Dienstag, 8. November 2011

Endlich haben wir es geschafft – raus aus Bunbury

Am Montag den 31.10. haben wir unser Auto gekauft, konnten es aber leider nicht gleich mitnehmen, da Antonio noch eine riesen Kühltruhe ausbauen und für uns einen kleinen Schrank mit Kühlschrank und viel Stauraum einbauen lassen wollte. Jedoch konnte Antonio das nicht selber machen und wir mussten noch auf seinen befreundeten Mechaniker warten, er hat dann am Dienstagabend den Umbau vorgenommen. Somit hatten wir zwar ein Auto, mussten aber leider wieder laufen. 

Wir besorgten dann alle möglichen Utensilien, da in dem Van leider nichts groß drin war außer dem Ausbau. Total komisch im Baumarkt zu stehen und Campingstühle auszusuchen, wir als zwei absolute nicht Camper. Wir kauften noch etwas Geschirr und was man so braucht. Ganz wichtig war Putzkram für den Van. Man glaubt echt nicht wie viel Schmutz, Dreck und Staub in so einem Auto sitzt. Dienstagabend konnten wir es dann endlich abholen und machten gleich noch eine kleine Spritztour zum Mc Donald’s. Da wären wir ohne Auto sonst nie hingekommen, da dieser gefühlte zehn Kilometer Fußmarsch entfernt lag. Mittwoch war dann großer Putztag, leider reichte der nicht aus und am Donnerstagmorgen war das Auto schon wieder weg in der Werkstatt für die kleinen Reparaturen. Unglücklicherweise wurde der Van am Donnerstag nicht fertig, da Teile aus Perth kommen sollten, dies aber nicht taten. Freitag kam dann ein Anruf, wir könnten gegen 17.00 Uhr vorbei kommen. Dann der Moment der Wahrheit, alles soweit ok, dann ging es ans bezahlen. Als wir fragten ob man auch ohne Rechnung zahlen könnte, grinste der Mechaniker. Es machte letztendlich 110 Dollar aus ohne Rechnung zu zahlen. 

Danach ging es an den weiteren Grundputz, da es aber leider um 19.00 Uhr hier schon recht dunkel ist, kamen wir wieder nicht soweit. Wir dachten uns was soll‘s, jetzt waren wir solange in Bunbury da kommt es auf eine oder zwei Nächte auch nicht mehr an. Zumal eine Nacht im Hostel frei ist wenn man sechs Nächte vorher bezahlt hat. 

Samstagmorgen besorgten wir noch ein paar Kleinigkeiten für den Van und beseitigten den Rest des Outbackstaubs der überall hing. Brachten dann noch die frisch gewaschenen Vorhänge an und hatten ein gutes Gefühl um dann am Sonntagmorgen endlich Bunbury zu verlassen. 

Wir fuhren Richtung Süden nach Busselton einem kleinen Badeort den wir besichtigten. Sahen uns auf unserer Weiterfahrt auch Margret River an. Da das Wetter nicht so gut war und es zu regnen anfing entschieden wir uns nach Augusta zu fahren, wo das Wetter leider noch schlechter wurde und es auch langsam zu dämmern begann. So lag es an uns ein lauschiges und möglichst kostenloses Plätzchen für die Nacht zu finden. Das komische hier ist nämlich, dass die Australier ein Volk sind welches super gerne campt und im eigenen Land reist aber campen darf man fast nirgends außer auf Campingplätzen. Da Augusta nicht wirklich groß war, fuhren wir an einen nahegelegen Leuchtturm wo der Indische- und der Südliche Ozean aufeinander treffen. Es ist der südwestlichste Fleck (Cape Leeuwin) von OZ ! In unmittelbarer Nähe davon fanden wir ein super Fleckchen für unser Nachtquartier und parkten den Van. Wir bauten rasch das Bett auf und hatten einen super Blick auf den Ozean, den Leuchtturm und den Sonnenuntergang und das alles vom Schlafzimmer aus.
Die erste und auch erst mal letzte Nacht im Van war ok, es war halt sehr ungewohnt. Aber man hat erstaunlich viel Platz in so einem Campervan. Leider ist es aktuell noch etwas frisch nachts. Am Montagmorgen hieß es dann zeitig aufstehen und den Platz verlassen. Nicht das uns doch noch die Polizei entdeckt. Wir hatten einen langen Weg vor uns bis nach Albany zu unseren neuen Hosts mit denen wir verabredet waren.

Wir fuhren nach Calibridge und sahen unsere erste Schlange, glücklicherweise nur vom Auto aus, auch sahen wir Emus, Kängurus sowie die ersten toten Kängurus am Straßenrand. Dann ging es über Northcliffe durch die Karri Wälder und sehr einsame Straßen nach Pemberton und Denmark, danach erreichten wir Albany. 

Der erste Eindruck von Albany ist sehr nett, genau wie die neuen Hosts. Das Beste ist, dass wir ein eigenes kleines Cottage bei Ihnen auf dem Gelände haben. Wir müssen nur drei Stunden täglich für unsere Unterkunft arbeiten. Die Hosts besitzen zwei Hunde mit denen wir spazieren gehen sollen, welche als „Arbeitszeit“ in unsere drei Stunden fällt. Mal sehen was die nächsten Tage bringen. Die Hauptsache ist, dass wir endlich mal eine neue Stadt entdecken dürfen. 

Was wir euch auch nicht vorenthalten möchten ist ein kleiner Auszug aus einem Blog von einem sehr netten jungen Herren aus Hamburg den wir zufällig in Bunbury - wo auch sonst - kennengelernt haben. Er ist neuen Leuten gegenüber sehr offen und weiß daher von einigen „lustigen“ Geschichten zu berichten die sich alle in unserem Hostel abgespielt haben, aber lest selbst: 

[…] Man sollte uebrigens eine Tv-serie vom Hostelleben machen. Abgesehen davon, dass hier schon sowieso viele Sachen passieren haben acuh 90 prozent ihre persoenliche schlimme geschichte: 
Da waeren zum beispiel der deutsche, dessen freundin ihn verlassen hat, dann einer wo die freundin ihn mit dem besten freund betrogen hat (war n bissl doof weil der sich um 4:30 morgens in unserem zimmer beim freund ausgeheuelt hat) , dann einer wo ein Neuseelaender den Job gekuendigt und alles aufgegeben hat um zu ihr nach australien zu ziehen und sie dann in der ersten woche schluss gemacht hat und zudem hat sein Vater noch Krebs, dann die Familie wo die Tochter mit jedem rummacht, die andere aussieht wie 18 aber eigentlich 12 ist, dann die 3. tochter, die jetzt das baby 3 wochen zu frueh wegen zu hohem blutdrucks bekommen hat, der vater davon abgehauen ist und sie jetzt fuer mindestens 6 wochen hier im hostel mit nem neugeborenen leben wird, dann davon die mutter wo der mann auch einfach abgehauen ist(1. tochter hat ihn nicht gesehen bis sie 18 war), dann waer da noch der alkoholiker der seinen sohn nur einmal im monat sehen kann, der Marine der mit dem ersten trupp in den vietnamkrieg ist und immer noch trauma hat, ein typ der grad jemandem durch ganz australien folgt, weil der ihm geld schuldet und eine frau die jetzt in der 3. beziehung ist wo der mann sie schlaegt und die grad versucht die tochter von dem wegzukriegen und eine frau die einfach nur uebelst auf droge war, die zu einem anderen maedchen gesagt, sie habe gerade ein paar tabletten genommen und solle doch nach 3 stunden versuchen sie aufzuwecken und sonst den Notarzt zu rufen. Aufgewacht ist sie dann auch aber mit starker Schizophrenie(oder wie auch immer man das schreibt) und hat stimmen in ihrem kopf gehoert. Darauf kam dann auch der Arzt, die ham sie dann wieder hingekriegt aber darauf ist sie hier rausgeflogen... Also wird hier eigentlich jeden abend irgendwo getrunken und sich ausgeheult.


1 Kommentar:

  1. Leute,
    glaubts mir ruhig, bei den Bildern kann ich euch beruhigt sagen: IHR VERPASST HIER NICHTS in DEUTSCHLAND. Ihr macht genau das richtige dort.
    :D

    AntwortenLöschen