Stadt anzusehen.
Wir besuchten in mehreren Tagen das New Parliament House auf dem Capital Hill, davon gegenüber das Old Parliament House, ein ziemlich bekanntes War Memorial, schlenderten durch die Innenstadt und fuhren auf einen Berg( Mount Ainslie), von wo man einen guten Ausblick auf die Stadt hatte. Da die nächsten Tage leider im Dauerregen vergingen, besuchten wir einige Museen. Davon gibt es hier reichlich, das Beste daran ist, alle kosten keinen Eintritt. Wir waren in dem Film und Sound Museum und im National Museum, dort wurde viel über die Entstehung Australiens gezeigt. Viel mit Filmen, Sachen zum Anfassen und zum Nachlesen, es war wirklich ganz interessant gemacht und was soll man an einem Regentag auch machen, wenn man kein richtiges zu Hause hat.
In diesem Zeitraum schauten wir natürlich auch immer mal wieder nach Jobs. Wir bekamen ein Angebot von einem Farmer, er suchte Leute die auf seinem Feld Zucchinis pflücken. Eigentlich hatten wir auf so eine Arbeit überhaupt keine Lust. Das Tomaten pflücken war so hart und anstrengend, dazu die nicht so gute Bezahlung. Aber wir dachten uns was soll´s, es ist sowieso Wochenende, da kann man nicht viel bei der Arbeitssuche erreichen, also probieren wir es einfach.
Die Fahrt führte uns nach Young, eine Stadt so 3 Stunden westlich von Sydney. Das einzige warum man hier her kommt ist Arbeit, ansonsten gibt es nichts dolles. Die Stadt ist in Australien als die Hauptstadt der Kirschen bekannt und darauf sind mal wieder alle Einwohner sehr stolz, wie auf fast alles hier. Die Saison war allerdings schon im Januar vorbei, aber wir waren ja auch wegen der Zucchinis hier.
Wir sollten auf eine Farm kommen die 15 Minuten außerhalb liegt. Als wir morgens dort ankamen stand uns ein dicker, kleiner, haariger und ein bisschen arabisch aussehender Kerl gegenüber. Es stellte sich raus, dass es seine Farm ist. Er 28 Jahre jung, lebt hier mit seinen Eltern, seiner Frau und 4 Kindern. Er wohnt im „ Cottage“, seine Eltern in einem nicht kleinen Haus, nur das wir unter Cottage was ganz anderes verstehen als er. Es war eine total kleine, einfache Blechhütte. Er stellte sich später als Jo vor, zeigte uns wo wir parken und in den weiteren Tagen stehen sollten. Danach ging´s hoch aufs Feld. Die Farm ist echt riesig gewesen, die Zucchiniäcker hielten sich in Grenzen. Diesmal mussten wir nicht eine Bin voll machen, hier wurden wir nach Eimern bezahlt. Wir bekamen Handschuhe, jeder ein Messer und Jo zeigte uns wie man die kleinen Dinger richtig abschneidet. Dann durften wir loslegen.
Wusste jemand das Zucchinis von Kürbissen abstammen, eine riesen gelbe Blüte am Ende der Frucht haben und das sich, die Pflanzen an sich, sehr stachelig anfühlen, was an den Härchen liegt die dort zu tausenden sitzen. Letzteres war sehr unangenehm und man verlor viel Zeit beim Ernten, weil man immer wieder die Ärmel über die Handgelenke ziehen musste. Ansonsten war es zwar wieder anstrengend, aber ging besser von der Hand als das Tomaten pflücken. Nach den ersten 2 Stunden kam Jo vorbei und schaute nach uns, alles ok, er war auch zufrieden. Auf einem anderen Teil des Feldes, pflückte ein australisches Pärchen, welches schon seit 1 Monat auf der Farm ist. Man glaubt es kaum, aber wir beide waren mit unserem Feld schneller fertig, als diese beiden, so das Jo meinte geht mal rüber und pickt denen entgegen. Wir sprachen mit Jessica und Richard, beide waren sehr sehr höflich und waren froh, dass wir ihnen helfen wollten. Sie erzählten sie kommen aus der Nähe von Sydney und das sie alles was sie hatten verkauft haben, denn man kann ja auch mit ganz wenig glücklich sein. Das sind sie hier und alles was sie besitzen, passt in zwei Autos. Ja das waren wieder 2 Australier, wo wir uns dachten ok, muss ja jeder selber wissen was er mag, aber schon ziemlich schräg. Er war gerade mal 26 Jahre und sie 24 Jahre, natürlich waren sie auch verheiratet und wollten einfach mit ganz wenig leben. Für uns war klar, ganz nett aber mehr auch wieder nicht. Gegen 13 Uhr hatten wir beide Felder abgeerntet und die Arbeit für diesen Tag erledigt. Wir waren zwar müde und kaputt, aber wer sagt Zucchini ernten ist die Hölle, der hat noch keine Tomaten gepflückt!
Wir gingen zu Jo und sagten ihm, dass wir nicht zum Urlaub hier sind, sondern zum Arbeiten und mehr machen wollen. Er entschied, dass wir am nächsten Tag beide Felder machen sollten und er Richard und Jessica frei geben würde. Wir waren einverstanden. Wir bekamen von ihm noch einen Roller, damit wir schneller aufs Feld fahren können und auch nicht so weit über das Gelände zur Toilette laufen müssen. Sehr netter Kerl. Die Dusche in seinem Cottage durften wir auch benutzen. So was hatten wir allerdings noch nicht gesehen. Das Bad war im Rohbau gelassen worden. Sprich einfacher Betonfußboden eine Duschnische ohne Fenster, Lüftung oder sonst was, es gab nicht mal einen Vorhang. Dann noch ein kleines Waschbecken und eine Toilette. Für uns war es ok, wir waren froh, dass wir überhaupt duschen konnten, aber hier wohnt ja eine Familie mit 4 kleinen Kindern - was Zustände.
Gut ausgerüstet, ging´s am nächsten Morgen auf den Acker. Wir hatten neue Handschuhe, welche mit einem längeren Schaft und diesen klebten wir mit Kreppband auf unseren Longsleeves fest. Dadurch konnte man ohne Probleme in die Pflanzen greifen, ohne das immer alles juckte und brannte. Das erste Feld war nach 3 Stunden erledigt, das andere nach 2 Stunden. Danach hatten wir eine kleine Pause, dann durften wir mal wieder Viper Snippern. Das Gute daran, es gab 10 AUD pro Stunde und wir mussten einfach ein bisschen den Acker mähen.
Am Abend rechneten wir durch und kamen mal wieder zu dem Entschluss, dass das Ganze hier sich nicht so rechnet und wir eigentlich viel zu wenig verdienen. Während wir so am Auto saßen und überlegten, merkten wir, wie alle paar Minuten eine ziemlich große Wespe angeflogen kam. Sie flog geradewegs in den Van und nach kurzer Zeit wieder raus. Wirklich ständig, wir wunderten uns was sie da machte. Irgendwann meinte Lukas, wir müssen mal schauen was sie da treibt. Sie hatte bei jedem Flug kleine Lehmkugeln dabei, diese wurden an unsere Sitzbankpolster gedrückt, wo sie ein Nest bauen wollten. Bei genauerem Hinsehen, konnte man einen ca. 5 cm Lehmklumpen am Polster finden, unglaublich diese Mistviecher. Das „Nest“ wurde entfernt und erst mal die Türen geschlossen.
Der nächste Morgen kam, da wir die zwei Tage zuvor eine ziemliche gute Ernte hatten, war an diesem nicht viel zu holen, leider. Das war aber eigentlich der Grund, warum wir uns mal wieder entschieden zu gehen. Wir machten beide Felder fertig, danach redeten wir mit Jo. Er war schon ein bisschen angepisst und meinte erst, aber ihr müsst so lange bleiben, bis ich jemand neues habe. 10 Minuten später kam er, legte unser Geld auf den Tisch, bedankte sich und mal wieder ist ein Kapitel abgeschlossen.
Wir machten den Van startklar und los ging´s. Wir fuhren in die Stadt, fragten wenn wir schon hier sind in verschiedenen Jobagenturen nach Arbeit. Das Ganze aber mit nicht viel Erfolg, da es der Stadt wohl nicht so gut geht. Wir fuhren ins Schwimmbad, chillten dort ein wenig, genossen die Sonne mit weniger an als auf dem Feld und duschten dort. Danach aßen wir beim Maccas zur Feier des Tages. Jetzt werden wir die Nacht auf einer Rest Area verbringen und uns überlegen wo wir als nächstes hinfahren werden.
Abonnieren
Posts (Atom)
