Unsere
Maschine landete um 1.30 Uhr auf dem internationalen Flughafen in Bangkok, zum
Aussteigen mussten wir unsere Boardingpässe vorzeigen, da nicht alle die
Maschine verlassen sollten, einige flogen von hier weiter nach Doha, hätten wir
auch gerne gemacht in so einen komfortable Flugzeug.
Es war zwar
nicht so viel los wie tagsüber, aber von einem verschlafenen Flughafen konnte
man hier auch nicht sprechen. Da sogar viele Läden besetzt waren, kauften wir
uns dann erst mal direkt wieder eine thailändische Handykarte. Dann ging es
raus an den Taxistand, wo bestimmt an die 20 Fahrer auf Gäste warteten. Wir
stiegen bei einem ein und wollten an das Hotel in dem wir vor ein paar Wochen schon
ein paar Tage verbracht hatten, nach einem kurzen Anruf bei diesem, wusste der
Fahrer wo es lang ging. Es war 2.30 Uhr als wir ins Hotel eincheckten, ohne
Vorreservierung, deswegen mussten wir auch ein etwas größeres Zimmer nehmen, da
die einfacheren, kleineren alle ausgebucht waren. Es war uns egal wir wollten
nur noch was Essen und ins Bett. Wir bekamen das Zimmer im 8. Stock mit einer
schönen Aussicht auf die Stadt, es war von der Ausstattung her, genau wie das
kleinere, es war einfach nur etwas größer und man bekam mehr Pflegeprodukte,
einen Föhn und einen Wasserkocher. Wir bestellten über den Typ an der Rezeption
was vom Maccas, es ist schon ziemlich nett, so einen Lieferservice rund um die
Uhr in Anspruch nehmen zu können. 15 Minuten später war unser Essen da, sogar
noch heiß und mit massenhaft Chilisoße und Ketchup, danach noch schnell unter
die Dusche, dann fielen wir ins Bett.
Wir genossen
unsere paar Tage in Bangkok, schliefen aus, liefen über den riesen Weekend Market
und waren erstaunt, was sich doch seit den letzten 3 Jahren hier getan hatte.
Es wurden Lagepläne des Marktes verteilt, es gab an jeder Ecke Polizei und
Security und es war wirklich ziemlich entspannt da drüber zu laufen. Wir
probierten Kartoffelscheiben gegrillt am Spieß, sowie eine Eisbanane mit
Schokoüberzug und Mandelsplittern drauf, sehr lecker. Wir kamen auch zu dem
Teil, in dem Welpen und kleine Katzen zu Spottpreisen angeboten wurden,
außerdem scheinen Hörnchen hier im Moment sehr beliebt zu sein, an dem einen
Stand war ein kleiner Baumstamm aufgebaut, der komplett mit den kleinen Nagern voll
saß.
Wir
besuchten eine riesen Einkaufspassage, dort gibt es sogar eine
Familientoilette, in einer der Kabinen ist eine große Toilette und direkt
nebendran eine kleine eingebaut. Außerdem gibt es eine riesen Eislaufbahn, die
aber kaum genutzt wurde und ganz viele Karaoke Kabinen. Wir waren auch in einem
Krankenhaus, auf der Suche nach einer Toilette, das wirkte niemals wie ein
Krankenhaus es glich eher einem Hotel. Riesen Gebäude mit extra Suiten wo man
dann vor den Schönheitsoperationen nächtigen kann, viel Glas und riesen
Polsterbänke, die als Wartebereich dienen. Wir waren auch mal wieder im Kino
und kauften 2 Tickets für die letzte Reihe auf einem Kuschelsofa, war sehr
bequem da drauf den Film zu schauen, zumal die Lehnen etwas zurückzustellen waren.
Bevor der Film losging wurde ganz normal Werbung und Vorschau gezeigt, dann kam
plötzlich die Aufforderung zum Aufstehen zur Nationalhymne, zu Ehren des Königs
und jeder im Saal stand.
Unser Abflug
rückte näher, wieder ging es mit dem Taxi raus an den Don Mueang Flughafen, man
könnte ihn auch Geisterflughafen nennen, da ist wirklich nichts los gewesen. Es
gibt aber einen Burger King, dort gab es dann noch einen kleinen Snack, danach
liefen wir durch die leeren Gänge um die Zeit totzuschlagen, endlich konnten
wir in den Flieger.
Nach einer
guten Stunde hatten wir unser Ziel erreicht Chiang Rai, die nördlichste
Provinzstadt. Hier oben liegt auch nicht weit entfernt, Chiang Mai, welches
wesentlich bekannter ist, doch diese Stadt sollte später noch folgen. Nach
Chiang Rai wollten wir wegen eines Tempels, der ganz in weiß von einem Künstler
erbaut wurde. So buchten wir für den nächsten Tag eine Tour, die uns auch zu
dem Tempel führen sollte. Am Abend ging es noch über einen kleinen Nachtmarkt,
wo ich endlich eine Strickjacke gefunden habe, die gefällt, passt und gerade
mal 2 Euro gekostet hat, mal sehen wie lange sie hält, aber im Flieger kann man
so was immer gebrauchen.
Wir wurden
vom Hotel abgeholt, rein ging es in einen Geländewagen, wir holten noch 4
Spanier ab und unsere Gruppe war komplett. Zuerst ging es an den Wat Rong Khun,
den weißen Tempel, wir hatten Glück und waren vor den Massen dort. Es war schon
beeindruckend diese riesen Tempelanlage zu sehen und alles in Weiß und mit
kleinen Spiegelstücken besetzt, dass es funkelte und glitzerte, war mal ein
netter Gegensatz zu den ganzen bunten, goldenen Tempeln. Im Anschluss ging es
an ein „schwarzes Haus“, auf diesem Gelände hat ein andere Künstler, viele
schräge Hütten und Knochenteile im Garten aufgestellt. Dann besuchten wir ein
kleines Dorf, in ihm leben Familien aus dem benachbarten Myanmar, die von dort
vertrieben wurden und hier Zuflucht gefunden haben, besser bekannt sind die
Frauen aus dem Dorf als Langhalsfrauen, ja die mit den Ringen. Es leben dort
aber Frauen, die riesen Ohrlöcher haben, es war echt krass zu sehen in was für
einfachen Strohhütten die Leute wohnen und wie schwer diese Ringe sind, bis zu
8 kg bringen sie auf die Waage, selbst kleine Mädchen tragen schon diesen
„Schmuck“ und man darf ihn niemals abnehmen.
Nächste Station war eine Affenhöhle, wobei die
Affen nicht oben in der Höhle, sondern schon unten auf dem Parkplatz auf
Besucher warteten, sobald man irgendwas in der Hand hatte, was auch nur
annähernd nach Essen aussah, sprangen 3 bis 4 Affen direkt auf einen zu, also
nichts wie rauf auf den Berg, zu der Höhle und weg von den gierigen Affen.
Der Aufstieg
war wieder sehr beschwerlich, doch der Ausblick war nett und in der Höhle gab
es wieder einen kleinen Altar. Nach so vielen Eindrücken waren wir natürlich
hungrig, es ging zurück in die Stadt (Mae Sai) in ein Restaurant, wo ein Büffet
auf uns wartete. Gut gestärkt ging es dann dort hoch auf einen Berg, an einen
Skorpion Tempel, von wo aus man direkt auf Myanmar schauen konnte. Dann ging es
einen anderen Berg hinauf, wir waren echt froh im Auto zu sitzen und nicht das
ganze per Fuß zurücklegen zu müssen, und wir sahen direkt auf das goldene Dreieck.
Vor uns lagen zur linken Myanmar, zur rechten Laos und wir standen in Thailand,
die Grenze ist einfach der riesige Mekong Fluss.
Es ging noch
in ein Opium Museum, dort konnte man alle möglichen Gewichte und Pfeifen sehen,
als letzter Punkt stand dann noch ein kleiner Tempel auf dem Programm. Wir
wurden gegen 16 Uhr wieder in der Stadt abgesetzt, dort liefen wir noch etwas
herum und sahen auch dort wieder viele Tempelanlagen.
Am nächsten
Morgen ging es an den Bahnhof und wir saßen in einem ziemlich luxuriösen Bus
und los ging unsere 3 Stündige Fahrt durch die Berge und endloses grün nach
Chiang Mai. Wir fuhren ans Gästehaus und schauten uns danach etwas in der Stadt
um. Auch hier wieder zahllose Tempelanlagen, wir sahen das Denkmal der 3 Könige
und die alte Stadtmauer mit Wassergraben, welche mal um die Altstadt herum
führte.
Eigentlich
wollten wir hier ein Elefantencamp besuchen, in dem die alten, ausgedienten
Elefanten eine Art Ruhestand genießen dürfen, ohne Shows oder irgendwelche
Touristenattraktionen darzustellen, doch was wir dann im Internet über das Camp
nachlesen konnten, sowie der saftige Eintrittspreis von 65 Euro ließ uns doch
schnell von abkommen. Ein Kochkurs war auch sehr teuer und der Besuch eines
Tiger Palastes kam auch nicht in Frage auf Grund der schlechten Haltung, so sahen
wir uns einige Tempel mehr als geplant an und besuchten an einem Abend einen
Thai Box Kampf. Dort ging es ordentlich zur Sache, zumindest nach den ersten
beiden Runden, diese dienten eher noch zum Austesten, aber ab Runde 3 ging es
los, die Kämpfer fielen sogar aus dem Ring und die Einheimischen feuerten
ordentlich an.
Dann war es
Zeit für unsere nächste Station, wir schlängelten uns mit einem Mini Van, 3
Stunden weiter durch die Berge nach Pai. Nachdem wir unser Gästehaus gefunden
hatten und das Gepäck abgeladen hatten, aßen wir etwas, dann warfen wir einen
Blick auf eine Stadtkarte und es war schnell klar ein Roller wäre hier schon
sehr angenehm. Also besorgten wir uns einen und fuhren durch die saftig grünen
Reisfelder, hinaus an einen Wasserfall (Mor Paeng). Wir bereuten sofort, dass
wir keine Badesachen angezogen hatten, denn dieser lud einfach zum Abkühlen
ein, so ging es schwitzend weiter an einen Tempel. Danach fuhren wir einfach
noch etwas durch die Gegend und konnten uns gar nicht satt sehen an diesem
Grün, gegen Abend ging es noch auf den kleinen Nachtmarkt.
Für den
nächsten Morgen hatten wir eine Rundfahrt mit unserem Roller geplant, erster Stopp
war der Pai Canyon, wir hatten es uns etwas spektakulärer vorgestellt, aber es
war ganz nett anzusehen, zumindest ging es ordentlich nach unten und der
Ausblick aufs Umland war auch schön. Dann fuhren wir an einen Wasserfall (Pam
Bok), diesmal mit Badesachen, aber keine Chance da zu baden, viel zu wild und
kaum ein rankommen ans Wasser, aber schön. Auf dem Rückweg kamen wir an einem
Grundstück vorbei, von einem Bauern, der uns gleich anbot Platz zu nehmen und
uns alle möglichen Snacks auftischte, sowie frischen Rosellen Saft anbot. Wir
entschieden uns dann dort eine kleine Pause einzulegen und probierten die
verschiedenen Sachen aus. Weiter ging es an eine Brücke aus dem 2. Weltkrieg
und dann, als Abschluss besuchten wir noch die bekannten heißen Quellen (Tha Pai).
Es war Wahnsinn, wie sich der Dampf, des bis zu 80 Grad heißen Wassers über den
Wald ausbreitete, in einigen Becken durfte man Eier kochen und in den Becken
weiter unten hatte das Wasser nur noch 40 Grad und man konnte darin baden gehen
– wem es nicht zu heiß war, bei sowieso schon 35 Grad Außentemperatur. Wir
fuhren noch an ein sehr einladendes Café, in diesem saß, oder besser gesagt
schwang man in Käfigen direkt mit Blick auf die Berge. Wir relaxten dort etwas
und beschlossen noch, in ein naheliegendes chinesisches Dorf zu fahren, von
dort konnte man ganz auf einen Berg hinauf, zu einem Aussichtspunkt. Wir waren
ganz alleine hier oben und auf der einen Seite sah man das Dorf liegen, auf der
anderen Seite war der Wald fast wie in Deutschland bewachsen. Da es langsam
dunkel wurde ging es bergab zurück ins Dorf, Roller zurückgeben, was Essen und
schon wieder war ein Tag vorbei.
Am nächsten
Morgen ging es wieder mit dem Mini Van über die Berge zurück nach Chiang Mai.
Auf der Fahrt, war ich gerade kurz eingenickt, was eigentlich bei diesem geschaukel
fast unmöglich war, als ich auf einmal ein
komisches Geräusch hörte und hoffte, dass es nicht zu meinen Bildern im Kopf
passen würde, doch als ich die Augen aufschlug, bestätigte sich die Vermutung.
Der einzige einheimische Fahrgast, kotzte, glücklicherweise in eine Tüte nicht
direkt auf den Boden, schnell wurden die Fenster geöffnet, aber angehalten
wurde deswegen nicht. Ungefähr 15 Minuten später, machten wir eine kleine Pause
und konnten die Kotz Tüte entsorgen.
In Chiang
Mai hatten wir für eine Nacht das gleiche Gästehaus wie vor ein paar Tagen
schon gebucht, verbrachten dort die Nacht und am nächsten Morgen ging es zum
Flughafen. Wir saßen zum ersten Mal in einer kleinen Propellermaschine von
Saab, der Flug war aber ok und nach einer guten Stunde landeten wir in Udon
Thani. Das war unsere letzte, kleine Zwischenstation in Thailand, von hier
nahmen wir einen weiteren Mini Van direkt zur Grenzstadt Nong Khai. Hier überquerten wir die Grenze nach Laos.
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