Man mag es kaum glauben, aber wir haben jetzt wirklich mal 8
Wochen durchgehalten und fleißig die Äpfel gepickt. Wir haben mal
nachgerechnet, wir zwei haben 150 Tonnen geerntet. Es gab echt Phasen da hätte
man am liebsten alles wieder hingeschmissen und wäre einfach weiter gefahren,
aber nein wir waren sehr ausdauernd. Die letzten Tage waren hart, den einen
Morgen hatten wir sogar richtig Frost auf den Äpfeln, Wahnsinn wer hätte
gedacht das wir so was erleben. Wir hatten echt das Gefühl, dass unsere Finger
abfallen, jedenfalls so die erste Stunde, danach bekam die Sonne etwas mehr
Kraft und es wurde sogar ein richtig schöner Herbsttag.
An einem anderen Tag waren wir die Einzigen die noch nach 15
Uhr arbeiteten, somit war es ziemlich still auf dem Gelände. Wir standen auf
den Leitern und pflückten unsere Äpfel als auf einmal eine Reihe weiter zwei Kängurus
sprangen. Es stellte sich heraus dass wohl eine ganze Familie hier in der Nähe
des Geländes wohnt, denn ein paar Tage später waren wir gegen Nachmittag noch
etwas spazieren und sahen in bestimmt 5 Apfelreihen mindestens ein oder zwei
von ihnen stehen, die uns neugierig beobachteten. Versuchten auch Sie zu
fotografieren, aber waren leider zu weit weg und allzu nah dran trauten wir uns
auch nicht, denn man sollte diese Tierchen nicht unterschätzen, können wohl
ganz ordentliche Verletzungen beim Menschen verursachen so mit Boxen und ihren
scharfen Krallen.
Lukas lief abends noch etwas über das Gelände und entdeckte
in einem der Tannenbäume eine Art Possum, der war jeden Abend auf einem anderen
Ast zu sehen , putziges Kerlchen (siehe Foto). An unserem letzten Morgen auf
dem Gelände drehten wir noch eine Runde und packten uns noch eine Tasche mit
den saftigen Pink Ladys voll, sehen können wir sie zwar nicht mehr, sind auch
wirklich froh dass es jetzt vorbei ist, aber ab und zu so ein Äpfelchen ist ja
ganz lecker.
Unsere australischen Konten haben sich wieder etwas gefüllt,
so dass wir Orange jetzt verlassen haben. Unsere Fahrt ging wieder ein Stück
durch die Blue Mountains, leider - ist
einfach nichts für dieses alte Auto,sich da mit 50 km/h die Berge hoch zu quälen.
War aber ein Muss da unser Ziel, Richmond war, hier hatten wir im Februar schon
ein paar Tage verbracht. Ist ein kleiner Campingplatz der zu dem Casino hier
gehört, nix dolles aber ziemlich günstig wenn man bedenkt, dass man nur eine
Stunde Autofahrt von Sydney entfernt ist. Hier werden wir 3 Tage verbringen,
ein bisschen entspannen vom Arbeitsstress, planen was wir in Sydney besuchen
möchten und einfach etwas das doch fühlbar wärmere Herbstwetter hier genießen.
In Orange war einfach die Höhe ein Grund warum es immer viel kühler war als zum
Beispiel hier in Richmond. Seltsam für uns beide war auch die Schaufensterdekoration
hier in der Stadt. Alles sehr sehr winterlich, lange Ärmel, Schals und dicke
Daunenjacken und das jetzt Mitte Mai wo es doch auf unsere Geburtstage zu geht,
echt schräg.
Ab Donnerstag werden
wir dann etwas näher gen Sydney fahren, dort sind wir mit Philipp verabredet.
Das ist ein Host von der HelpX Seite, zu
dem wir eigentlich schon im Februar wollten, aber absagten, da wir erst mal
etwas Kohle ranschaffen mussten. Da dies jetzt fürs erste nicht notwendig ist,
haben wir uns entschieden ihn anzuschreiben und zu fragen ob er uns immer noch
aufnehmen würde. Glücklicherweise hat er Platz für uns beide also geht da dann
die nächste Fahrt hin. Mal sehen was dort wieder außer ihm, seiner Frau und 4
Hunden auf uns wartet.
150 Tonnen-stolze Mengen,
AntwortenLöschendas ist ein Gewicht von 3 Panzern Leopard
oder 6 vollbeladenen 40 Toner-LKWs.
Respekt!!!